Handel

Exportverband sieht Zolldeal als schmerzhaften Kompromiss

Aus Sicht der deutschen Außenhandelsbranche bringt die Verständigung im transatlantischen Zollstreit vorläufige Gewissheit - aber auch negative Effekte.

Laut Exportverband wird die Einigung mit den USA auch in Deutschland Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze kosten. (Archivbild) Foto: Marcus Brandt/dpa
Laut Exportverband wird die Einigung mit den USA auch in Deutschland Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze kosten. (Archivbild)

Berlin (dpa) - Die deutsche Exportwirtschaft hat die Grundsatzvereinbarung zur Entschärfung des Zollkonflikts zwischen der Europäischen Union und den USA als schmerzhaften Kompromiss bezeichnet. «Der Zollaufschlag bedeutet für viele unserer Händler eine existenzielle Bedrohung», teilte der Bundesverband Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen (BGA) in Berlin mit. Auch wenn jetzt zunächst Sicherheit über die Handelsbedingungen herrsche, würden sich Lieferketten verändern und Preise erhöhen. Die Einigung mit den USA werde auch in Deutschland Wachstum, Wohlstand und Arbeitsplätze kosten.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und US-Präsident Donald Trump hatten die Verständigung nach einem Spitzentreffen in Schottland bekannt gemacht. Trumps Angaben zufolge soll der Zollsatz auf die meisten Importe in die USA bei 15 Prozent liegen, auch für die Automobilindustrie.