Konjunktur

Ifo-Geschäftsklima steigt sechstes Mal in Folge

Der wichtige Indikator für die Konjunktur, das Ifo-Geschäftsklima, ist im April deutlich gestiegen. Es ist der sechste Anstieg des Konjunkturbarometers in Folge.

Das Ifo-Geschäftsklima stieg zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 93,6 Zähler. Foto: Carsten Koall/dpa
Das Ifo-Geschäftsklima stieg zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 93,6 Zähler.

München (dpa) - Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hat sich im April weiter aufgehellt. Das Ifo-Geschäftsklima stieg zum Vormonat um 0,4 Punkte auf 93,6 Zähler, wie das Ifo-Institut in München mitteilte. Es ist der sechste Anstieg des wichtigen Konjunkturbarometers in Folge. Analysten hatten im Schnitt mit einer Verbesserung auf 93,4 Punkte gerechnet. Im Detail fielen die Resultate allerdings durchwachsen aus. Die etwa 9000 befragten Unternehmen bewerteten zwar ihre Zukunftsperspektiven besser, die aktuelle Wirtschaftslage wurde aber schlechter bewertet.

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In der Industrie und am Bau stieg das Geschäftsklima, unter Dienstleistern und im Handel verschlechterte es sich. «Die Sorgen der deutschen Unternehmen lassen nach, aber der Konjunktur fehlt es an Dynamik», kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Bankvolkswirte kommentierten die Umfrage-Ergebnisse eher verhalten. «Von Frühlingsgefühlen ist die deutsche Wirtschaft noch weit entfernt», schrieb Ulrich Kater, Chefökonom der Dekabank. Trotz der Verbesserung bleibe die Stimmung der Unternehmen unterdurchschnittlich. Angesichts steigender Zinsen und fragiler Weltkonjunktur sei kaum mit einem kräftigen Aufschwung zu rechnen.

Etwas positiver äußerte sich Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank. «Gemessen an dem, was ursprünglich zu befürchten war, schlägt sich die deutsche Wirtschaft äußerst solide.» Die deutsche Wirtschaft sei relativ unbeschadet über den Winter gekommen, die Energiepreise seien in den vergangenen Monaten merklich gesunken. «Doch bei aller Freude über die besser als erwartete Wirtschaftsentwicklung, die Konjunkturampeln springen nicht auf Grün.» Gitzel verwies etwa auf den schwachen Einzelhandel und die angeschlagene Bauwirtschaft.