Arbeitsmarkt

Ifo: Unternehmen bauen vermehrt Stellen ab

Vor allem in zwei Wirtschaftsbereichen sieht es schlecht aus.

Die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich verschlechtert. (Symbolbild) Foto: Jens Kalaene/dpa
Die Aussichten für den Arbeitsmarkt haben sich verschlechtert. (Symbolbild)

München (dpa) - Die Aussichten für den deutschen Arbeitsmarkt haben sich wieder eingetrübt. «Die Unternehmen planen, wieder vermehrt Stellen abzubauen», meldete das Münchner Ifo-Institut. Das von ihm erhobene Beschäftigungsbarometer sank im Juni um 1,6 auf 92,3 Punkte. Das ist einer der schlechtesten Werte seit der Corona-Pandemie.

«Der Arbeitsmarkt bleibt schwach», sagte Experte Klaus Wohlrabe. «Von einer nachhaltigen Belebung der Beschäftigung ist Deutschland derzeit noch weit entfernt.» Im Mai war das Barometer noch ein gutes Stück gestiegen, nun ging es wieder abwärts. 

Besonders schlecht sind die Aussichten in der Industrie und im Handel. Der Anteil der Unternehmen, die Jobs abbauen wollen, überwiegt den Anteil der Unternehmen, die Jobs aufbauen wollen, dort um jeweils rund 18 Prozentpunkte. Immerhin hat sich das Barometer in der Industrie minimal verbessert. Im Handel nimmt der Personalabbau der Umfrage zufolge allerdings wieder stärker zu. Das Teilbarometer sank hier um 3,2 Punkte.

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Auch bei den Dienstleistern gab das Barometer deutlich nach. Dort überwiegen die Unternehmen mit Abbauplänen diejenigen mit Aufbauplänen jetzt um 4,9 Prozentpunkte - vor einem Monat gab es noch etwas mehr Aufbau- als Abbaupläne. Besonders schwierig bleibt die Lage laut Ifo bei den Leiharbeitsfirmen sowie im Tourismus.

Im Baugewerbe sind den Münchner Wirtschaftsforschern zufolge kaum Veränderungen geplant. Die Unternehmen wollten ihren Personalbestand weitgehend konstant halten.