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Musks Twitter gibt einigen Prominenten Häkchen zurück

Die Posse um das Häkchen bei Twitter nimmt kein Ende. Einige Prominente erhalten das Symbol zurück - wollen es aber gar nicht mehr. Schauspieler Patton Oswalt verrät, wie man es wieder loswird.

Häkchen im Twitter-Konto? Jetzt nur noch für zahlende Abo-Kunden bzw. nach Gutdünken von Elon Musk. Foto: Stefan Jaitner/dpa
Häkchen im Twitter-Konto? Jetzt nur noch für zahlende Abo-Kunden bzw. nach Gutdünken von Elon Musk.

San Francisco (dpa) - Nur wenige Tage nach dem Löschen der alten kostenlosen Verifikationshäkchen hat Twitter die Symbole vielen Accounts mit mehr als einer Million Followern wieder zurückgegeben. Nicht alle waren glücklich darüber: So versuchten etwa Schauspieler Patton Oswalt und Model Chrissy Teigen, die einst begehrten Häkchen sofort wieder loszuwerden. Denn der Erklärtext dazu besagt, dass der Account das kostenpflichtige Abo Blue abgeschlossen hat - und die Prominenten legen Wert auf die Feststellung, dass sie Elon Musks Twitter kein Geld bezahlen.

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Früher wurden die weißen Häkchen auf blauem Hintergrund von Twitter kostenlos an Prominente und Personen des öffentlichen Lebens nach einer Identitätsprüfung vergeben. Tech-Milliardär Musk nannte das System nach dem Kauf von Twitter «korrupt». Er verkündete, dass nur Blue-Abonnenten das genauso wie früher aussehende Symbol in ihren Accounts haben werden. Eine echte Verifizierung gibt es dabei nicht, lediglich eine Telefonnummer wird bestätigt.

Einige Nutzer warfen die Frage auf, ob Twitter mit der Häkchen-Rückgabe auf rechtliche Probleme zusteuern könnte, wenn der Erklärtext fälschlicherweise besagt, dass ein Prominenter ein kostenpflichtiges Abo abschloss. Am Sonntag trugen etwa auch die Accounts von verstorbenen Stars wie Schauspieler Chadwick Boseman und Basketballer Kobe Bryant das Symbol.

Zuvor formierte sich bei Twitter, angeführt unter anderem von Musiker Max Collins aus der Rockband Eve 6, eine Bewegung mit dem Aufruf, Blue-Abonnenten zu blockieren. Unter den Accounts mit den neuen blauen Symbole finden sich viele Musk-Fans, die seine rechten politischen Ansichten teilen. «Verifikation bedeutete, dass eine Person ein Schauspieler oder Journalist oder etwas ähnliches ist», schrieb Collins in einem Tweet. «Jetzt bedeutet es, dass dahinter ein weißer Nationalist mit 30 Followern dahintersteckt, oder jemand, der Kryptowährungen verkauft.» Das Blue-Abo kostet in Deutschland 9,52 Euro im Monat.

Oswalt fand unterdessen einen Weg, das Häkchen wieder loszuwerden: Er änderte kurz seinen Profilnamen. Laut Twitter-Regeln kann ein Account nur ein Häkchen haben, wenn er «in letzter Zeit» nicht das Foto, den Profilnamen oder den Accountnamen verändert habe.