Autohersteller

Tesla senkt erneut Preise in den USA

Tesla bekommt seine E-Autos nicht mehr so leicht los wie in früheren Jahren. In den USA senkt der Konzern jetzt die Preise.

Eine Model-3-Limousine von Tesla. Foto: David Zalubowski/AP/dpa
Eine Model-3-Limousine von Tesla.

Austin (dpa) - Tesla hat nach einem Rückgang der Auslieferungen im vergangenen Quartal erneut die Preise für seine wichtigsten Modelle in den USA gesenkt. So lag der Einstiegspreis für das Model 3 am Freitag bei 38.990 Dollar - das waren 1250 Dollar weniger als bisher. Schon wenige Tage zuvor hatte der Elektroautohersteller eine günstigere Version des Kompakt-SUV Model Y wieder ins Angebot genommen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Tesla verkauft nach wie vor mit Abstand die meisten Elektroautos in den USA. Aber jüngste Absatzzahlen zeigten auch, dass Käufer weiter gern zu großen Pick-ups und SUVs greifen - und sich oft für Hybrid-Antriebe entscheiden, die günstiger als vollelektrische Modelle sind. Die Ausgabefreudigkeit der Amerikaner wird unter anderem von gestiegenen Zinsen gebremst.

Sieben Prozent weniger Autos ausgeliefert

Tesla lieferte im vergangenen Quartal 435.059 Fahrzeuge an die Kunden aus - knapp sieben Prozent weniger als in den drei Monaten davor. Das Unternehmen begründete dies mit Produktionsunterbrechungen für den Austausch von Maschinen in Fabriken. Experten hatten allerdings auch inklusive der geplanten Fertigungspausen mit rund 20.000 mehr verkauften Autos gerechnet. In diesem Quartal müsste Tesla rund 475 000 Fahrzeuge ausliefern, um das Jahresziel von 1,8 Millionen zu schaffen.

Tesla hat durch die hohen Produktionskapazitäten und eingespielte Fertigung mehr Spielraum für Preissenkungen als die großen Autokonzerne, die erst dabei sind, den Fokus auf Elektrofahrzeuge umzustellen. Auch die Preise für einige Rohstoffe gingen wieder zurück. Zudem argumentiert Tesla-Chef Elon Musk, man könne bei digitalisierten Autos auch später Geld mit Software-Updates und anderen Diensten verdienen. Allerdings drücken die Preissenkungen die Gewinnmargen.