Finanzmärkte

Waffenruhe im Iran treibt Börsen in Ostasien an

Die angekündigte Öffnung der Straße von Hormus lässt die asiatischen Leitindizes nach oben schnellen. Südkoreas Börse musste den Handel wegen hoher Volatilität gar vorübergehend aussetzen.

Der südkoreanische Leitindex Kospi ist am Mittwochmorgen Ortszeit stark gestiegen. Foto: Ahn Young-joon/AP/dpa
Der südkoreanische Leitindex Kospi ist am Mittwochmorgen Ortszeit stark gestiegen.

Seoul/Tokio (dpa) - Die Börsenkurse in Ostasien sind nach der angekündigten Waffenruhe im Iran kräftig gestiegen. Der japanische Leitindex Nikkei 225 legte am Mittwochmorgen (Ortszeit) um 4,4 Prozent zu. Der südkoreanische Kospi rangierte zeitweise rund 6 Prozent im Plus. Die Börse in Südkorea hat aufgrund der starken Kursbewegung gar vorübergehend den Handel ausgesetzt, um die extreme Volatilität zu dämpfen. Der australische S&P ASX 200 startete den Handelstag mit einem Plus von über 2,6 Prozent ebenfalls positiv. 

Die Märkte reagieren damit vor allem auf die jüngsten Aussagen des iranischen Außenministers Abbas Araghtschi, wonach die Straße von Hormus während der Waffenruhe geöffnet würde. 

Der Ölpreis für ein Fass der Nordseesorte Brent mit Auslieferung im Juni ist daraufhin deutlich unter die Marke von 100 Dollar (86 Euro) gesunken. Die ostasiatischen Volkswirtschaften sind stark von Öllieferungen über die zuvor praktisch geschlossene Straße von Hormus vor Iran abhängig.

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