Gefährliche Viruserkrankung

Ebola-Patientin von Nigeria in die Schweiz evakuiert

Eine Schweizerin, die als erste Ebola-Patientin in Nigeria diagnostiziert wurde, ist in ihre Heimat ausgeflogen worden. Wo sie dort behandelt wird, ist noch unklar.

Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet im Osten des Kongo eine Ebola-Impfung vor. (Archivbild) Foto: Sebastien Kitsa Musayi/AP/dpa
Ein medizinischer Mitarbeiter bereitet im Osten des Kongo eine Ebola-Impfung vor. (Archivbild)

Abuja (dpa) - Die erste mit Ebola infizierte Patientin im westafrikanischen Nigeria ist in die Schweiz ausgeflogen worden. Das bestätigte der nigerianische Gesundheitsminister Muhammad Ali Pate. Die Schweizerin habe mit seiner Zustimmung am Montagmorgen in Begleitung ihres Mannes - einem Schweizer Diplomaten - die Hauptstadt Abuja mit einem speziell ausgerüsteten Flugzeug unter strengen Schutzmaßnahmen verlassen, schrieb Pate auf X. 

In welchem Krankenhaus in der Schweiz die Frau behandelt werden wird, teilte der Minister nicht mit. Der Patientin gehe es klinisch deutlich besser, so Pate. Sie sei stabil, bei Bewusstsein und kommunikationsfähig. «Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht mehr ansteckend ist», sagte der Minister.

Genauer Ort der Infektion noch nicht bekannt

Am 20. Oktober hatte Afrikas bevölkerungsreichster Staat den ersten Fall einer Ebola-Infektion bestätigt. Die Patientin, die Berichten zufolge in Uganda geboren wurde, war nach Angaben der afrikanischen Gesundheitsbehörde Africa CDC per Flugzeug aus dem ostafrikanischen Uganda eingereist. Uganda grenzt im Westen an die Demokratische Republik Kongo, wo seit Mitte Mai knapp 10.000 Ebola-Fälle und fast 5.000 Todesfälle gemeldet wurden. Wo genau sich die Frau mit Ebola infiziert hat, wird nach Angaben der Africa CDC noch untersucht.

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In Uganda gab es seit Beginn des aktuellen Ausbruchs insgesamt 20 bestätigte Ebola-Fälle, die auf einen Patienten aus dem Kongo zurückgeführt wurden. Zwei Patienten starben. Uganda verkündete Ende August jedoch das Ende seines Ebola-Ausbruchs, nachdem über 42 Tagen kein neuer Fall erfasst wurde.

Auch im ostafrikanischen Kenia, das ebenfalls an Uganda grenzt, gibt es aktive Ebola-Fälle. Der erste Patient war aus dem Kongo via Uganda nach Kenia gereist. In der Hauptstadt Nairobi sind aktuell neun Ebola-Fälle, darunter zwei Todesfälle, registriert.