KI und Ukraine-Krieg

OpenAI nimmt Ukraine in KI-Cyberabwehr-Programm auf

Hacker-Angriffe aus Russland treffen seit Jahren Versorger und Krankenhäuser in der Ukraine. Die ChatGPT-Firma OpenAI gibt den Behörden nun Zugang zu KI, die Schwachstellen finden und schließen soll.

Neue KI von OpenAI ist gut darin, zum Teil seit Jahren schlummernde Sicherheitslücken zu entdecken. (Archivbild) Foto: Richard Drew/AP/dpa
Neue KI von OpenAI ist gut darin, zum Teil seit Jahren schlummernde Sicherheitslücken zu entdecken. (Archivbild)

San Francisco/New York (dpa) - Künstliche Intelligenz des ChatGPT-Entwicklers OpenAI soll der ukrainischen Regierung helfen, Cyberattacken aus Russland abzuwehren. Das Ministerium für digitale Transformation wurde in das «Daybreak»-Programm von OpenAI aufgenommen, in dem mit Hilfe von KI-Software Sicherheitslücken gefunden und geschlossen werden sollen. 

Dabei gehe es um den Schutz der zivilen Infrastruktur, teilte die US-Firma mit. Unter anderem Versorgungsunternehmen und Krankenhäuser in der Ukraine sind schon seit Jahren Cyberangriffen ausgesetzt, die russischen Hackern zugeordnet werden. Allein im vergangenen Jahr habe die ukrainische Cybersicherheits-Behörde insgesamt fast 6.000 Zwischenfälle registriert, hieß es in der Mitteilung. 

Neue KI von OpenAI und des Rivalen Anthropic ist sehr gut darin, zum Teil seit Jahrzehnten schlummernde Schwachstellen in Software aufzuspüren, die für Attacken missbraucht werden können. Da dieses Wissen zugleich für verheerende Cyberangriffe genutzt werden könnte, begrenzen die Unternehmen in Abstimmung mit der US-Regierung den Zugang zu diesen Fähigkeiten. Im «Daybreak»-Programm von OpenAI bekamen bisher IT-Sicherheitsexperten unter anderem auch aus Deutschland, Frankreich und Polen Zugriff auf die Technologie.

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