Raumfahrt

Russische Sojus-Kapsel an ISS angedockt

Der Start der «Sojus MS-25» glückte am Wochenende erst beim zweiten Versuch. Nun aber sind der russische Kosmonaut und die beiden Raumfahrerinnen aus Belarus und den USA gut an der ISS angekommen.

Kosmonaut Oleg Novitsky und Kosmonautin Marina Vasilevskaya am 21. März im Sojus MS-25-Raumschiff. Foto: Uncredited/Roscosmos space corporation/AP/dpa
Kosmonaut Oleg Novitsky und Kosmonautin Marina Vasilevskaya am 21. März im Sojus MS-25-Raumschiff.

Moskau (dpa) - Nach einem zweitägigen Flug hat die Raumkapsel «Sojus MS-25» an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. «Oleg Nowizki, Marina Wassilewskaja und Tracy Dyson sind an der Station angekommen», teilte die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Der russische Kosmonaut und die beiden Raumfahrerinnen aus Belarus und den USA waren am vergangenen Samstag vom Kosmodrom Baikonur im zentralasiatischen Kasachstan aufgebrochen - allerdings erst beim zweiten Versuch. Der ursprüngliche Start war bereits zwei Tage früher geplant gewesen, musste allerdings aufgrund eines technischen Problems 20 Sekunden vor der Zündung überraschend abgebrochen werden.

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Die internationale Zusammenarbeit in der Raumfahrt läuft trotz Russlands Krieg gegen die Ukraine und damit verbundenen US-Sanktionen weiter. Immer wieder fliegen US-amerikanische Astronauten in russischen Raumschiffen zur ISS und andersherum. Bei dieser Mission sind zum ersten Mal zwei Frauen an Bord einer Sojus-Kapsel zum Außenposten der Menschheit in 400 Kilometern über der Erde geflogen. Bei einer Sojus-Rückkehr von der ISS gab es bereits einmal ein weibliches Duo.

Eine Premiere war der Flug auch für das mit Russland verbündete Belarus: Die 33 Jahre alte Kosmonautin Wassilewskaja, die als Flugbegleiterin bei der staatlichen Gesellschaft Belavia arbeitet, ist die erste Frau ihres Landes, die ins Weltall flog.

Laut Roskosmos soll Wassilewskaja gemeinsam mit Nowizki und der US-Amerikanerin Loral O’Hara, die bereits seit vergangenem September auf der ISS ist, am 6. April wieder zur Erde zurückkehren. Die Astronautin Dyson bleibt noch bis September auf der ISS und tritt dann mit den Kosmonauten Oleg Kononenko und Nikolai Tschub die Heimreise an.