Bitkom-Studie

Viele Menschen vertrauen bei Gesundheitsfragen auf KI

Eine medizinische Diagnose vom Chatbot statt vom Arzt? Eine neue Umfrage zeigt, wie stark Künstliche Intelligenz bereits das Verhalten mancher Menschen beeinflusst.

Chatbots werden von vielen auch für medizinische Auskünfte genutzt. (Archivbild) Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Chatbots werden von vielen auch für medizinische Auskünfte genutzt. (Archivbild)

Berlin (dpa) - Mehr als die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer von KI-Chatbots vertraut den Auskünften solcher Systeme in Gesundheitsfragen und zu Krankheitssymptomen. Das gaben 55 Prozent der Befragten einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom an. 16 Prozent der Befragten haben eigenen Angaben zufolge eine ärztliche Empfehlung nicht befolgt und eher einem Chatbot wie ChatGPT, Gemini oder Copilot vertraut, teilt Bitkom mit. 

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

50 Prozent gaben an, ihre Symptome mit Hilfe von KI-Chatbots besser zu verstehen als bei einer herkömmlichen Internetsuche. Und ein knappes Drittel (30 Prozent) hält die Auskünfte ähnlich wertvoll wie eine ärztliche Zweitmeinung.

Gleichzeitig herrscht auch Unsicherheit: 39 Prozent der Befragten wissen nicht recht, wie viele persönliche Angaben über ihren Gesundheitszustand sie KI-Chatbots überlassen sollten.

Für die nach Bitkom-Angaben repräsentativen Umfrage wurden 1.145 Personen ab 16 Jahren in Deutschland im September und Oktober 2025 befragt.