Jahresstatistik 2024

Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis registrieren mehr Großbrände

Die Zahl der Einsätze und der verletzten Feuerwehrleute ist 2024 leicht zurückgegangen. Allerdings registrierten die Feuerwehren mehr Großbrände als im Vorjahr. Indes ist der Trend bei weiblichen und jugendlichen Feuerwehrleuten weiter positiv.

Die Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis rückten 2024 zu mehr Großbränden aus. Foto: Fritz Kopetzky
Die Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis rückten 2024 zu mehr Großbränden aus.

Rhein-Neckar. Die Freiwilligen Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis sind im Jahr 2024 zu 1.015 Bränden oder Explosopnsereignissen (2023: 1.060) ausgerückt - darunter 50 Großbrände (2023: 46). Das teilte das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis mit und bezog sich dabei auf die Jahresstatistik 2024 der Feuerwehren im Kreis. Somit ging die Zahl der Einsätze im Vergleich zum Jahr 2023 leicht zurück.

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Auch bei den technischen Hilfeleistungen ist ein kleiner Rückgang zu verzeichnen: Die Feuerwehren registrierten 3.687 Einsätze (2023: 3.730). Nach Angaben von Stefanie Heck, Kreisbrandmeisterin sowie Leiterin des Amts für Feuerwehr und Katastrophenschutz im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis, seien diese Schwankungen in der Statistik oft auf wetterbedingte Einflüsse zurückzuführen. So hätten sich zum Beispiel die Einsätze im Zusammenhang mit Stürmen reduziert – im Jahr 2024 wurden 246 solcher Einsätze (2023: 276) festgestellt.

Mehr Tote als 2023

Die Feuerwehren führen jedes Jahr auch etliche Tierrettungen durch – 124 Einsätze stehen 2024 zu Buche (Vorjahr: 131). 1.284 Menschen wurden bei technischen Hilfeleistungen gerettet (2023: 1.307) und bei Brandeinsätzen wurden 48 Menschen gerettet. Sieben Menschen verloren im vergangenen Jahr dabei ihr Leben (2023: 4) und 45 verletzte Feuerwehrangehörige waren in 2024 zu beklagen (2023: 76).

Die Statistik zeige zudem, dass Fehlalarmierungen leicht angestiegen sind – 1.209 Mal war das der Fall (2023: 1.204), wobei ein Großteil (730) auf Brandmeldeanlagen zurückzuführen ist.

Zahl der Frauen bei den Feuerwehren steigt weiter - auch Trend bei Jugend positiv

Die Mitgliederzahlen spiegelten insgesamt eine leicht rückläufige Entwicklung wider. Während die Zahl der aktiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren mit 4.292 im Vergleich zu 4.378 im Vorjahr etwas sank, ist die Zahl der weiblichen Einsatzkräfte aber erneut gestiegen – aktuell sind 573 Frauen aktiv (2023: 545). Auch der Nachwuchs zeige einen erfreulichen Trend: Bei den Jugendfeuerwehren stieg die Zahl der Angehörigen von 2.179 (2023) auf 2.239 im Jahr 2024. Im gesamten Rhein-Neckar-Kreis sorgen insgesamt 96 freiwillige Feuerwehrabteilungen und zudem acht Werkfeuerwehren für die Sicherheit der Bevölkerung und Unternehmen. In diese Statistik fließen allerdings nur die Zahlen der Freiwilligen Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis. Die Zahlen zu Einsätzen oder Personal der Werksfeuerwehren werden gesondert ermittelt.

„Unsere Feuerwehren im Rhein-Neckar-Kreis beweisen jeden Tag, dass Qualität und Zusammenhalt wichtiger sind als schiere Einsatzzahlen. Jeder Einsatz, ob groß oder klein, zeigt, wie sehr sie sich für die Sicherheit und das Wohl unserer Gemeinschaft engagieren – und dafür gebührt ihnen unser Dank und höchster Respekt“, lautete das Fazit von Amtsleiterin und Kreisbrandmeisterin Stefanie Heck. (dls)