Falscher Bankmitarbeiter

Heidelberg: Ehepaar um mehrere tausend Euro betrogen

Ein Betrüger hat zwei Heidelberger Senioren hinters Licht geführt. Die Polizei sucht Hinweise zum Täter und gibt Tipps, wie man sich bei verdächtigen Bankanrufen verhält.

Ein älteres Ehepaar fiel auf einen Betrüger rein (Symbolbild). Foto: Polizeiliche Kriminalprävention
Ein älteres Ehepaar fiel auf einen Betrüger rein (Symbolbild).

Heidelberg. Ein Betrüger hat sich am Dienstagmittag als falscher Bankmitarbeiter ausgegeben und ein älteres Ehepaar aus dem Heidelberger Stadtteil Emmertsgrund um mehrere Tausend Euro gebracht. Wie die Polizei mitteilt, erhielt das Ehepaar gegen 12 Uhr einen Anruf, in dem sie ein angeblicher Mitarbeiter über eine Fehlbuchung informierte. Diese stünde im Zusammenhang mit einem defekten Bankautomaten auf dem Boxberg.

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Im Verlauf des Telefonats fragte der Anrufer die Senioren nach den PINs der Bankkarten und kündigte den Besuch eines Mitarbeiters an, der die Karten mit UV-Licht überprüfen würde. Als kurz darauf ein Mann bei den Beiden zu Hause auftauchte, übergaben sie ihm die Bankkarten. Der angebliche Bankmitarbeiter verließ unter einem Vorwand kurz die Wohnung, gab aber danach die Karten wieder zurück.

Erst einige Zeit, nachdem der Mann gegangen war, schöpfte das Ehepaar Verdacht. Sie verständigten ihre Bank. Es stellte sich heraus, dass unbefugt 2.000 Euro von ihrem Konto abgebucht wurden. Der Tatverdächtige, der als angeblicher Mitarbeiter die Senioren in ihrer Wohnung besuchte, wird als Mitte 20, sehr schlank und ungefähr 1,70 Meter groß beschrieben. Er hatte schwarze Haare, ein südländisches Erscheinungsbild und sprach Deutsch. Er trug eine Bluejeans und eine dunkle Jacke.

Es laufen weitere Ermittlungen. Das Polizeirevier Heidelberg-Süd bittet unter der Telefonnummer 06221 34180 um Hinweise. (sig)

Generelle Tipps der Polizei

Die Polizei rät bei überraschenden Anrufen folgendes:

  • Lassen Sie sich nicht zur Eile und sofortigen Handlungen drängen. Machen Sie sich Notizen und fragen nach dem Namen des Anrufers bzw. der Anruferin sowie einer Rückrufnummer. Am besten auflegen, die Sache überdenken und gegebenenfalls später zurückrufen. Wichtig: Überprüfen Sie die Angaben und die Telefonnummer auf ihre Plausibilität.
  • Halten Sie Rücksprache mit anderen Familienmitgliedern oder Vertrauten.
  • Werden Sie immer dann besonders misstrauisch, wenn es um Geld- oder andere Vermögensforderungen, Passwörter, Kontoinformationen oder andere sensible Daten geht. Diese sollten niemals weitergegeben werden.
  • Übergeben Sie niemals Geld, Bankkarten oder deren Geheimzahl (PIN) an unbekannte Personen.
  • Verständigen Sie im Zweifelsfall immer und zeitnah die Polizei. Die diensthabenden Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten können Ihnen verlässlich Auskunft darüber geben, ob es sich um eine Betrugsmasche handelt.