Versuchter Mord

Mannheim: Prozess gegen acht Männer nach Angriff am Theresienkrankenhaus 

Acht Männer sollen im Mai 2024 einem Mann am Theresienkrankenhaus aufgelauert und diesen aus Rache fast getötet haben. Der Vorwurf: Verdacht des versuchten gemeinschaftlichen Mordes.

Mannheim. Nach einem Angriff auf einen Mann am Mannheimer Theresienkrankenhaus müssen sich acht Männer ab Montag, 17. Februar (9.30 Uhr), vor Gericht verantworten. Der Vorwurf: Verdacht des versuchten gemeinschaftlichen Mordes, teilte das Landgericht Mannheim mit.

Die Angeklagten sollen am späten Abend des 30. Mai 2024 einem Mann vor dem Theresienkrankenhaus aufgelauert haben, mit der Absicht, diesen aus Rache zu töten. Die Angeklagten sitzen in Untersuchungshaft. Zuvor soll es zu einem Streit zwischen dem späteren Opfer und dem Vater von drei Angeklagten in einem Döner-Imbiss gekommen sein. Daraus sei eine körperliche Auseinandersetzung entstanden. Der Vater ist auch Onkel von zwei weiteren Angeklagten. Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der Mann dem Vater mehrere Schnittverletzungen im Gesicht zugefügt und dabei selbst mehrere Schnittverletzungen an der Hand davongetragen haben. Die Ursache für die Verletzungen stand nach Angaben des Gerichts zunächst jedoch nicht sicher fest. Zur Behandlung der Verletzungen soll sich der Mann im Theresienkrankenhaus aufgehalten und die Klinik gegen 23.15 Uhr verlassen haben.

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Mitarbeiterin und Mann aus Hinterhalt angegriffen

Vor dem Haupteingang soll er sich auf einen Stein gesetzt haben. In dem Bereich des Haupteingangs soll sich neben dem Mann eine Mitarbeiterin des Krankenhauses befunden haben, die dort ihre Pause verbracht haben soll. Die Angeklagten sollen aus einem Hinterhalt heraus zunächst die Mitarbeiterin mit einem wuchtigen Faustschlag außer Gefecht gesetzt und anschließend den Mann angegriffen haben. Die Männer sollen ihr Opfer durch Schläge und Tritte zu Boden gebracht haben. Einer der Angeklagten soll - dem gemeinsamen Tatplan entsprechend - dem Mann mit mehreren Messerstichen lebensgefährliche Verletzungen zugefügt haben. Die anderen Angeklagten sollen währenddessen weiter auf ihn eingeschlagen und eingetreten haben.

Sie sollen erst von ihm abgelassen haben, als es der zunächst außer Gefecht gesetzten Mitarbeiterin gelungen sei, einen Mitarbeiter an der Pforte zu alarmieren, um die Polizei zu rufen. Die Angreifer sollen anschließend geflüchtet sein.

Der verletzte Mann, auch Nebenkläger im Prozess, der durch die Stiche Verletzungen an der Leber und wichtigen Blutgefäßen davongetragen habe, wäre ohne die umgehend eingeleitete medizinische Versorgung wahrscheinlich verstorben, hieß es abschließend. Die Angeklagten wurden zwischen 1991 und 2002 geboren.

Fortsetzungstermine: 10., 14., 21., 28., 31. März, 03., 24. 28. April, 05., 08., 12. und 16. Mai 2025 (jeweils 9.30 Uhr). (dls)