Blaulicht

Pilot muss mit Ultraleichtflugzeug in Heidelberg notlanden 

Ein Ultraleichtflugzeug musste auf der alten Start- und Landebahn des Airfields in Heidelberg notlanden. Der Pilot erlitt leichte Verletzungen.

Der Pilot erlitt leichte Gesichtsverletzungen und wurde vor Ort medizinisch versorgt. Foto: Priebe/pr-video
Der Pilot erlitt leichte Gesichtsverletzungen und wurde vor Ort medizinisch versorgt.

Heidelberg. Ein Ultraleichtflugzeug ist am Samstagmittag im Heidelberger Stadtteil Pfaffengrund notgelandet. Wie die Polizei auf WNOZ-Nachfrage bestätigte, war der Pilot in Bad Dürkheim zu einem Rundflug gestartet, als es während des Flugs in Richtung Heidelberg gegen 14.15 Uhr zu einem plötzlichen Zwischenfall kam: Die Frontscheibe des Flugzeugs zersprang, wodurch der Luftdruck die beiden Türen nach außen drückte und teilweise beschädigte.

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Da das Flugzeug an Höhe verlor, entschied sich der Pilot, auf dem nahegelegenen ehemaligen US-Flughafen notzulanden – was ihm erfolgreich gelang. Erst im letzten Moment bemerkte er jedoch einen Zaun, der auf der westlichen Seite über die Piste gebaut worden war. Für einen kurzen Moment habe er erwogen, den Rettungsfallschirm des Flugzeugs auszulösen, falls die Landung nicht möglich gewesen wäre.

Wie die Polizei am Sonntagmorgen mitteilte, war der 60-jährige Pilot gegen 13 Uhr in Bad Dürkheim gestartet. Das Fenster sei in etwa 2.000 Fuß Höhe über Schriesheim gebrochen und die Türen seien nach außen gebogen worden. Das habe zu einem schnellen Höhenverlust des Flugzeugs geführt und der Pilot habe sich für eine Notlandung entschieden.

Laut Polizei erlitt der Pilot, der sich allein an Bord befand, leichte Gesichtsverletzungen und wurde vor Ort medizinisch versorgt. Der Sachschaden am Flugzeug wird auf einen hohen vierstelligen bis niedrigen fünfstelligen Betrag geschätzt. Die Ermittlungen dauern an, die Polizei ging zunächst von einem technischen Defekt aus. (bw/dls)