Baden in Fürth im Schein der Fackeln
750 Menschen tummeln sich beim Nachtschwimmen der DLRG Fürth im illuminierten Freibad
Ein bisschen so wie im Urlaub: bei heißen Temperaturen bis spät am Abend im Wasser planschen, das Farbenspiel der beleuchteten Anlage genießen und es sich auf der Liegewiese bequem machen. Am Samstagabend war das abermals im Fürther Freibad möglich: Zum Nachtschwimmen hatten die Mitglieder der Fürther Ortsvereinigung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) um Hauptorganisatorin Lisa Büker geladen. „Und wir sind mit dem Verlauf und der Resonanz mehr als zufrieden. Dafür gibt’s elf von zehn Punkten“, sagt sie auf Nachfrage dieser Zeitung zufrieden.
Knapp 750 Menschen tummelten sich zur späten Stunde im Schwimmbad. Vor allem Familien mit Kindern hatten die Bollerwägen mit Picknicktaschen beladen und auf den Wiesen die Zelte – pardon: Wohlfühloasen – aufgeschlagen. Die DLRG war mit etwa 30 Helfern im Einsatz, darunter auch sechs befreundete Kräfte der DLRG Viernheim. Doch außer dem Bardienst und der Beckenaufsicht gab es für die reichlich wenig zu tun.
Kein Bedarf an Alkohol
„Unsere Gäste waren alle wirklich sehr diszipliniert und umsichtig. Alle hielten sich an die Hausregeln und das macht uns stolz und zufrieden“, sagt Büker. Mit Musik aus der Konserve, alkoholfreien Cocktails und jeder Menge Badespaß machte man im Freibad die Nacht zum Tag. Bis Mitternacht konnte getobt und geschwommen, geplanscht und getaucht werden. Dunkelblau lockte das Wasser. Bunte Scheinwerfer sorgten für eine gemütliche Gartenatmosphäre.
Im Gegensatz zum letzten Jahr, als die Besucher bei starken Regenschauern auch von ganz oben geduscht wurden, spielte der Wettergott diesmal hervorragend mit, verwöhnte die Schwimmer mit lauen Temperaturen bis in die Nacht hinein. Das Konzept, nichts Alkoholisches auszuschenken, ging auf. „Die Besucher haben das alle verstanden. Es geht ja nicht ums Trinken, sondern ums Spaß haben“, sagt Büker. Auch künftig wird es bei diesem Event weder Bier noch Wein geben. Man wolle die harmonische und idyllische Situation nicht durch zu „hohe Pegel“ gefährden. Im Schwimmbadkiosk bei den Miniaturwelten würde zwar Alkohol ausgeschenkt werden, hier habe es aber kaum Bedarf gegeben. Ohne Zwischenfälle ist Büker mit ihrem Orga-Team rundum zufrieden. Und auch am Sonntag war das Schwimmbad schon wieder rege besucht. Dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass es in Fürth noch eine Badeanstalt gibt, das zeigen die Schließungen in anderen Kommunen. Ein Bad muss sich eine Gemeinde leisten können und wollen. Daher ist es der DLRG stets ein großes Anliegen, den Besuch so attraktiv wie möglich zu gestalten. „Wir wollen Anreiz für die Besuche geben und das ist uns auch diesmal wieder gelungen.“
Am Abend blickten Lisa Büker und ihre Leute in zufriedene, aber auch müde Gesichter. Abenteuer an der frischen Luft erleben, das kostet Kraft, macht aber glücklich. So hat sich das Nachtschwimmen als fester Termin im Veranstaltungskalender mehr als bewährt.