Campingplatzbetreiber installiert neues Bubble Tent
Ralf Bauer vom Schlierbacher Campingplatz hat in ein neues Bubble-Zelt investiert. Abends den Sternenhimmel genießen.
Mit gigantischem Weitblick und beinahe 360 Grad Transparenz ist der nächtliche Blick aus dem Zelt beim „Terrassencamping“ Schlierbach möglich. Hier hat Campingplatzbetreiber Ralf Bauer ein neues Zelt errichtet. Knapp 20 000 Euro hat er in ein festes „Bubble-Tent“ investiert. Also eine durchsichtige Kuppel, die aber anders als ihr Vorgängermodell nicht mit einem Kompressor permanent aufgeblasen werden muss, sondern fest installiert steht. „Das ist viel nachhaltiger und nicht so problemanfällig“, sagt Bauer im Gespräch mit unserer Zeitung.
Nachhaltigkeit und Umwelt
Sein erstes Bubble-Zelt ist mittlerweile knapp drei Jahre alt und weise erhebliche Mängel auf. „Das sind dann 70 Kilo Plastikmüll. Das will ich nicht alle paar Jahre verantworten“, sagt der Betreiber. Die Themen Nachhaltigkeit und Umwelt sind ihm ein wichtiges Anliegen. Deshalb gibt es auf dem Campingplatz auch eine großflächige Photovoltaikanlage. In eine neue Heizanlage wurde ebenfalls investiert. Auf PET-Flaschen wird komplett verzichtet, und regionale Lieferanten werden unterstützt.
„Unsere Gäste können sich auf zahlreiche Annehmlichkeiten freuen, darunter ein Frühstücksservice mit frisch gebackenen Brötchen, köstlichem Kaffee aus einer Siebträgermaschine, hausgemachtem Honig und Lavendelbutter“, schwärmt Bauer. Ein Besuch in Schlierbach soll so unvergesslich werden und die Region stärken.
Lange wach bleiben und die Sterne beobachten
Das neue Bubble-Zelt, das er gemeinsam mit seinen Mitarbeitern errichtet hat und wodurch er ein paar Euro sparen konnte, ist mit einem festen Bett ausgestattet. Die Matratze sei ebenfalls in der Region gefertigt. Es gibt einen Tisch aus einem alten Odenwälder-Wagenrad und zwei Stühle. Das Zelt sei demnach für zwei erwachsene Personen ausgelegt, könne aber auch mit Kindern gebucht werden, sofern die denn im „Gräbelchen“ oder auf einer eigenen Luftmatratze schlafen können. Wobei das mit dem Schlafen so eine Sache ist. Bauer empfiehlt, unbedingt lange wach zu bleiben. „Bei uns kann man nämlich den Sternenhimmel sehen.“ Wer muss da schon wie in Hubert Kahs Lied in die Südsee fahren? Auch das neue Zelt ist – wie bereits das erste – rundherum transparent. Es kann aber zusätzlich mit einem Sichtschutz verdeckt werden. „Die Erfahrung hat einfach gezeigt, dass das sonst nicht jedermanns Sache ist. Klar gibt es Leute, denen das nichts ausmacht. Viele wollen aber auch Privatsphäre“, weiß Bauer. Und das ist voll okay.
Mittelfristig soll das erste, alte, hüpfburgartige Bubble-Zelt durch ein weiteres fest installiertes, mit Holzrahmen ausgestattetes Kugel-Zelt ausgetauscht werden. Mit der ersten Variante gab es nämlich viele Baustellen. Es sei sehr fragil. Und der Kompressor, der ab Werk dabei war, war eigentlich viel zu laut. Den hatte Bauer bereits kostspielig durch ein ruhiges Modell austauschen lassen. In Sachen Luftzirkulation sei das alles generell nicht das Gelbe vom Ei gewesen. „Mit der neuen Variante sind wir aber viel flexibler. Es steht ganzjährig und kann theoretisch auch beheizt werden“, so der Campingplatzbetreiber.
Nur auf Anfrage
Da die Anlage aber eigentlich nur in der hellen Jahreszeit geöffnet ist, erfolgt diese Vermietung dann einzig auf spezielle Anfrage. Wer also sein Date beeindrucken will, ist hier richtig. Platziert wurden die Bubbles auf dem höchsten Aussichtspunkt des ganzen Platzes mit Blick ins Tal. „Hintenraus befindet sich eine eingezäunte Wiese, abgetrennt mit Bäumen und Büschen“, erklärt Bauer. Beim neuen Zelt müssen die Pflanzen nun noch angehen. Aktuell sei der Campingplatz gut gebucht. Wer aber noch kurzfristig etwas sucht, der könne gerne anfragen. Auch die Bubbles seien im Sommer an ausgewählten Tagen noch verfügbar, versichert der Betreiber.