Rimbach

Der Rimbacher Pfingstmarkt wird zum Musik-Festival.

Mit Bands und DJs auf drei Bühnen im Ortskern erhält das viertägige Volksfest in der Weschnitztalgemeinde Rimbach eine besondere Prägung.

Von Punkrock über Techno bis Pop: Das Spektrum auf den drei Bühnen in der Rimbacher Ortsmitte war breit. Foto: Philipp Reimer Photography
Von Punkrock über Techno bis Pop: Das Spektrum auf den drei Bühnen in der Rimbacher Ortsmitte war breit.

Von Meike Paul

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„Wir hatten einen tollen Gig mit Franz Dressing, Alexander Schäfer, Tim Mohr, Tell Musselmann, Dwayne Weston, Leo Kreiser, Ina Baumert und vielen mehr“, schreibt Charly Müller in den sozialen Netzwerken. Am Sonntagmittag ließ die Truppe „Dressinger“ auf der Pfungstädter Bühne beim Rimbacher Pfingstmarkt die Drumsticks wirbeln und die Gitarrensaiten zittern. Kerniger Blues und amerikanischer Rock sorgten hier zur Mittagshitze für Sommer, Sonne, Sonnenschein-Gefühle.

Denn plötzlich war er da, der Sommer. Brannte heiß und machte vor allem eines: großen Durst. Trotzdem oder gerade deshalb ließen es sich die Rimbacher und ihre Gäste nicht nehmen, feierten ausgelassen Pfingstmarkt mit den DJs und Bands auf drei verschiedenen Bühnen im Ortskern. Bereits am Freitag ging es mit dem bunten Treiben und musikalischer Vielfalt los. Für die White Sparrows, der antifaschistischen Punkrock-Band aus Südhessen, ein ganz besonderer Abend. Denn die zweiwöchige Clubtour der Jungs wurde kurzfristig abgesagt. „Da sind wir froh, dass uns wenigstens diese eine Show geblieben ist“, meldete sich Bandmitglied Nico Klein zu Wort. Die Antwort der Fans folgte auf dem Fuße: „Wir feiern mit unseren Spatzen“– die Pfungstädter Bühne bebte.

Scherze und Pommesgabeln

Parallel heizte DJ Minime am Volksbank-Tower aber auch mächtig ein. „Heute rocken wir den Odenwald“, seine Ankündigung, der er mit rotierenden Plattentellern Taten folgen ließ. Die Menge nahm den Elektro-Sound dankend an. Hier wurde wie in einem Club getanzt. Die Tanzfläche brechend voll. Kaum ein Durchkommen und besser erst gar nicht mit vollen Gläsern probieren. Der DJ dabei stets zu Scherzen aufgelegt: Während des Songs „Good Feeling“ von Flo Rida ließ er beispielsweise einen Sound erklingen, als ob sein PC heruntergefahren wäre. Nach kurzer Irritation der feiernden Meute die Auflösung: „War natürlich nur ein Scherz“. Aber der sorgte für Abwechslung und Gelächter.

Die Finger in Form von „Pommesgabeln“ streckten hingegen am Samstagabend die Jungs von „Vivi“ gen Himmel. „Heiß und geil“, sei der Abend, erklärte Sängerin Julia Hoffmann, die mit ihren Kollegen Marcus Schwab (Gesang), Piotr Serafin (Gitarre), Oliver Lohmann (Gitarre), Marius Wyzgol (Keyboards), Michael Kaup (Schlagzeug) und Lajos Uglar (Bass) die Bühne „abfackeln“ wollte. Da durften auch die eigenen Singles „Dreamland“ und „Keep the Fight“ nicht fehlen, die einige Fans sogar kannten und mitsingen konnten.

Umsichtige Organisation

Wer statt rocken lieber abdancen wollte, der war abermals vorm Volksbank-Tower richtig: Hier gabs Mukke von „Flyingbeats“. Am Sonntagabend feierte zudem die Glamrock-Band „Cocks on the Run“ Pfingstmarkt-Premiere. Zum ersten Mal war die Band aus dem Odenwald dabei. Auch im Sparkassen Food Park und dem Old School Club war an allen Tagen mächtig was los. Würde man das Pfingstmarkt-Wochenende aus musikalischer Sicht zusammenfassen wollen, wären dafür gleich mehrere Adjektiv nötig: überwältigend, laut, mitreißend, vielfältig. Damit die Besucher bei all dem Angebot nicht den Überblick verloren, hatten die Veranstalter einen Flyer mit Wegeplan und Line-Up erstellt. So gesehen war der Pfingstmarkt in diesem Jahr auch wieder ein echtes Musik-Festival.