Volksfest

Die Kerwe in Mörlenbach hat einen Start nach Maß

Die Sonne und viele Ehrengäste begleiten die offizielle Eröffnung. Das Kerwepärchen stimmt auf das gesellige Treiben ein.

In der Kerwe Arena ist am Freitagabend das große Volksfest offiziell eröffnet worden. Unverzichtbar dabei: die Mörlenbacher Landsknechte. Sie weihten unter anderem den Kerwekranz, der bis Montag an der Weschnitzbrücke hängen wird. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Feuerwehrkapelle. Foto: Philipp Reimer Fotografie
In der Kerwe Arena ist am Freitagabend das große Volksfest offiziell eröffnet worden. Unverzichtbar dabei: die Mörlenbacher Landsknechte. Sie weihten unter anderem den Kerwekranz, der bis Montag an der Weschnitzbrücke hängen wird. Für den musikalischen Rahmen sorgte die Feuerwehrkapelle.

Es waren zwei präzise Schläge mit dem Hammer, dann floss der Gerstensaft in die Gläser. Gemessen an dem „geschmeidigen“ Fassbieranstich durch Bürgermeister Erik Kadesch steht einer gelungenen Mörlenbacher Kerwe nichts im Wege. Und das war beileibe nicht das einzige gute Vorzeichen bei der Eröffnung des viertägigen Volksfestes am Freitagabend. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, nachdem am Vormittag noch Gewitter und Regen für bange Blicke bei den Verantwortlichen gesorgt hatten.

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So aber strahlten am Abend die Teilnehmer am kleinen Umzug durch die Gemeinde mit der Sonne am Himmel um die Wette. Auffällig: Der Feuerwehrkapelle und den Landsknechten folgten dabei in diesem Jahr so viele Ehrengäste wie vielleicht nie zuvor. „Eine Wertschätzung für Mörlenbach“, kommentierte Kadesch das. Neben Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Meister (CDU) war darunter auch Landtagsmitglied Birgit Heitland (CDU). Aber auch ihre Herausfordererin um das Direktmandat des Kreises bei der Landtagswahl am 8. Oktober, Josefine Koebe (SPD), war unter den Gästen. Den Kreis Bergstraße vertrat Erste Beigeordnete Diana Stolz.

Das Weschnitztal wächst zusammen

„Da wächst wirklich etwas zusammen im Weschnitztal“, sagte Kadesch angesichts der Anwesenheit der Bürgermeister aus den Nachbargemeinden Fürth (Volker Oehlenschläger) und Birkenau (Milan Mapplassary). Sein Rimbacher Kollege Holger Schmitt befindet sich im Urlaub, der Lindenfelser Rathauschef Michael Helbig gibt sich beim Festzug am Sonntag auf besondere Art „die Ehre“: Er läuft bei der Trachtengruppe aus der Burgstadt mit.

Beim Einmarsch in die Kerwe Arena waren natürlich auch etliche Mandatsträger aus der Gemeindevertretung, dem Gemeindevorstand und den Ortsbeiräten dabei, an der Spitze Erster Beigeordneter Bodo Kalesse. Und auch Ehrenbürgermeister Lothar Knopf gehörte zum bunten Tross.

Bürgermeister Erik Kadesch gelang ein "gescmeidger" Fassbieranstich. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Bürgermeister Erik Kadesch gelang ein "gescmeidger" Fassbieranstich.

Wichtigste Personen waren aber Katharina Wolf und Franz Wrba: das Mörlenbacher Kerwepärchen 2023. Schließlich ist es dessen Aufgabe, das Fest mit dem Prolog zu eröffnen. Vor vielen Schaulustigen stimmten sie in Reimen auf das „Fest der Feste“ ein. Die Sorgen vergessen und sich stattdessen an dem „Grellen und Bunten“ zu erfreuen, war ihr Rat an das „Volk“. Die Summe des Lebens, „sind die schönen Stunden, die wir genießen“. Sie riefen zum Feiern in der Gemeinschaft, mit Familien und Freunden, auf und zur Toleranz untereinander. Dass dabei auch Alkohol fließen wird, ist eingepreist: „Wer schwankt und taumelt, der hat mehr vom Weg.“

Richtige Mischung und Balance

Etwas ernster, aber doch beschwingt vom Augenblick fiel die Eröffnungsrede von Kadesch aus. Er schürte unter anderem die Vorfreude auf den Festzug am Sonntag, der erstmals von Roland Junghans moderiert wird. Der wird am Kastanienplatz um 14 Uhr einen Prolog halten und dann die einzelnen Zugnummern kommentieren. Mit dabei sein werden wieder viele Kinder, wie Kadesch anmerkte. „Kommen Sie und winken Sie ihnen zu, das bleibt für die Mädchen und Jungen unvergessen“, bat er diejenigen, die nicht selbst am Festzug beteiligt sind.

Festsymbol: Der Kerwekranz ist geweiht und an der Weschnitzbrücke aufgehängt worden. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Festsymbol: Der Kerwekranz ist geweiht und an der Weschnitzbrücke aufgehängt worden.

Unter den Teilnehmern werden viele Menschen aus Mörlenbach sein, so wie die örtlichen Vereine auch wieder zahlreich auf der Festmeile vertreten sind. „Diese Mischung macht unsere Kerwe aus: professionelle Aussteller und einheimische Gruppen“, so Kadesch. In den kommenden Tagen werde auf der Festmeile wieder die richtige Balance zwischen Party und Geselligkeit gefunden – da ist sich der Bürgermeister sicher.

Ein traditioneller Bestandteil fehlte gestern am Eröffnungstag der Mörlenbacher Kerwe: das Feuerwerk. Kadesch dazu: „Der Gemeindevorstand hat beschlossen, ein solches nicht mehr stattfinden zu lassen. Wir finden, das ist nicht mehr zeitgemäß.“ Stattdessen war am späten Abend eine Drohnenshow geplant. „Der Heimat- und Verkehrsverein hat beschlossen, künftig jedes Jahr eine besondere Überraschung bei der Kerwe zu bieten“, versprach der Bürgermeister.