Im ehrenamtlichen Einsatz für die Sicherheit aller
Die Brandschützer des Kreises Bergstraße zeigen beim Wettbewerb in Fürth ihr Können. Zwei von ihnen erhalten eine besondere Auszeichnung.
Das Land Hessen dankt Klaus-Peter Engert und Gerhard Knapp für jahrzehntelangen ehrenamtlichen Einsatz für die Sicherheit der Bürger der Gemeinde Fürth. Im Zuge der Siegerehrung des Kreisentscheides der Hessischen Feuerwehrleistungsübung auf dem Gelände der Heinrich-Böll-Schule in Fürth überreichte der Landrat des Kreises Bergstraße, Christian Engelhardt, den Landesehrenbrief an die beiden Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Krumbach. Es ist die höchste Auszeichnung des Landes für ehrenamtliches Engagement.
Beide haben die für diese Auszeichnung erforderliche, mindestens zwölfjährige ehrenamtliche Tätigkeit bei Weitem übertroffen. Engert und Knapp gehörten zu den Gründungsmitgliedern der Jugendfeuerwehr des Ortsteils, die in diesem Jahr ihr 50-jähriges Jubiläum feiert.
Engert übernahm im Jahr 1990 das Amt des Vorsitzenden des Feuerwehrvereins, Knapp leitete drei Jahrzehnte, bis 2018, als Wehrführer die Einsatzabteilung der Ortsteilwehr, in deren Jugendfeuerwehr er als stellvertretender Jugendwart bereits in den 80er-Jahren Verantwortung übernommen hatte. Die Auszeichnung sei als Dank der Gesellschaft für das hohe Maß an Engagement, Mut und Leistungsbereitschaft für das Gemeinwohl zu verstehen, so Engelhardt. Beide hätten diese Tugenden in den Jahrzehnten ihrer Tätigkeit zur Sicherheit der Allgemeinheit eingebracht, lobte der Landrat die Lebensleistung der beiden Brandschützer.
Wachsende Herausforderungen
Die Mitgliedschaft in einer Feuerwehr sei weit mehr als ein Hobby, sondern ein freiwilliges Engagement, um den Brandschutz in den Ortschaften rund um die Uhr sicherzustellen und die Gesundheit der Bevölkerung ebenso zu schützen wie deren Hab und Gut. Eine Tätigkeit, die von essenzieller Bedeutung sei für die Kommunen, um die Pflichtaufgabe Brandschutz nachhaltig auf sichere Füße zu stellen.
Der Landrat wies auf die ständig wachsenden Herausforderungen am Einsatzort hin, auf die sich die Floriansjünger durch Fortbildungen und Übungen ebenfalls in ihrer Freizeit vorbereiteten. Er nannte den technischen Wandel und die damit verbundene veränderte Gefahrenlage bei der Kraftfahrzeugtechnik als Beispiel, mit der die Feuerwehrleute bei Verkehrsunfällen konfrontiert seien. Beschädigten Akkumulatoren von Elektrofahrzeugen, neuen Gefahrenquellen durch gasbetriebene Verbrennungsmotoren und in Zukunft auch durch Wasserstoffantriebe gelte es zu begegnen. Herausforderungen, die einmal durch ausreichende Mannschaftsstärke, Ausstattung und Übungen, aber zusätzlich nur durch ein großes Maß an persönlichem Engagement für das Gemeinwohl gestemmt werden könnten. Engert und Knapp hätten Letzteres in den vielen Jahrzehnten des Einsatzes für ihre Mitbürger in hohem Maße unter Beweis gestellt, wofür ihnen die Gesellschaft zum Dank verpflichtet sei.
Vordere Plätze für Weschnitztaler
Ein Engagement, bei dem die beiden aber nicht auf sich alleine gestellt sind. Das bewiesen die Wettkämpfe beim Kreisentscheid der Hessischen Feuerwehrleistungsübung, die an diesem Tag auf dem Schulgelände ausgetragen wurden. Bei einem fingierten Löschangriff mit Personenrettung stellten die Feuerwehren aus Fürth, aus der Umgebung und dem gesamten Kreisgebiet ihr „Gewusst-wie“ unter Einsatzbedingungen unter Beweis – vor den kritischen Augen der Schiedsrichter aus den Reihen der Feuerwehren aus dem Odenwaldkreis.
Den ersten Platz sicherte sich das Team I der Freiwilligen Feuerwehr Neckarsteinach/Grein, das 100 von 100 möglichen Punkten für seine Leistung zugesprochen bekam. Ihnen am dichtesten auf den Fersen war das Team Fürth III, gefolgt von den Mannschaften Rimbach I und Rimbach III. Insgesamt neun Feuerwehrriegen hatten ihre Fähigkeiten seit den frühen Morgenstunden demonstriert.
Engelhardt hob bei der Siegerehrung hervor, dass die Feuerwehrleute, nicht nur durch Einsätze, Schulungen und Übungen sich auf den Ernstfall vorbereiten, sondern darüber hinaus auch im kameradschaftlichen Miteinander ihre Fähigkeiten auf die Probe stellen. uf