Konsens bei Planungen auf der Juhöhe und zum Lindenhof
Im Mörlenbacher Bauausschuss gibt es keine Wortmeldungen bei der jeweils einstimmgen Empfehlung zu beiden Bauleitplanungen. Diese befinden sich in unterschiedlichen Stadien. Straßenbeleuchtung wird gedimmt.
Einstimmig und ohne weitere Wortmeldungen hat der Mörlenbacher Ausschuss für Bau, Umwelt, Energie und Dorfentwicklung am Dienstagabend zwei Bauleitplanung der Gemeindevertretung zur Verabschiedung empfohlen: die Bebauungspläne „Erweiterung auf der Juhöhe“ und „Lindenhof“ in Ober-Mumbach/Rohrbach. Allerdings befinden sich beide Verfahren in unterschiedlichen Stadien: Während auf der Juhöhe ein Satzungsbeschluss ansteht, und das Verfahren damit abgeschlossen ist, wird dieses um den Lindenhof mit dem anstehenden Aufstellungsbeschluss erst in die Wege geleitet.
Wie berichtet haben die neuen Besitzer große Pläne mit dem historischen Hofgut in Rohrbach. Sie wollen die gastronomische Nutzung ausweiten, ein Hotel mit rund 20 Zimmern integrieren und das als Kulturdenkmal klassifizierte Gelände „mit saisonalen Veranstaltungen zu einer festen Größe im kulturellen und gesellschaftlichen Leben Mörlenbachs“ entwickeln. So steht es in der Beschlussvorlage der Verwaltung für die aktuelle Sitzungsrunde der gemeindlichen Gremien. Hierfür müssen der Flächennutzungsplan geändert und ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Darüber entscheidet abschließend die Gemeindevertretung bei ihrer Sitzung am Dienstag, 20. Juni (20 Uhr, Bürgerhaus).
Gleiches gilt für die Erweiterung des Bebauungsplans auf der Juhöhe. Im Zuge einer „maßvollen Innenverdichtung“, wie es Ausschussvorsitzender Frank Sürmann (FDP) ausdrückte, soll dabei zusätzlicher Wohnraum geschaffen werden. Die Rückmeldungen im Zuge der Beteiligung der Öffentlichkeit und der sogenannten Träger öffentlicher Belange hatten zu keinen Änderungen in der Planung Anlass gegeben.
Gedimmte Straßenbeleuchtung
Folgt die Gemeindevertretung der Empfehlung des Ausschusses, dann wird die Straßenbeleuchtung in Mörlenbach künftig von 21 bis 6 Uhr gedimmt – sprich: die Helligkeit heruntergefahren. Bislang ist dies nur zwischen Mitternacht und 5 Uhr der Fall. Von der zeitlichen Ausweitung der Abdunkelung verspricht sich die Gemeinde eine Einsparung von fast 37 000 Kilowattstunden pro Jahr, was einem um 3,6 Tonnen reduzierten Ausstoß von Kohlendioxid per anno entsprechen würde. Bei den aktuellen Energiepreisen wäre der Mörlenbacher Haushalt damit um rund 12 000 Euro entlastet, rechnete Sürmann aus. Damit hätte sich die 8000 Euro schwere Investition in die nötige Gerätschaft finanziell schnell amortisiert. Die einheitliche Absenkung der Helligkeit ist nämlich „technisch nicht so einfach, wie man vielleicht denken könnte“, erklärte Bürgermeister Erik Kadesch.
Insgesamt ist sich der Rathauschef aber sicher, dass dies der richtige Weg ist. Ein Blick in die Nachbarschaft scheint dies zu bestätigen: Auch in Fürth und Rimbach wird die nächtliche Absenkung der Leutkraft von Straßenlaternen zeitlich ausgedehnt. Um dem Sicherheitsbedürfnis der Menschen Rechnung zu tragen, wird auf eine komplette Abschaltung aber in allen Gemeinden verzichtet. Florian Gottstein erinnerte daran, dass die Grünen mit einem vergleichbaren Antrag vor einem Jahr in der Gemeindevertretung noch gescheitert waren: „Schön, dass das jetzt nachgeholt wird.“