Meister und Fetsch legen im Weschnitztal und im Überwald kräftig zu
So hat der Odenwald gewählt. Mit 45,8 Prozent erreichte der Direktkandidat der Bergsträßer CDU bei der Bundestagswahl am Sonntag das kreisweit beste Ergebnis.
Odenwald. Auf die Abtsteinacher kann sich Dr. Michael Meister weiter verlassen: Mit 45,8 Prozent erreichte der Direktkandidat der Bergsträßer CDU bei der Bundestagswahl am Sonntag das kreisweit beste Ergebnis – wieder einmal. Die Odenwälder haben ihn insgesamt mit einem sehr guten Ergebnis ausgestattet, in den acht Gemeinden toppte er mit 37,3 Prozent sogar noch das Kreisergebnis von 36,3 Prozent und liegt damit auch deutlich über den 28,4 Prozent, den seine Partei bundesweit erreichte. Und er übertraf das Odenwälder Resultat der CDU, die bei den Zweitstimmen auf 32,6 Prozent kam.
Neben Birkenau ist die Hardberggemeinde auch die einzige im Odenwald, in der der AfD-Kandidat Thomas Fetsch unter der 20-Prozent-Marke blieb. Während er in Abtsteinach bei 19,1 Prozent landete, kam er in der Sonnenuhrengemeinde auf 18,5 Prozent. Dennoch bedeutete dies eine Steigerung von 10,2 beziehungsweise 8,9 Prozentpunkten gegenüber der vergangenen Bundestagswahl.
Birkenau: In der Weschnitztaler Gemeinde holte Meister sein bestes Resultat in Hornbach mit 30,2 Prozent, Fetsch kam in den Wahlbezirken Birkenau IV auf 24,5 und in Nieder-Liebersbach II auf 24,7 Prozent. SPD-Kandidat Sven Wingerter schnitt mit 24,4 Prozent im Wahlbezirk Birkenau VI am besten ab.
35,2 Prozent für Fetsch
Fürth: Hier stach das AfD-Ergebnis im Ortsteil Lörzenbach heraus, weil Fetsch auf hohe 35,2 Prozent kam, gefolgt von den Wahlbezirken Fürth III mit 32,7 und Brombach/Kröckelbach mit 31,4 Prozent. Meister lag in Erlenbach/Seidenbach mit 41,3 Prozent über sowie in Brombach/Kröckelbach genau auf der 40-Prozent-Marke. Wingerter lag nur im Wahlbezirk Fürth I (23,6 Prozent) und in Fahrenbach (22,1 Prozent) über der 20er-Grenze.
Grasellenbach: Die SPD fährt bei Urnengängen in der Überwaldgemeinde immer wieder gute Ergebnisse ein, so verbuchte Wingerter mit 29,1 Prozent den größten Stimmenanteil in Wahlen. Aber auch hier behielt Meister in allen Ortsteil die Oberhand, im Wahlbezirk Hammelbach II entfielen 34,5 Prozent auf ihn, bei der Briefwahl 37,5 Prozent. In Hammelbach II schaffte es Fetsch mit 30,7 Prozent über die 30er-Marke, bei der Briefwahl blieb er mit 18,6 Prozent dagegen unter der 20.
Gorxheimertal: In der Talgemeinde dominierte Meister das Wahlgeschehen mit 36,4 Prozent in Unter-Flockenbach/Gorxheim und 31,9 Prozent in Trösel, bei der Briefwahl schoss sein Ergebnis sogar auf 44,6 Prozent hoch. In Trösel kam Fetsch auf hohe 28,5 Prozent, fiel in der Briefwahl aber mit 15,4 Prozent zurück. Wingerter lag hier jeweils um die 19 Prozent herum.
Mörlenbach: Für Fetsch und die AfD war Mörlenbach ein gutes Pflaster, in allen Ortsteilen lag der Kandidat über dem Kreisergebnis, den höchsten Wert verzeichnete er in Vöckelsbach mit 31,6 Prozent. Hier lag er sogar vor Meister (26,3 Prozent). Ansonsten lag der CDU-Kandidat stabil im Bereich von 35 Prozent, bei der Briefwahl kam er in beiden Bezirken sogar an die 44 Prozent heran. Für Wingerter gab es den höchsten Stimmenanteil in Vöckelsbach mit 21,5 Prozent – hier schafft übrigens auch die Grünen-Kandidatin Evelyn Berg mit 10,5 Prozent ihr bestes Mörlenbacher Ergebnis – und in Bonsweiher/Juhöhe mit 20,7 Prozent.
Rimbach: Außer in Albersbach (18,8 Prozent) gab es für Fetsch in der Weschnitztalgemeinde durch die Bank starke Zahlen, in den Wahlbezirken Rimbach III (30,8) und IV (31,0) sowie in Lauten-Weschnitz (33,5) lag der AfD-Kandidat sogar vor Meister. Der holte in Zotzenbach II mit 40,7 Prozent sein bestes Ergebnis, machte aber auch bei der Briefwahl mit durchweg über 40 Prozent Boden gut. Aber auch Wingerter hielt sich ordentlich, lag in Albersbach mit 30,8 Prozent sogar noch vor Meister (30,1).
Wald-Michelbach: Die Überwaldgemeinde sorgte für die SPD meist für ordentliche Ergebnisse, sie hat ja auch mit Dr. Sascha Weber den einzigen sozialdemokratischen Bürgermeister im Odenwald. Doch seine Heimatgemeinde war für Wingerter kein gutes Pflaster, nur im Wahlbezirk Wald-Michelbach IV sowie bei der Briefwahl kam er über die 20-Prozent-Marke. Stattdessen gab es hohe Gewinne für Fetsch, der in Wald-Michelbach III (31,4), in Affolterbach (30,7), in Hartenrod (30,6) und in Schönmattenwag (31,0) über die 30 Prozent kam. Meister bekam wenig Unterstützung in Hartenrod (21,4) und Wald-Michelbach III (26,7), setzte sich aber in allen weiteren Wahlbezirken durch.