Gorxheim

„Quidditch-Turnier“ mit eigenen Besen

40 Kinder sind bei Jubiläums-Zeltlager des TV Gorxheim im Schwarzwald dabei und erleben spannende Tage mit dem Thema „Harry Potter“.

Das Zeltlager des TV Gorxheim stand unter dem Motto „Harry Potter und die Zauberschule Hogwarts“. Auch in diesem Jahr durfte der Liedvortrag am Besuchersonntag nicht fehlen. Foto: Klaus Lemke
Das Zeltlager des TV Gorxheim stand unter dem Motto „Harry Potter und die Zauberschule Hogwarts“. Auch in diesem Jahr durfte der Liedvortrag am Besuchersonntag nicht fehlen.

Die Regenpause kam am Besuchersonntag gerade zur rechten Zeit. So wurde die kleine Feierstunde zum Zeltlager-Jubiläum doch noch unter freiem Himmel abgehalten. Vor 50 Jahren, also im Jahr 1973, fand erstmals ein Zeltlager des TV Gorxheim (TVG) auf dem Gelände des ehemaligen Kurbades Bad Sulzbach statt, das sich seinerzeit noch in öffentlicher Hand befand.

Karl Schmid aus Lautenbach war ein Jahr zuvor wegen einer Lehre nach Weinheim gekommen und fand im benachbarten Gorxheimertal mit dem TVG einen Turnverein, in dem er seinen Sport weiter betreiben konnte. Er vermittelte dem ersten Zeltlagerleiter Erich König den Kontakt zum noch heute genutzten Gelände. Im Jahr 1998 wechselte das Areal in den Privatbesitz von Hadi Schmidt und seiner Familie. In einer launigen Erzählung stellte Schmidt im Rahmen der Feierstunde dar, wie es dazu gekommen war, dass der TVG auch weiter seine Zelte im Sulzbachtal aufstellen durfte.

Zentrale Bedingung war dabei das Einstudieren und Vortragen des Badnerliedes durch die Gäste aus Hessen – was von den Zeltlagerkindern nach den Redebeiträgen auch einmal mehr erfüllt wurde. Er dankte außerdem dem Zeltlagerteam für die 25-jährige Zusammenarbeit – ein weiteres Jubiläum– und die daraus entstandene Freundschaft.

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Jahrzehntelange Verbundenheit

Neben den Eltern, ehemaligen Teilnehmern und Betreuern sowie zahlreichen Vereinsmitgliedern war auch der stellvertretende Bürgermeister der gastgebenden Gemeinde Lautenbach, Markus Kohler, auf den Zeltplatz gekommen. Er vertrat den im Urlaub weilenden Bürgermeister Thomas Krechtler, der es sich nach seiner Rückkehr am Ende des Lagers dennoch nicht nehmen ließ, den Kindern persönlich ein Eis zu überreichen. Kohler lobte das Engagement der Verantwortlichen des Zeltlagers sowie der Familie Schmidt und dankte für die jahrzehntelange Verbundenheit zur Gemeinde Lautenbach. Außerdem scheute auch Uwe Spitzer, Bürgermeister von Gorxheimertal, die Anreise in den Schwarzwald nicht und würdigte die langjährigen Verdienste des Vereins im Bereich der Jugendarbeit.

Pünktlich zum Abschluss des offiziellen Teils setzte der Regen dann auch wieder ein, sodass alle Beteiligten sogleich unter die Zeltdächer eilten, wo der Besuchersonntag bei Kaffee und Kuchen ausklang. Möglicherweise war das eine oder andere Zeltlagerkind dann auch ganz froh, als der Trubel um die Jubiläumsfeierlichkeiten vorüber war und das normale Lagerleben wieder Einzug hielt: Denn das bot allerhand spannende Aktivitäten.

Zeltlager wird zu Hogwarts

Das Betreuerteam hatte das diesjährige Lager unter das Motto „Harry Potter und die Zauberschule Hogwarts“ gestellt. Nach dem der „Sprechende Hut“ die Kinder den vier verschiedenen Teams („Häusern“) zugeteilt hatte, wurden alle Beteiligten beim Kinoabend mit „Harry Potter und der Stein der Weisen“ auf den notwendigen Wissensstand gebracht. Über die zehn Tage verteilt wurden dann Zauberstäbe geschnitzt und verziert, versteckte Hinweise gesucht sowie Besen gebunden, mit denen dann ein turbulentes „Quidditch-Turnier“ ausgetragen wurde.

Natürlich durften bei all der Zauberei die alljährlich heiß ersehnten Programmpunkte Europapark und Zeltlagerdisco nicht fehlen. Dass das Wetter – vor allem in der ersten Woche – viel Regen bereithielt, tat der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch.

Vielmehr sahen alle auch das positive an der feuchten Witterung. Schließlich konnte so das Abschlusslagerfeuer mit Grillwurst und Stockbrot wieder stattfinden, dass im vergangenen Jahr noch wegen der extremen Trockenheit ausfallen musste. Dabei tat sich am Abend sogar noch der Sternenhimmel auf – ganz sicher ein gutes Zeichen für das Zeltlager im nächsten Jahr.