Wald-Michelbach

ÜWG-Schauspieler überzeugen bei zwei Stücken an einem Abend

Ihr Können stellten die jungen Schauspieltalente des ÜWG gleich doppelt unter Beweis: beim satirischen Weihnachtsstück "Mord unterm Weihnachtsbaum" und bei einer weihnachtlichen Improvisationsshow.

Im Rahmen der Aufführungswoche am ÜWG kurz vor Weihnachten gab es gleich zwei Theateraufführungen zu sehen. Foto: Fritz Kopetzky
Im Rahmen der Aufführungswoche am ÜWG kurz vor Weihnachten gab es gleich zwei Theateraufführungen zu sehen.

Die beiden Theatergruppen des Überwald-Gymnasiums Wald-Michelbach begeisterten die Besucher im voll besetzten Filmraum. Mit dem satirischen Weihnachtsstück „Mord unterm Weihnachtsbaum“ der Theater-Wahlunterricht der neunten und zehnten Klasse und einer weihnachtlichen Improvisationsshow der Theater-AG der Oberstufe zeigten die jungen Künstler ihr großartiges Können.

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In seiner Begrüßungsrede hob der zuständige Regisseur Martin d´Idler die große Kreativität und brillante Improvisationsfähigkeit der beiden Gruppen hervor.

Theater hat lange Tradition

Theaterspielen macht nicht nur Spaß, sondern es dient auch auf vielfältige Weise der Bildung von Kindern und Jugendlichen: Kreativität, Konzentration, Präsenz, Zusammenarbeit, das Sprechen vor einer Gruppe, Selbstreflexion und noch vieles mehr werden hier geübt. Ausdrucksstarke Schüler finden hier eine Bühne, aber auch eher zurückhaltende Schüler können hier neue Seiten an sich entdecken. Somit stellt das Schultheater eine wertvolle Ergänzung zum musikalischen Schwerpunkt des Überwald-Gymnasiums dar.

Im Rahmen des Wahlunterrichts in den neunten und zehnten Klassen wird eine Theater-AG angeboten. Unter der Leitung von d’Idler werden hier grundlegende Techniken des Theaterspiels erprobt. In der Oberstufe wird eine Theater-AG angeboten, die ebenfalls von d’Idler geleitet wird. Hier werden eigene Stücke inszeniert, die von Lehrern und Schülern gemeinsam entwickelt werden, von der ersten Idee bis zum fertigen Text auf der Bühne.

In dem von der Theater-AG erarbeiteten Stück „Mord unterm Weihnachtsbaum“ wird eine ganz normale Familie von Elfen und dem Weihnachtsmann besucht und in Entführungen und Kinderarbeit verstrickt. Zwei Schwestern sind in der Küche am Diskutieren als der Weihnachtsmann und der Haupt-Elf eintreten. Die beiden wollen überprüfen, ob die Kinder für das bevorstehende Weihnachtsfest auch brav waren – was sie mit einem Überwachungsprogramm auf einem Tablet widerlegen können.

Kurz darauf tauchen zwei Elfen auf, die eine der Schwestern im Auftrag des Weihnachtsmannes zum Nordpol bringen soll. Sie bringen den ankommenden Vater mit Elfenpulver zum Vergessen, aber verwenden leider zu viel davon. Der Vater stirbt und die Tochter ist wie vom Erdboden verschluckt. Die Mutter beschuldigt die Schwester, geht aber erst einmal einkaufen. Dann alarmiert sie die Polizei, die die Ermittlungen aufnimmt. Die entführte Schwester soll mit ihrer Freundin am Nordpol Geschenke für den Weihnachtsmann nähen. Doch dann taucht die Polizei auf und nimmt die Elfen und den Weihnachtsmann fest.

Das Stück endete mit der Frage der Schauspieler an das Publikum: Wer soll jetzt die Weihnachtsgeschenke basteln“. Ein Problem, mit dem sich die Zuschauer dann auseinandersetzen durften.

Alltag humorvoll umgesetzt

Die Theater-AG der Oberstufe zeigte im Anschluss beeindruckende und humorvolle Improvisationen mit weihnachtlichen Alltagsszenen. Dabei wurden die einzelnen Themen mit unterschiedlichen Emotionen dargestellt – so wurde der Krippenaufbau normal, erotisch oder in Hass getaucht dargestellt.

Der Höhepunkt war dann die Sportschau mit einem Interview eines Eiskunstlauftrainers für Eisbären. Es stellte sich heraus, dass dies ein gefährlicher Beruf ist und er nun Basketball spielende Pinguine trainieren möchte. Eine Geschichte mit dem fortlaufenden Alphabet, eine Inversion, das Erraten des Weihnachtsgeschenks, „3 Leichen rückwärts“ und das Toasterspiel brachten die Zuschauer mehrfach zum Lachen. Den Abschluss bildete ein Medley aus allen Elementen des Abends mit der Hiobsbotschaft, dass zum Leidwesen der Weihnachtsmarktbesucher 500 Liter in den Stadtbrunnen geflossen waren.

Nach lang anhaltendem, tosendem Applaus für die brillante Leistung der jungen Schauspieler der beiden Theatergruppen des Überwald-Gymnasiums bedankte sich der stellvertretende Rektor Ekkehard Müller bei allen Mitwirkenden des Abends sowie beim Regisseur Martin d’Idler.

Müller betonte, dass die Theateraufführung der Auftakt zur weihnachtlichen Veranstaltungswoche des Überwald-Gymnasiums sei, zu der auch die Adventskonzerte am vergangenen Mittwoch und Donnerstag gehörten. So ging ein Abend zu Ende, der humorvolle und eindrucksvolle Momente in sich vereinte.