Denis Klefenz verabschiedet sich mit einem schönen Fest
Der Hauptorganisator kündigt bei der 43. Auflage des Hemsbacher Bachgassenfestes seinen Rückzug an. Herbert Stöcker wird für seine Verdienste zum Ehrenbachgässler ernannt.
Zurück zu den Anfängen: Sechs Vereine und neun Gewerbetreibende feierten am Samstagabend Bachgassenfest und trotzten damit dem wechselhaften Wetter. Zum 43. Mal hatten die IG Bachgasse und der Gewerbeverein Hemsbach so zum Fest geladen.
Am Morgen hatte Hauptorganisator Denis Klefenz beim Anblick des grauverhangenen Himmels mit sich gehadert „Wäre ja auch eine Option gewesen, das Ganze in die morgen beziehungsweise Mittagsstunden zu verlegen. Aber wir wollen den Geschäftsleuten ja nicht das Geschäft streitig machen und alles unter einen Hut bringen.“
Der Ursprung
Klefenz ist seit zehn Jahren mit der Organisation betraut, erinnerte aber an die Anfangsjahre des Bachgassenfestes. Denn in den 70er-Jahren, als der Bach verdolt wurde und es lange eine Baustelle gab, war für die Ladenbesitzer angesichts dieser Situation Einzelhandel kaum möglich gewesen. So wurde das Fest ins Leben gerufen, um die Kaufkraft der Hemsbacher vor Ort zu stärken. Ein Konzept, das aufging und seither viele Menschen in die Straße lockte. So auch am Samstagabend. Und das trotz Regenschauer und herbstlicher Temperaturen.
„Das Fest war gut besucht und der kurze Regen hatte keinen Einfluss auf die Besucher“, so Klefenz. Im Gegenteil: „Wir hatten den Hunger und den Durst der Besucher unterschätzt. Es hätte mehr Bier und mehr Essen geben können.“ Auch die Geschäftsleute seien von der Verschiebung in den Abend begeistert gewesen.
Kraft und Nerven gekostet
Die Flohmarktstandbetreiber, die bereits am Mittag ihre Waren feilboten, seien hingegen geteilter Meinung gewesen. Man könne es leider aber nicht immer allen recht machen. Ein Ansinnen, das Denis Klefenz in den letzten Jahren viel Kraft und auch mal Nerven gekostet hat. Daher hat er beschlossen, sein Amt als Bauchgassenfest-Planer niederzulegen. „Ich werde jetzt 40 Jahre und es ist mal jemand anderes dran“, befand er.
Die jüngste Veranstaltung sei aber ein würdiger Abschluss gewesen, wie er selbst findet. Dass er Herbert Stöcker im Rahmen der Feierlichkeiten auszeichnen konnte – so hat es seit Jahren Tradition, – einem Menschen, der sich für den Ort oder die Bachgasse verdient gemacht hat, Ehre zu zollen, erfüllt Klefenz mit stolz.
Geboren in den 50er-Jahren hatte Stöcker nicht nur zahlreiche persönliche Meilensteine erreicht, sondern auch beruflich und familiär großartiges geleistet. „In den 80er-Jahren bewies er sein Organisationstalent und Durchsetzungsvermögen. Stöcker wagte den Schritt in die Selbstständigkeit und bewies damit Mut und Kreativität.“
Große Stütze beim Altstadtlauf
Heute ist Stöcker nicht nur zweifacher Vater, sondern auch zweifacher Opa – und trotz privater Verpflichtungen sei sein Einsatz für andere, sein wertschätzendes Verhalten und die Unterstützung, die er anderen zuteilwerden lässt, ungeschlagen und einmalig. Als leidenschaftlicher Sportler sei er auch immer eine große Stütze beim Hemsbacher Altstadtlauf gewesen. Zuletzt hat sich Stöcker für die Ukraine engagiert und fuhr Lastwagen mit Hilfsmitteln an die Grenze.