Auszeichnung

Dr. Karl A. Lamers Friedens-Stiftung: Friedenspreis für Lara Wagner (18) aus Weinheim 

Die junge Preisträgerin vom Privatgymnasium Weinheim analysiert die Bedeutung von Bündnisschließungen in Zeiten politischer Spannungen.

Die Dr. Karl A. Lamers Friedens-Stiftung hat auch in diesem Jahr wieder Schüler für ihre besonderen Beiträge zum Thema „Frieden und Freiheit“ ausgezeichnet. Dazu gehörte in diesem Jahr auch Lara Wagner vom Privatgymnasium Weinheim (3. von rechts). Die übrigen Preisträger kommen aus Heidelberg. Foto: Dr. Karl A. Lamers Friedens-Stiftung
Die Dr. Karl A. Lamers Friedens-Stiftung hat auch in diesem Jahr wieder Schüler für ihre besonderen Beiträge zum Thema „Frieden und Freiheit“ ausgezeichnet. Dazu gehörte in diesem Jahr auch Lara Wagner vom Privatgymnasium Weinheim (3. von rechts). Die übrigen Preisträger kommen aus Heidelberg.

Weinheim/Heidelberg. Die Dr. Karl A. Lamers Friedens-Stiftung hat auch in diesem Jahr wieder Schüler aus dem ehemaligen Bundestagswahlkreis Heidelberg/Weinheim des Gründers für ihre besonderen Beiträge zum Thema „Frieden und Freiheit erfordern die Geschlossenheit von Bündnispartnern mit gleichen Wertvorstellungen – wie kann man diese Geschlossenheit erreichen?“. Eine der Preisträgerinnen kommt aus Weinheim.

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Impressum

Prof. h. c. Dr. Karl A. Lamers betonte bei der Preisverleihung, wie wichtig es sei, jungen Menschen schon in jungen Jahren zu vermitteln, „dass Frieden und Freiheit nicht selbstverständlich sind“. Die eingereichten Arbeiten zeigten, wie intensiv und reflektiert sich Jugendliche mit politischen, gesellschaftlichen und ethischen Fragen auseinandersetzen. Sönke Asmussen, Sprecher der Jury, hob hervor, dass die eingereichten Beiträge sehr bemerkenswert und von hoher Qualität seien. So sei es für die Jury nicht leicht gewesen, unter den eingereichten Beiträgen die besten zu ermitteln.

Sieben Preise vergeben

Wie aus einer Pressemitteilung der Stiftung hervorgeht, wurden in diesem Jahr sieben Preise mit einem Gesamtwert von 2.500 Euro vergeben. Die unabhängige Jury würdigte sowohl fundierte Analysen als auch kreative Lösungsansätze. Der erste Preis (600 Euro) ging an Moritz Prosper Horber vom St.-Raphael-Gymnasium (Heidelberg). Nach Auffassung des Preisträgers ist Freiheit als politische Wertebasis zu verstehen, die alle Bündnispartner teilen und gemeinsam verteidigen. Dazu zählen für ihn unter anderem Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte sowie Meinungs-, Presse- und Versammlungsfreiheit. Leon Curic vom Bunsen-Gymnasium (Heidelberg) sicherte sich den zweiten Platz (500 Euro) mit einem differenzierten Blick auf das Spannungsverhältnis zwischen nationalen Interessen und gemeinschaftlicher Wertebasis innerhalb von Bündnissen. Justus Janda vom Helmholtz-Gymnasium (Heidelberg) erhielt den dritten Preis (400 Euro) für eine „reife Gesamtleistung, die durch Eigenständigkeit und kritisches Denken besticht“, wie die Jury erklärte.

Lara Wagner aus Weinheim

Zwei vierte Preise (je 300 Euro) wurden an Johann Maria Keyl vom Bunsen-Gymnasium und Maya Malki vom Helmholtz-Gymnasium vergeben. Zwei fünfte Preise (je 200 Euro) gingen an Andreas Florescu vom Helmholtz-Gymnasium und Lara Wagner vom Privatgymnasium Weinheim. „Sie wurde für ihre anschauliche Darstellung gesellschaftlicher Einflussfaktoren auf Bündnisse ausgezeichnet“, schreibt die Stiftung. Mit Blick auf den Ukraine-Krieg führte sie aus, wie wichtig ein geeintes Bündnis gerade in einer Krisensituation sei. Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in den USA sehe sie die Geschlossenheit des NATO-Bündnisses gefährdet. Doch gerade diese Geschlossenheit wäre ein hohes Gut.

Die feierliche Veranstaltung wurde musikalisch umrahmt von Luca Schnitzer (Alt-Saxofon) und Andrii Tarasiuk (Klavier) vom St.-Raphael-Gymnasium. Zum Abschluss überbrachte Hans Peter Lange, Vorstandsmitglied der Friedens-Stiftung, die Nachricht, dass sieben Unternehmer zusammen der Friedens-Stiftung eine Spende in Höhe von 10.000 Euro zukommen lassen. Mit diesem Geld solle die Friedens-Stiftung künftig auch in der Republik Estland verankert werden, so Lamers, der Honorarkonsul der Republik Estland ist.