Etwaiges Böllerverbot an Silvester wird heiß diskutiert
Aufgrund der Afrikanischen Schweinepest könnte es 2024 zum Verbot von Böllern, Feuerwerk und Co. an Silvester kommen. Die vorherrschende Meinung der User überrascht.
Ein mögliches Verbot von Feuerwerk und Böllern an Silvester sorgt in den Kommentarspalten der Sozialen Medien für eine kontroverse Debatte. Hintergrund ist die Afrikanische Schweinepest (ASP), wegen der aktuell in Teilen des Rhein-Neckar-Kreises und des Kreises Bergstraße Restriktionen herrschen (wir haben berichtet). Auf Nachfrage geben die Landratsämter beider Kreise an, noch in der Abstimmung darüber zu sein, ob das Feuerwerksverbot auch an Silvester zum Tragen kommt.
Jochen L. kommentiert auf Instagram, dass er ein Böllerverbot begrüßen würde: „Ich bin auch dagegen (dass geböllert wird; Anm. d. Red.), nicht unbedingt wegen der Wildschweinpest, sondern wegen der Hunde und anderer Tiere, wegen der Umwelt und der ganzen Feuerwehr- und Notarzteinsätze.“
Ein weiterer Nutzer knüpft an diesen Gedanken an: Er fragt sich, wieso das ganze Jahr über Umweltschutz gesprochen wird und dann an einem einzigen Abend eine derart große Umweltverschmutzung stattfindet.
Auf Facebook überwiegen deutlich die kritischeren Stimmen. „Allein wegen dem ganzen Müll, der am Tag nach Silvester überall herumliegt, gehört das endlich mal abgeschafft. Letztes Jahr haben Leute auf dem Netto Parkplatz munter geböllert und gefeiert und einen Riesen-Haufen Müll dort einfach liegen gelassen“, schreibt etwa Michaela S. Und Elke H. meint: „Wenn hier im Kreis Feuerwerk erlaubt wird, dann kann ich auch mit meinem Hund ohne Leine spazieren gehen. Da wird ein Riesen-Tamtam gemacht und hohe Bußgelder angedroht, weil ein Hund ein Wildschwein in Panik versetzen könnte.“
Schärfer ist der Ton auch bei denjenigen, die ein Böllerverbot strikt ablehnen. Thorsten N.: „Dürfen? Wo leben wir denn? ASP wird völlig übertrieben. Es ist wie damals zu Corona-Zeiten. Von Montag bis Samstag hört man Kettensägen und Lkws im Wald. Aber die Hunde sollen an der Leine bleiben und am besten noch das Feuerwerk verbieten. “ Simone F. ist um die wiederholten Debatten um ein Böllerverbot genervt. Sie plädiert dafür, dass sich die Leute doch einmal im Jahr für die eine Stunde, während der Feuerwerk gezündet wird, zusammenreißen könnten.
Überraschenderweise überwiegen in den Sozialen Medien diejenigen Stimmen, die sich für ein Böllerverbot positionieren. Weniger wegen der ASP, sondern mehr wegen der Belastung für Tiere und Umwelt. In einer Umfrage auf www.wnoz.de halten sich die Meinungen die Waage. Während 48 Prozent der Teilnehmer angeben, „Böllern gehört für mich an Silvester unbedingt dazu“, meinen 45 Prozent, dass es gerne verboten werden darf. Sechs Prozent ist es schlichtweg „egal“.