Laudenbach

700 Euro für Hinweise zum gestohlenen Frosch aus Laudenbach

Eine Figur aus der Froschkapelle am beliebten Froschkreisel ist verschwunden. Für Hinweise winkt nun eine Belohnung.

Der Froschkreisel in Laudenbach. Foto: Marco Schilling
Der Froschkreisel in Laudenbach.

Jeder kennt ihn, jeder liebt ihn: den Froschkreisel in Laudenbach. Doch jetzt wurde er zum Ziel von Kriminellen. Am Freitagvormittag wurde eine Metallskulptur von einer Verkehrsinsel am Ortseingang Laudenbach von unbekannten Tätern entwendet, schreibt die Polizei in einer Pressemitteilung. Aus der sogenannten "Froschkapelle", die sich auf der Verkehrsinsel der Hauptstraße zur Einmündung "Südspange" befindet, wurde der "Hornbläser" auf unbekannte Weise abtransportiert. Der Diebstahlsschaden beläuft sich auf etwa 3500 Euro.

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Die Froschfigur samt Tuba (rechts im Hintergrund) wurde am Froschkreisel in Laudenbach gestohlen. Foto: Gemeinde Laudenbach
Die Froschfigur samt Tuba (rechts im Hintergrund) wurde am Froschkreisel in Laudenbach gestohlen.

Tuba-Frosch fehlt

Seit dem Bau der Südspange vor 17 Jahren steht die neunfröschige Musikantengruppe auf dem Kreisel südlich vor Laudenbach und grüßt Autofahrer. Seitdem sind die Frösche dort zu einem Kulturgut in der kleinen Bergstraßengemeinde geworden. „Das ist kein schlechter Scherz, sondern eine Straftat“, betont Bürgermeister Benjamin Köpfle. Die Gemeinde hat den Fall am Freitag umgehend zur Anzeige gebracht. Zu diesem Zeitpunkt ist bei Schnittarbeiten aufgefallen, dass der tubaspielende Frosch fehlt.

Der Musikant mit dem Blechblasinstrument, der am nächsten Punkt zum Ort stand, könnte dem kleinen Orchester aber schon länger fehlen als bisher angenommen. Zusätzlich zu dem „natürlichen Sichtschutz“, den die Frösche in dieser Jahreszeit genießen, bot in den vergangenen Wochen die Sperrung der B 3 zusätzlichen Schutz vor Beobachtern. Während die Polizei in Hemsbach bereits auf Zeugensuche ist, sucht die Gemeinde deshalb nach Fotografen, die den Kreisel und seine Frösche in den vergangenen Wochen abgelichtet haben. So könnte der Tatzeitpunkt genauer eingegrenzt werden.

Für die Laudenbacher wiegt umso schwerer: Das Metalltier könnte vorerst unwiederbringlich verschwunden sein, denn der ortsansässige Hersteller stellt inzwischen keine Metallfrösche mehr her. Deshalb hofft auch Kerwevereinsvorsitzender Werner Schmalz, dass der Frosch mit der Tuba doch wieder auftaucht – und die Froschgemeinde wieder komplett ist.

700 Euro Belohnung

Wie wichtig der Froschgemeinde ihr Wahrzeichen ist, zeigt nun die Reaktion. Die Verwaltung hat für Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen, eine Belohnung von 200 Euro ausgelobt. Der Kerweverein legt zusätzlich 500 Euro obendrauf. So winken insgesamt 700 Euro für sachdienliche Hinweise.