Weinheim

Schon wieder! Lkw bleibt im Weinheimer Suezkanalweg stecken

Der Suezkanalweg ist momentan gesperrt. Für die Bahnbrücke gibt die Deutsche Bahn immerhin Entwarnung.

Die Bahnstrecke oberhalb der Unterführung wurde inzwischen wieder freigegeben. Foto: Gabriel Schwab
Die Bahnstrecke oberhalb der Unterführung wurde inzwischen wieder freigegeben.

Rums, da blieb der nächste Lkw stecken. Heute Vormittag rauschte wieder ein zu hohes Fahrzeug in die 2,5 Meter hohe Unterführung im Weinheimer Suezkanalweg. Sattelschlepper und Anhänger wurden bei dem Unfall stark demoliert. Der Fahrer blieb unverletzt. An der Bahnbrücke klafft eine Lücke. Ob der Schaden bei dem heutigen Unfall oder bei einem der zahlreichen Crashs in der Vergangenheit entstanden war, ist nicht bekannt. Sicherheitsrelevante Bedenken hatte ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn vor Ort aber nicht. „Wir haben die Strecke auch schon wieder freigegeben“, sagte der Sachverständige unserer Redaktion. Der Suezkanalweg war vom Parkplatz des Unternehmens Viscofan (ehemals Naturin) kommend und in Richtung B 3 gesperrt. Der Lkw musste abgeschleppt werden. Die Lebensmittel wurden in einen zweiten, schnell herbeigerufenen, Lieferwagen umgeladen.

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Für Lkws wird es im Suezkanalweg oft eng. Foto: Gabriel Schwab
Für Lkws wird es im Suezkanalweg oft eng.

Die Brücke und der Brummi – ein Thema, das so zäh ist, wie Kaugummi. Immer wieder bleiben Lkw, Wohnmobile und Co. im Suezkanalweg stecken. Und das, obwohl zahlreiche Hinweisschilder auf die Höhenbegrenzung aufmerksam machen. Bereits auf der B 3 ist das Einfahrverbot für Fahrzeuge über 2,50 Meter Höhe ausgeschildert. Das nächste dieser Zeichen folgt unmittelbar nach der Einmündung des Käsackerwegs (kombiniert mit dem Verbot für Kraftfahrzeuge über 3,5 Tonnen Gewicht). Schließlich ist der Warnhinweis noch einmal prominent an der Unterführung selbst angebracht.

Die Stadt versuchte es mit „Galgen“, also den Höhenbegrenzern, die auf beiden Seiten der Unterführung angebracht waren. Nur wurden auch diese schon vier Mal über den Haufen gefahren. „Zweimal sind die Verursacher bekannt, sodass der Schaden beglichen wurde. Zweimal wurde allerdings Fahrerflucht begangen“, erzählt Rathaussprecher Roland Kern nach einem Unfall in der jüngeren Vergangenheit. Namentlich 10 000 Euro koste es die Stadt, die Höhenbegrenzer wieder aufzustellen. Und da sie ohnehin nicht so effizient wie erhofft seien, spart sich das Rathaus den Aufbau der „Galgen“. Der Gemeinderat hatte schon über verschiedenste Maßnahmen diskutiert, um den Verkehr zu regulieren. Darunter ein Verbot, Fahrräder zu überholen, eine Fahrstreifen-Verengung und sogar eine komplette Sperrung des Suezkanalwegs für Kraftfahrzeuge – wenn auch erst einmal testweise.