Weinheim

Mehr Geld für Sportförderung in Weinheim im Gespräch

Seit fast 20 Jahren sind die Richtlinien der Stadt Weinheim zur Förderung der Sportvereine unverändert. Jetzt liegt ein Änderungsvorschlag der Verwaltung auf dem Tisch. Standen bisher 180 000 Euro dafür im Haushaltsplan, so sollen es in Zukunft 215 000 Euro pro Jahr sein. Das entspricht einer Erhöhung von gut 19 Prozent – im Vergleich zur letzten Anpassung im Jahr 2005.

Für das Sepp-Herberger-Stadion soll ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet werden (Symbolbild). Foto: Marco Schilling
Für das Sepp-Herberger-Stadion soll ein Sanierungs- und Nutzungskonzept erarbeitet werden (Symbolbild).

Damals wurde der Pauschalbetrag für die Jugend von 2,50 auf 5,00 Euro erhöht; gleichzeitig wurden aber auch erstmals Entgelte für die Nutzung der Sportstätten durch Jugendmannschaften beschlossen. Nun wird eine pauschale Förderung von 15,00 Euro vorgeschlagen, wobei die Altersgruppe null bis drei Jahre allerdings ausgenommen werden soll. Zur Begründung heißt es in der Sitzungsvorlage für den Ausschuss für Sport und Freizeit, der am Mittwoch, 28. Juni, um 17 Uhr im Rolf-Engelbrecht-Haus tagt: Einerseits würden davon nur wenige Vereine profitieren. Andererseits würden für diese – „unbestritten wertvollen“ – Angebote in der Regel zusätzliche Beiträge in den Vereinen erhoben.

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Für Gesprächsbedarf könnten auch die neuen Förderbeträge für vereinseigene Sportstätten sorgen. Während der Betrag für Turn- und Sporthallen sowie Gymnastikräume nur von 5,90 auf 6,50 Euro je Quadratmeter und Jahr steigen soll, wird für Umkleidekabinen und Sanitärräume eine Erhöhung von 5,90 auf 15,00 Euro vorgeschlagen. Damit wolle man erreichen, dass Vereine, die Freiluftsport betreiben, ebenfalls von der Anpassung profitieren, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Grundsätzlich will man sich in Zukunft auf die Förderung des Jugendbereichs konzentrieren. Ferner habe man das Ziel verfolgt, dass kein Verein durch die neuen Richtlinien schlechter gestellt werde als vorher. Eine weitere Vorgabe lautete, dass die Gesamtfördersumme um maximal 20 Prozent steigen sollte. Anerkannt wird, dass die Sportvereine wertvolle Arbeit leisten, „die ein unersetzbarer Bestandteil für das soziokulturelle Leben in der Stadt ist“.

Zweites Thema der Ausschusssitzung ist die Frage, ob kommunale Freiluftsportanlagen an Vereine übertragen werden sollten. Während es die Verwaltung derzeit „als wenig zielführend“ erachtet, Übernahmeszenarien für die Sportanlagen in den Ortsteilen auszuhandeln, sieht man beim Sepp-Herberger-Stadion wegen des sanierungsbedürftigen Zustands Handlungsbedarf. Daher will man ein noch in diesem Jahr einen Prozess starten, bei dem ein Nutzungs- und Sanierungskonzept entwickelt werden soll.

Kinder- und Jugendbeirat

Nach dem Ausschuss für Sport und Freizeit tagt am Mittwoch ab 18.30 Uhr der Kinder- und Jugendbeirat im Rolf-Engelbrecht-Haus. Dabei geht es zunächst um die mittelfristige Bedarfsplanung für die Kindertageseinrichtungen. Die Verwaltung schlägt vor, den Neubau einer Kita mit drei Gruppen im Neubaugebiet Allmendäcker und einen Neubau mit zwei Gruppen am jetzigen Standort des Kindergartens Waid zu planen. Ferner soll geprüft werden, ob mit einem Anbau an das Kinderhaus Rasselbande in Rippenweier die Platzzahl erhöht werden kann. Ferner will man prüfen, ob eine Erweiterung der Sport-Kita Purzel am Stadion entstehen kann.

Anschließend beraten die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirats über die Einführung einkommensabhängiger Betreuungsgebühren für Kindertageseinrichtungen und für die Schulkindbetreuung. Die Verwaltung hat dazu die Rahmenbedingungen erarbeitet. Sollte es für einkommensabhängige Gebühren eine Mehrheit geben, dann schlägt die Verwaltung vor, dass sich Weinheim am Heidelberger Gebührenmodell orientiert. pro