Statistik

Rhein-Neckar: So viele Einbürgerungen wie seit 25 Jahren nicht mehr

Bei den Neueinbürgerungen im Rhein-Neckar-Kreis ist Syrien weiterhin "Spitzenreiter". Anträge aus anderen EU-Staaten weiterhin niedrig.

Rhein-Neckar-Kreis. 1.571 Menschen sind 2024 im Rhein-Neckar-Kreis eingebürgert worden - so viele wie seit 25 Jahren nicht mehr. Das berichtet das Kreisordnungsamt des Rhein-Neckar-Kreises in einer Pressemitteilung. Zum Vergleich: 2023 wurden insgesamt 1.256 Menschen eingebürgert.

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„2024 hatten wir auch ein Rekordjahr an Neuanträgen auf Einbürgerung. 3.668 Anträge sind bei unserer Einbürgerungsbehörde eingegangen – gegenüber 2.315 im Jahr 2023 war dies ein sattes Plus von 1.353 Neuanträgen“, berichtet Jürgen Gruber, stellvertretender Leiter des Ordnungsamtes im Landratsamt und Chef der Einbürgerungsbehörde. Grund dafür sei hauptsächlich das Inkrafttreten des Gesetzes zur Modernisierung des Staatsangehörigkeitsrechts. Dadurch wurde in Deutschland die doppelte Staatsangehörigkeit ermöglicht und die erforderliche Aufenthaltszeit von acht auf fünf Jahre verkürzt.

Syrien "Spitzenreiter"

Syrien ist dabei der größte Herkunftsstaat der Antragsteller. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 333 Syrer im Rhein-Neckar-Kreis eingebürgert. Darauf folgt erneut die Türkei mit 164 Anträgen. Auf dem dritten Rang hingegen gibt es eine Überraschung. Während Russland in den vergangenen Jahren nie in den "Top Ten" vertreten war, wurden 2024 insgesamt 94 Russen eingebürgert. Im Ländervergleich landet Indien auf Platz vier (87) und Italien auf Rang fünf (62). Auffällig sei dabei, dass die Zahl an Einbürgerungen von Menschen aus anderen EU-Staaten weiterhin niedrig ist. „Das dürfte daran liegen, dass diese auch ohne deutsche Staatsbürgerschaft weitgehend den deutschen Staatsbürgern gleichgestellt sind“, sagt Gruber. (heh)