Hirschberg

Start frei für die erste "Widda Kerwe" in Großsachsen

Auf Initiative der IG "Widda Kerwe" findet nach zehn Jahren wieder eine Kerwe im Hirschberger Ortsteil Großsachsen statt. Weitere sollen folgen.

Schwerstarbeit: Bürgermeister-Stellvertreter Karlheinz Treiber benötigte sehr viele Schläge, bis das kühle Nass zum Start der „Widda Kerwe“ in Großsachsen floss. Foto: Philipp Reimer Fotografie
Schwerstarbeit: Bürgermeister-Stellvertreter Karlheinz Treiber benötigte sehr viele Schläge, bis das kühle Nass zum Start der „Widda Kerwe“ in Großsachsen floss.

„Endlich wieder etwas los in Großsachsen.“ Dieser Spruch war am Freitag ganz oft zu hören. Für den Trubel und die gute Laune auf dem Parkplatz an der Sachsenhalle und auf dem Schulhof sorgten die zehn Ehrenamtlichen der IG „Widda Kerwe“.

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Ihre erste Kerwe soll nicht die letzte bleiben, versprach IG-Sprecher und Initiator Torsten Frohn sehr zur Freude der Gäste bei der Eröffnung: „Wir strengen uns doch nicht zwei Wochen an. Und dann ist es vorbei. Das soll etwas Langfristiges werden.“ Sprich, 2024 kommt die zweite Auflage. Doch zurück zur ersten. Ab 16 Uhr füllte sich nach und nach der Kerweplatz. Gegen 18 Uhr griff SGL-Hallensprecher Tobias Becker zur Begrüßung das Mikrofon. Seit sieben Jahren wohne er in Leutershausen. „Seither gab es nie ein Fest in Großsachsen. Im verflixten siebten Jahr gibt es nun eine Widda Kerwe“, freute er sich. Freitagmorgen regnete es noch, nachmittags kam die Sonne heraus. Für Becker sei dies ein gutes Omen.

Grußwort der Winzerkönigin

Folglich verflog bei Initiator Frohn und dessen Team mehr und mehr die Nervosität: „Trinkt, esst und habt Spaß“, rief dieser den Gästen zu. Seinem Team machte er ein dickes Kompliment: „Richtig, richtig anstrengend war das. Aber ihr seid ein super Team. Ihr seid spitze!“, freute sich der 48-Jährige auf die weitere Zusammenarbeit für die Tradition am Ort. Apropos Tradition. Hierzu zählte auch das Grußwort samt Trinkspruch der Lützelsachsener Winzerkönigin Jennifer I. und deren Prinzessin Sabrina. Zur Tradition gehört ebenso der Fassbieranstich. Bürgermeister-Stellvertreter Karlheinz Treiber lobte zunächst die Initiative der IG mit Torsten und Rebecca Frohn an der Spitze: „Mein Wunsch ist es, dass aus der Widda Kerwe eine Immer Widda Kerwe wird. Ich wünsche euch, dass die Kerwe ein Erfolg wird. Ihr habt es euch verdient.“ Dank sagte er zudem den Schaustellern Blum und Spagerer, die Kindergutscheine für den Familientag am Montag im Vergnügungspark zur Verfügung stellten. Dass die IG einen Verein gründen will, begrüßte der derzeitige Rathauschef ebenfalls.

Panne beim Fassbieranstich

Anschließend „quälte“ Treiber sich und das Fassbier gleich mit. Immer wieder schlug er mit dem Hammer auf den Zapfhahn. Doch das kühle Nass floss nicht. Erst als FDP-Gemeinderat Tobias Rell ihm half, klappte es. 37 Schläge benötigte Treiber, wie Markus Raffl vom gleichnamigen Weingut aus Hohensachsen mitgezählt hatte.

Nach dem offiziellen Teil ging es munter an den Tischen weiter. Ab 20 Uhr legte DJ Dennis Musik auf. Samstags startet die Kerwe um 13 Uhr. Zwischen 16 und 18 Uhr steht der Kindernachmittag an; ab 20 Uhr ist Sommerparty mit DJ Dennis. Der Sonntag beginnt ab 11 Uhr mit dem Frühschoppen und Musik der KKM Ober-Abtsteinach. Ab 14 Uhr reichen die Landfrauen Kaffee und Kuchen und um 15 und 17 Uhr gibt es Kasperletheatervorführungen.