Weinheim

Waidseedebatte: Miramar schlägt scharfen Ton an

Das Miramar lädt am Montag zu einer Info-Veranstaltung ein, um über den Planungsstand für das Parkdeck- und Hotel-Projekt am Waidsee zu informieren. Zugleich erhebt ein Sprecher des Freizeitbades massive Vorwürfe gegen die Bürgerinitiative.

Die Geschäftsleitung des Miramar lädt am 4. Dezember zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Parkdeck- und Hotel-Projekt ein (Archivbild). Foto: Fritz Kopetzky
Die Geschäftsleitung des Miramar lädt am 4. Dezember zu einer öffentlichen Veranstaltung zum Parkdeck- und Hotel-Projekt ein (Archivbild).

Jetzt geht es Schlag auf Schlag: Am 24. November positionierte sich die IG Waid bei ihrer Mitgliederversammlung noch einmal für das Projekt des Miramar, südlich des Freizeitbades ein Parkdeck und nördlich davon (auf dem bestehenden Parkplatz) ein Hotel zu bauen, um die Verkehrs- und Parkplatzprobleme am Waidsee zu lösen. Am 28. November begründete die Bürgerinitiative (BI) „Naherholung Waidsee“ bei einer Veranstaltung im Foyer der Zweiburgenschule, warum sie Unterschriften sammelt für ein Bürgerbegehren, mit dem man das Projekt stoppen möchte.

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Montag, 19 Uhr, in der Stadtbibliothek

Am kommenden Montag, 4. Dezember, lädt nun die Geschäftsleitung des Miramar um 19 Uhr zu einer öffentlichen Info-Veranstaltung in die Weinheimer Stadtbibliothek (Luisenstraße 5/1) ein, um über den aktuellen Planungsstand zu berichten. Zunächst solle es einen kurzen Vortrag zum Ablauf der Beratungen bis zur Entscheidung des Gemeinderates geben, heißt es in einer am Donnerstag verschickten Pressemitteilung zu dieser Veranstaltung. Anschließend werde es „eine eindeutige Positionierung zu den Falschaussagen der Bürgerinitiative geben“, schlägt Miramar-Sprecher Hardy Prothmann einen scharfen Ton an. Anschließend könnten die Bürger Fragen stellen und in die Diskussion mit dem Veranstalter einsteigen.

"Wahlberechtigte werden massiv getäuscht"

Nach Auffassung des Miramar seien in den vergangenen Wochen von der BI „falsche und verfälschende Behauptungen und Mutmaßungen“ geäußert worden, die man sowohl zivil- als auch strafrechtlich prüfen werde. Man respektiere selbstverständlich das Recht der Bürger, sich gegen die Entscheidung des Gemeinderates zu positionieren, auch wenn die handelnden Personen der BI mindestens zwei Jahre Zeit gehabt hätten, sich mit Kritik und Vorschlägen in den Prozess zur Lösung des Parkdruckproblems einzubringen. Aber man akzeptiere „keine manipulativen, populistischen Darstellungen, um Unterschriften gegen diesen Beschluss einzusammeln. Damit werden die Wahlberechtigten aus unserer Sicht massiv getäuscht“, so Prothmann wörtlich. Die BI fordere, dass alles so bleiben solle, wie es ist, und erhebe „Forderungen, die sowohl die Stadt wie das Unternehmen massiv belasten würden“.

„Kein zweiter Anlauf“

Weiter heißt es in der Pressemitteilung: Sollte die vom Gemeinderat auf den Weg gebrachte Lösung scheitern, werde das Miramar das Projekt ad acta legen. „Dann gibt es keine Diskussionen mehr, keine Lösungen, sondern nur Bestandsschutz für das Unternehmen. Einen zweiten Anlauf wird es dann nicht mehr geben“, so Prothmann.

Was die Info-Veranstaltung am Montag angeht, weise man vorsorglich darauf hin, dass die Moderation und das Hausrecht beim Miramar lägen; „Störer“ müssten die Veranstaltung verlassen.