Ausbildung in Laudenbach
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Was heißt schon Männerberuf?

In Laudenbach zeigt Marlen Pietsch bei Elektrotechnik Radke, warum das Elektrohandwerk auch für junge Frauen beste Zukunftschancen bietet.

Foto: Kathrin Oeldorf

Wie Marlen Pietsch ihren Weg bei Elektrotechnik Radke fand

Laudenbach. Das Elektrohandwerk ist bis heute überwiegend männlich geprägt, Frauen sind auf Baustellen noch immer eher die Ausnahme. Für die 19-jährige Marlen Pietsch war das aber kein Hindernis. Sie absolviert aktuell ihre Ausbildung zur Elektronikerin für Energie- und Gebäudetechnik bei der Elektrotechnik Radke GmbH – und hat ihre Entscheidung keinen Tag bereut.

Schon früh begeisterte sich Marlen für das Handwerk. Viele ihrer Freunde arbeiten in handwerklichen Berufen und weckten damit zusätzlich ihr Interesse. Bevor sie sich festlegte, wollte sie jedoch selbst herausfinden, was wirklich zu ihr passt. Ein Praktikum bei Radke in Laudenbach brachte schließlich die Entscheidung.

Kein Tag ist wie der andere

„Während des Praktikums konnte ich den Berufsalltag kennenlernen. Da habe ich sehr schnell gemerkt: Das ist genau das Richtige. Die Mischung aus Technik, Teamarbeit und praktischer Arbeit passt perfekt zu mir“, erzählt die 19-Jährige aus Rauenberg. Im September 2025 startete sie die Ausbildung. Zu ihrem Arbeitsalltag gehören Elektroinstallationen, Endmontagen sowie Arbeiten rund um moderne Gebäude- und Energietechnik.

Was Marlen Pietsch an ihrem Beruf besonders schätzt, ist die Vielseitigkeit. „Kein Tag ist wie der andere. Man lernt ständig neue Aufgaben und Bereiche kennen, ist auf unterschiedlichsten Baustellen unterwegs und sammelt jeden Tag neue Erfahrungen.“ Genau diese Abwechslung begeistert sie. Dass ihre Mutter und Freunde sie von Anfang an unterstützt haben, gibt ihr zusätzlich Rückenwind.

Die jungen Mitarbeiter der Firma Elektrotechnik Radke GmbH machen sich auf den Weg zur Baustelle. Foto: Kathrin Oeldorf
Die jungen Mitarbeiter der Firma Elektrotechnik Radke GmbH machen sich auf den Weg zur Baustelle.

Von Anfang an herzlich aufgenommen

Frauen sind im Elektrohandwerk nach wie vor selten. Entsprechend gespannt war Marlen, wie sie die Kollegen in dem überwiegend männlichen Berufsumfeld auf sie reagieren würde. „Es gab überhaupt keinen Grund zur Sorge. Ich wurde von Anfang an sehr herzlich aufgenommen. Bisher war ich in keinem Team, in dem ich mich nicht wohlgefühlt habe oder anders behandelt wurde, weil ich eine Frau bin. Vorurteile habe ich überhaupt nicht erlebt.“

Im Gegenteil: Sowohl im eigenen Betrieb als auch auf den Baustellen erlebt sie täglich Respekt und Wertschätzung. „Viele kommen mit mir ins Gespräch und fragen neugierig, warum ich mich für diesen Beruf entschieden habe. Die meisten finden es absolut genial, dass sich auch junge Frauen für einen handwerklich-technischen Beruf entscheiden.“

Starker Zusammenhalt im Team

Dass sie sich bei Elektrotechnik Radke so wohlfühlt, führt sie vor allem auf den starken Zusammenhalt im Unternehmen zurück. „Wir haben ein tolles Team, in dem man sich gegenseitig unterstützt und respektiert.“

Auch die Geschäftsleitung freut sich über den engagierten Nachwuchs. „Marlen ist eine absolute Bereicherung für uns“, betont Katja Radke-Zytowski. „Sie zeigt jeden Tag, dass Begeisterung für Technik, Einsatz und Teamgeist keine Frage des Geschlechts sind. Für uns zählt der Mensch – und Marlen hat sich vom ersten Tag an hervorragend in unser Team integriert.“

Nachwuchs fördern heißt Zukunft sichern

Für Elektrotechnik Radke ist Ausbildung seit Jahrzehnten weit mehr als die Vermittlung von Fachwissen. Das familiengeführte Unternehmen investiert bewusst in den eigenen Nachwuchs und begleitet junge Menschen auf ihrem beruflichen Weg. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihre Laufbahn mit einer Ausbildung im Unternehmen begonnen und sind dem Betrieb bis heute treu geblieben.

Dabei geht es nicht nur um fachliche Qualifikation, sondern auch darum, jungen Menschen Verantwortung zu übertragen, sie individuell zu fördern und ihnen langfristige Perspektiven zu eröffnen.

Marlen Pietsch prüft einen Verteilerkasten. Foto: Kathrin Oeldorf
Marlen Pietsch prüft einen Verteilerkasten.

„Ich würde mich jederzeit wieder für diese Ausbildung entscheiden.“

Dass sie die richtige Entscheidung getroffen hat, steht für Marlen außer Frage. Auch ihre beruflichen Ziele hat sie bereits klar vor Augen. Sie möchte ihre Ausbildungszeit verkürzen, anschließend den Meister machen und zunächst möglichst viel Praxiserfahrung auf der Baustelle sammeln. Langfristig kann sie sich sowohl eine Tätigkeit in der Planung als auch den Schritt in die Selbstständigkeit vorstellen.

Einfach ausprobieren

Noch immer schrecken viele junge Frauen vor technischen Berufen zurück – häufig nicht aus mangelndem Interesse, sondern weil sie glauben, dort nicht dazuzugehören. Marlen sieht das anders. „Ganz ehrlich: Einfach ausprobieren! Wer Interesse an Technik hat und Lust auf den Beruf mitbringt, sollte sich nicht von Vorurteilen oder Unsicherheiten abhalten lassen. Mein Tipp: Verschiedene Betriebe anschreiben und ein Praktikum machen. So merkt man schnell, ob der Beruf zu einem passt. Traut euch – es lohnt sich!“

Noch sind Frauen im Elektrohandwerk die Ausnahme. Doch junge Menschen wie Marlen Pietsch zeigen, dass sich traditionelle Rollenbilder verändern können. Wer Interesse an Technik hat, neugierig ist und gerne praktisch arbeitet, sollte sich von Klischees nicht abschrecken lassen. Genau dafür steht auch die Elektrotechnik Radke GmbH: jungen Talenten Chancen geben, sie individuell fördern und sie auf ihrem beruflichen Weg begleiten.

Mehr Infos zu Radke unter www.elektro-radke.de

Kontakt: Elektrotechnik Radke GmbH
Werner-von-Siemensstr. 2
69514 Laudenbach
Telefon: 06201 / 4952 – 0
E-Mail: info@elektro-radke.de