Weinheim zeigt Flagge für Israel
Freundeskreis und Stadt Weinheim sammeln Spenden für die Partnerstadt Ramat Gan. Schweigeminute im Ausschuss für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung für die Opfer des Terrors.
Weinheims Partnerstadt Ramat Gan befindet sich unversehens mitten in einem blutigen Krieg. Raketenalarme jeden Tag, die Trauer um gefallene Soldaten ist allgegenwärtig, die Furcht um einen Mehrfrontenkrieg greift um sich. Aber auch ein spürbares Zusammenrücken der Bewohner ist erkennbar, viele Initiativen sind entstanden. „Sie alle wollen Menschen in Not helfen, den aus den Dörfern um den Gazastreifen Evakuierten und alle denen, die im Abwehrkampf gegen die Terroristen stehen.“
So schätzt Albrecht Lohrbächer die Situation in Ramat Gan ein. Kein anderer Weinheimer kennt die Stadt bei Tel Aviv so gut wie der Theologe und Vorsitzende des Freundeskreises Weinheim - Ramat Gan, der Begründer der Städtepartnerschaft und Ehrenbürger Ramat Gans ist. Er weiß auch: Ramat Gan hat, wie viele andere Städte auch, einige 100 Menschen aufgenommen, die am Wochenende die Pogrome entlang des Gazastreifens überlebt haben. Viele sind von dem grausamen Wüten der Terrorgruppen traumatisiert und brauchen dringend psychologische und materielle Hilfe, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Stadt Weinheim.
Mitgefühl und Solidarität
Lohrbächer: „Wir verfolgen die Entwicklung voller Anteilnahme, wir stehen im Kontakt mit den Freunden in Ramat Gan und übermitteln ihnen unser Mitgefühl und drücken auch öffentlich unsere Solidarität mit Israel aus. Doch das genügt unserer Meinung nach nicht, wir wollen ein Zeichen für unsere solidarische Anteilnahme schicken.“ In diesem Sinne rufen der Freundeskreis und die Stadt Weinheim die Bevölkerung dazu auf, eine Geldspende zur Verfügung zu stellen, die Freunde in Ramat Gan, Mitarbeiter der Stadt und Freiwillige in die Lage versetzen, großzügig den aus den Kommunen um Gaza Evakuierten zu helfen. Konkret wünscht sich der Freundeskreis: „Wir wollen mit einem hoffentlich namhaften Geldbetrag unsere Verbundenheit zeigen und die Hilfe für die aufgenommenen Menschen, die alles verloren haben und schwer traumatisiert sind, mittragen.“ Der Freundeskreis ist als Verein gemeinnützig anerkannt. Er verpflichtet sich, die Spenden zu 100 Prozent weiterzuleiten. Der Freundeskreis hat bereits einen Erstbetrag von 1000 Euro zur Verfügung gestellt.
OB Just verurteilt den Terror
Die Mitglieder des Ausschusses für Technik, Umwelt und Stadtentwicklung (ATUS) legten am Mittwoch im Rathaus zu Beginn der Sitzung eine Schweigeminute für die Opfer des Terrors ein. Oberbürgermeister Manuel Just hatte zuvor deutlich gemacht: „Wir stehen fest an der Seite von Ramat Gan und von Israel.“ Der Überfall der Hamas stelle eine neue Dimension des Terrors dar, den er aufs Schärfste verurteile.
Als sichtbares Zeichen der Solidarität mit Ramat Gan und Israel wurde die israelische Flagge vor dem Weinheimer Rathaus gehisst. Damit wolle man auch zum Ausdruck bringen, dass es „in Weinheim keinen Platz für Antisemitismus gibt“, so Just abschließend. pro/–
Spendenkonto: Freundeskreis Weinheim - Ramat Gan, Volksbank Weinheim, IBAN: DE21 6709 2300 0001 1646 00