Wie steht es um die Luftqualität in der Lützelsachsener Gemeindehalle?
Im vergangenen Jahr musste die Lützelsachsener Gemeindehalle wegen Schadstoffen in der Luft vorübergehend geschlossen werden. Was steckt dahinter? Wir haben bei der Stadt nachgehakt.
Wie steht es um die Luftqualität in der Lützelsachsener Gemeindehalle, auf die Ortsvorsteherin Doris Falter im Pressegespräch der Freien Wähler warnend hingewiesen hat? Auf WN-Nachfrage erklärte das städtische Amt für Immobilienwirtschaft, dass die Halle im vergangenen Jahr in der Tat vorübergehend gesperrt werden musste, nachdem bei der jährlich stattfindenden Messung drei „Künstliche Mineralfasern“ (KMF) je Kubikmeter Luft festgestellt worden waren.
Marder als Verursacher im Verdacht
Diese stammten vom Dämmmaterial in der Decke, das nach Angaben der Stadt ein Marder „zum Rieseln“ gebracht hatte. Die betroffenen Nutzer der Halle seien damals umgehend informiert und die Halle gesperrt worden. Daraufhin habe man eine gründliche Reinigung des Bodens und der Wände sowie eine weitere Messung – dazu werden Ventilatoren in der Halle aufgestellt, welche die Zirkulation der Luft im Raum simulieren – durch einen Baubiologen veranlasst, bei der keine Belastung der Raumluft mehr festgestellt worden sei.
KMF gesundheitsschädlich
Durch regelmäßiges und gründliches Reinigen des Bodens werde die Gefahr einer Belastung der Raumluft „absolut niedrig gehalten“. Bei der Messung 2023 seien auch keine erhöhten Werte mehr festgestellt worden. Man führe dies darauf zurück, dass der Marder mittlerweile aus der Halle wieder „ausgezogen“ sei. Dennoch werde man die jährlichen Messungen fortsetzen. Denn KMF seien auch in geringen Mengen als gesundheitsschädlich anzusehen. pro