Handball

SG Leutershausen kassiert herbe Niederlage in Würzburg

Beim 31:35 in Franken finden die Hirschberger zu keiner Zeit zu ihrem gewohnten Spiel. Das ist ärgerlich - auch mit Blick auf die Tabellenkonstellation.

Yessine Meddeb (hier im Heimspiel gegen Pforzheim) erzielte zwar zwölf Tore, die Niederlage der SG Leutershausen konnte er aber nicht verhindern. Foto: Katrin Oeldorf
Yessine Meddeb (hier im Heimspiel gegen Pforzheim) erzielte zwar zwölf Tore, die Niederlage der SG Leutershausen konnte er aber nicht verhindern.

Eine Woche nach dem Handball-Krimi mit Happy End im Spitzenspiel der 3. Liga gegen den HC Oppenweiler/Backnang sind die Handballer der SG Leutershausen zurück auf dem Boden der Tatsachen. Beim bisherigen Tabellenachten, Wölfe Würzburg, kassierte das Team von Trainer Thorsten Schmid eine bittere, aber verdiente 31:35-Niederlage. Schon zur Pause hatten die Roten Teufel von der Bergstraße mit 14:16 zurückgelegen.

Newsletter

Holen Sie sich den WNOZ-Newsletter und verpassen Sie keine Nachrichten aus Ihrer Region und aller Welt.

Mit Ihrer Registrierung nehmen Sie die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

Der Blick auf die Tabelle bleibt auch nach dieser Niederlage weiter verzerrt: Die SGL liegt mit nun zehn Minuspunkten nach wie vor auf dem sechsten Tabellenplatz, hat aber erst 16 Spiele absolviert. Tabellenführer HC Konstanz (29:7 Punkte) hat schon zwei Spiele mehr bestritten, der Zweite, Oppenweiler/Backnang, hat eine Partie mehr in den Knochen – und nun zwei Minuspunkte weniger auf dem Konto.

„Letztlich haben wir den Wölfen den Sieg auf dem Silbertablett serviert.“ (Thorsten Schmid, Trainer der SG Leutershausen)

Spielern und Verantwortlichen war die Enttäuschung am Samstagabend derweil deutlich anzumerken. Schließlich hatte die SGL im Gegensatz zur Vorwoche diesmal nicht mehr die Kurve gekriegt und sich schlicht zu viele einfache Fehler erlaubt. „Letztlich haben wir den Wölfen den Sieg auf dem Silbertablett serviert“, brachte es Trainer Thorsten Schmid auf den Punkt.

Die Roten Teufel wirkten von Anfang an unkonzentriert und trafen vor allem in der Abwehr einige falsche Entscheidungen. Die Wölfe waren dagegen durchweg präsenter und wacher. Als heimstark bekannt, spielten die Wölfe in der mit 1000 Gästen voll besetzten tectake Arena souverän und angriffsstark. Das war schon eine beeindruckende Kulisse mit vielen laustarken Fans“, so Schmid. Auch wenn die mitgereisten SGL-Fans alles gaben, um dagegenzuhalten und ihre Jungs nach vorne zu trommeln, hatten sie den heimischen Chorgesängen nur wenig entgegenzusetzen.

Krämer wird rechtzeitig fit

Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase zogen die Gastgeber nach zehn Minuten durch Patrick Schmidt erstmals auf drei Tore davon, den Vorsprung verwalteten sie anschließend weitgehend souverän bis in die Halbzeitpause – und auch darüber hinaus. Durch Kreisläufer Niklas Krämer, der rechtzeitig seine Erkrankung auskuriert hatte und doch mitwirken konnte (42.), und Yessine Meddeb (44.) kam Leutershausen noch einmal heran, Lucas Bauer besorgte kurz darauf sogar den Ausgleich zum 22:22 (45.). Mit einem anschließenden 4:0-Lauf stellten die Gastgeber die Weichen aber postwendend wieder auf Heimsieg.

Mit dem Angriff war Schmid nach Spielende wesentlich zufriedener als mit der Abwehr. „Wir haben auswärts 31 Tore geworfen“, sagte er, „das ist grundsätzlich eine gute Leistung“. Allerdings habe es auch hier zu viele Leichtsinnsfehler gegeben. Sogar bei Yessine Meddeb, der mit zwölf Toren zwar wieder eine überragende Leistung zeigte, aber dennoch hinter seinen Möglichkeiten blieb. Dies galt am Samstag aber für die gesamte Mannschaft.

Am kommenden Samstag, 17. Februar, müssen die Roten Teufel erneut ihr Glück auswärts versuchen –dann in Pforzheim. Die TGS ist derzeit Tabellenletzter, zumindest auf dem Papier gilt Leutershausen somit als klarer Favorit. Anwurf in Pforzheim ist um 19 Uhr. feh/fran

SG Leutershausen: Hübe, Ullrich; Schreiber (1), Mastrocola, Meddeb (12/1), Bauer (1), Krämer (3), Seitz, Götz (3), Schmitt, Scholz (3), Bitz (5), Ulrich (1), Preller, Pauli (2/1).