Die HSG Fürth/Krumbach hat diesmal die richtigen Antworten
Der 32:30-Heimsieg gegen die MSG Lorsch/Einhausen ist für die Fürther ein hartes Stück Arbeit. Auch die HSG Weschnitztal müht sich in der Verbandsliga.
Es war ein hartes Stück Arbeit für die HSG Fürth/Krumbach, aber am Ende standen zwei wichtige Punkte, mit denen der vierte Rang in der Handball-Bezirksoberliga untermauert werden konnte. Im Heimspiel gegen die MSG Lorsch/Einhausen feierten die zuletzt formschwachen Odenwälder einen 32:30 (17:12)-Erfolg, den Spieler Lars Richter „unterm Strich als verdient und auch sicher“ ansah. „Lorsch hat das zwar wirklich gut gemacht und uns vor Aufgaben gestellt, aber in der Schlussphase war das dann nur noch Ergebniskosmetik. Wir kamen nicht mehr ernsthaft in Gefahr“, resümierte er erleichtert.
In der ersten Viertelstunde hatte Fürth noch einige Probleme gegen den starken Rückraum der Gäste. Erst nach dem 10:9 (16.) stellte sich das Team von Trainer Sebastian Eisenhauer besser auf die torgefährliche Achse von Lorsch/Einhausen ein und konnte sich dadurch bis auf fünf Tore absetzen. Nach dem Seitenwechsel legte die HSG gleich nach, erhöhte auf 21:14 (34.) und war fortan immer sicher vorne.
Zu viele Gegentore
Die Gäste kämpften verbissen um den Anschluss, aber immer wenn sie etwas verkürzen konnten, hatte Fürth die passende Antwort parat. „Es war sicherlich nicht unser bester Handball, den wir heute gespielt haben, aber wir haben im Gegensatz zu den letzten Spielen, als wir in kritischen Situationen unsicher wurden und falsche Entscheidungen trafen, diesmal immer die richtige Antwort parat gehabt“, fand Lars Richter Nicht ganz zufrieden war Trainer Sebastian Eisenhauer allerdings mit der Defensive seines Teams. „30 Gegentore sind zu viel“, meinte er und hätte sich in einigen Phasen mehr Konsequenz gewünscht. Aber das Wichtigste an diesem Abend war, dass mit einer guten Moral die Punkte in der Schulsporthalle behalten wurden.
HSG Fürth/Krumbach: Hebling, Henrik Richter - Beye (3), Matthis Jäckel (5), Schuricht (4), Renner, Koch (4), Fischer (10/4), Kilian (2), Schütz, Lars Richter (2), Malte Jäckel (2). mep
HSG Weschnitztal - TV Ispringen 32:30 (16:18)
Auch solche Spiele muss man gewinnen, wenn man Meister werden möchte: Die Handballer der HSG Weschnitztal zeigten am Samstagabend im Heimspiel gegen den TV Ispringen keine berauschende Leistung, gewannen nach langem Rückstand aber mit 32:30 (16:18) und bleiben damit auch nach dem 17. Spieltag ungeschlagener Spitzenreiter.
„Das war heute wirklich nicht gut. Was wir in der ersten Hälfte abgeliefert haben, hat mir überhaupt nicht gefallen“, kritisierte HSG-Trainer Marcus Gutsche und fand auch die Einstellung „nicht so, wie ich das erwarte“.
Dass mit Gerrit Fey ein wichtiger Spieler mit einer Bauchmuskelzerrung ausfiel, wollte Gutsche nicht als Entschuldigung gelten lassen. „Da muss einfach mehr kommen. Heute hat es noch gereicht, gegen einen stärken Gegner hätten wir das nicht umbiegen können“, warnt er. Aber damit spricht der Coach auch gleich den positiven Aspekt an: Nach dem 12:16 (22.) und 17:21 (37.) ging noch ein Ruck durch die Mannschaft. Im Tor steigerte sich Nils Heckmann, parierte einige schwere Bälle, und vorne traf Timo Zehrbach gute Entscheidungen, glänzte als Anspieler und Vollstrecker.
Beim 24:24 (46.) war wieder der Ausgleich geschafft, beim 28:26 (54.) führte Weschnitztal erstmals mit zwei, beim 31:28 mit drei Toren, was 80 Sekunden vor dem Ende die Entscheidung war. „Manchmal muss sich auch einfach den Mund abputzen“, meinte Marcus Gutsche nach der Partie, „aber ein paar Dinge werden wir im Training schon nach ansprechen“, wünscht er sich am kommenden Sonntag in Nußloch wieder ein anderes Auftreten seiner Mannschaft.
HSG Weschnitztal: Nils Heckmann, Kiss - Mitrovic (10), Postel, Clemens, Brehm, Dietrich (3), Niklas Zehrbach (2), Timo Zehrbach (9), Sedlacek, Wiegand (3), Lars Heckmann (5/2), Hammann.
HSG Weschnitztal II - TV Eppelheim II 31:27 (17:12)
Es war nicht nur ein Lebenszeichen, das die Bezirksliga-1-Handballer der HSG Weschnitztal II setzten, sie verließen mit dem 31:27 (17:12)-Heimsieg gegen den TV Eppelheim auch den letzten Tabellenplatz. Neues Schlusslicht ist Eppelheim, das im Hinspiel noch klar mit 31:15 dominierte. Ein klares Zeichen, dass die Odenwälder im Saisonfinale noch einmal alles in die Waagschale werfen, um dem drohenden Abstieg zu entrinnen.
Ein deutliches Signal war bereits die Aufstellung mit einigen Akteuren aus der ersten Mannschaft und mit Benedikt Brehm, der an diesem Abend zu einem Schlüsselspieler avancierte. „Er war in den entscheidenden Phasen da“, lobte HSG-Spieler David Wieder, der zudem eine ganz starke Leistung der Torhüter Tim Haas und Frederik Saul sah.
In der Anfangsphase hatte das Team von HSG-Coach Sascha Clemens noch etwas Probleme in der Deckung, brachte insbesondere Sebastian Metzler, der am Ende auf zehn Treffer kam, nicht in den Griff. Erst nach dem 11:10 (22.) lief es etwas besser, bis zur Pause erspielte sich Weschnitztal schon eine Fünf-Tore-Führung. „Das hat natürlich Sicherheit gegeben“, fand Wieder.
Im zweiten Abschnitt des Kellerduells versuchte Eppelheim alles, verkürzte immer wieder auf drei, vier Tore, doch die Odenwälder hatten immer die passende Antwort parat und mit Benedikt Brehm den Mann für die wichtigen Aktionen.
HSG Weschnitztal II: Otte, Saul - Beschorner, Dörsam (2), Albrecht, Brehm (6), Haas, Bürner (6), Arnold, Thorsten Eckstein (10/1), Sedlacek (5), Clemens, Wieder (2), Jochen Eckstein. mep