Ein Ruck geht durch die HSG Weschnitztal
Nach der Pause kommt die HSG Weschnitztal heran, doch der Rückstand aus der ersten Hälfte ist gegen Ettlingen nicht mehr aufzuholen. HSG Fürth/Krumbach rettet wenigstens einen Punkt.
Weschnitztal. Es war wieder eine begeisternde und richtig starke zweite Hälfte, die die Oberliga-Handballer der HSG Weschnitztal am Samstagabend aufs Parkett der Weschnitztalhalle brachten. Doch es reichte nicht ganz, zu groß war die Bürde aus den ersten 30 Minuten und so stand am Ende eine ärgerliche 24:27 (10:16)-Niederlage gegen den Tabellenvierten HSG Ettlingen zu Buche.
„Heute war eindeutig mehr drin. Es war fantastisch, wie die Jungs nach der Pause gekämpft haben. Die Moral war klasse“, meinte Weschnitztals Spielertrainer Gerrit Fey. „Jetzt gilt es zu analysieren, weshalb wir in der ersten Hälfte immer wieder Probleme haben.“
Tatsächlich wirkten die Odenwälder im ersten Abschnitt noch verunsichert, ließen einige Chancen im Angriff liegen und waren auch in der Deckung nicht immer sattelfest. Das änderte sich nach dem Seitenwechsel. Es ging ein Ruck durch die Mannschaft. Keeper Manuel Kiss steigerte sich wie seine Vorderleute und die hoch gehandelten, als offensivstark bekannten Gäste hatten große Mühe. Tor um Tor arbeitete sich Weschnitztal heran, beim 23:23 (55.) war erstmals der Ausgleich geschafft. Doch dann fehlten den Odenwäldern die nötigen Körner, um sich noch zu belohnen. „Es hat Kraft gekostet, dem Rückstand aus der ersten Hälfte hinterherzulaufen“, fand auch Gerrit Fey. Der Favorit übernahm in der Schlussphase wieder die Kontrolle, setzte sich auf 26:23 (57.) ab und sorgte damit für die Entscheidung.
„Viel investiert“
„Natürlich schmerzt diese Niederlage, weil die Jungs wirklich extrem viel investiert haben. Das Spiel hat aber auch wieder gezeigt, dass wir gegen jeden Gegner mithalten können und die Fortschritte in der Deckung sind offensichtlich“, bilanzierte Fey und richtete seinen Blick gleich wieder nach vorne: „Wenn wir so weiterarbeiten, dann holen wir auch bald wieder Punkte“, ist er überzeugt.
HSG Weschnitztal: Schmitt, Fremr, Kiss - Mitrovic (7/5), Fey (5), Bach, Clemens, Dietrich, Bonelli (3), Timo Zehrbach (3), Buse (4), Weis, Lars Heckmann (1), Hammann (1).
HSG Weschnitztal II - HC MA-Vogelstang 25:19 (10:7)
Die HSG Weschnitztal II kommt in der Bezirksliga immer besser in Tritt. Am Samstagabend setzte sich das Team von Trainer Sascha Clemens auch gegen den HC Mannheim-Vogelstang durch, gewann sicher mit 25:19 (10:7) und kletterte damit vorerst auf Tabellenplatz drei. Besonders stark diesmal: Die Deckung mit zwei starken Keepern als Rückhalt. Sowohl Luca Schneider, als auch Fabian Otte, der in der Schlussviertelstunde kam, hielten klasse. Dazu kam, dass die Defensive unermüdlich rackerte und die körperlich überlegenen Gäste damit nicht zur Entfaltung kommen ließ. „Dass wir Vogelstang unter 20 Treffern halten konnten, ist schon klasse“, freute sich auch HSG-Spieler David Wieder.
In der ersten Hälfte leistete sich Weschnitztal im Angriff noch ein paar Nachlässigkeiten und verpasste es dadurch, schon deutlicher zu führen. Das besserte sich dann im zweiten Abschnitt und nach dem 17:12 (46.) gelang ein beeindruckender Lauf zum vorentscheidenden 21:13 (51.).
HSG Weschnitztal II: Otte, Schneider - Beschorner (5/2), Albrecht, Postel, Dewald (2), Brehm (4), Arnold (1), Schmitt (1), Tim Heckmann, Ripper (3), Hohl, Wieder, Wiegand (9/1).
HSG Fürth/Krumbach hat ein Nervenspiel
Das Spiel kostete Nerven: Die Handballer der HSG Fürth/Krumbach erwischten im Bezirksoberliga-Heimspiel gegen die HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten einen ganz schwachen Start, kämpften sich dann aber heran und retteten am Ende ein 30:30 (14:15)-Remis.
„Heute sind wir mal wieder an unserer Chancenverwertung gescheitert“, meinte Fürths Trainer Ingo Trumpfheller im Anschluss. Hinzu kam, dass die Odenwälder viele Gegentore über den Kreis kassierte, „was wir eigentlich unbedingt verhindern wollten und entsprechend im Training auch angesprochen hatten“, ärgerte sich der Coach. Zudem bekamen die Gastgeber 16 Strafwürfe gegen sich, was Rüsselsheim zusätzlich in die Karten spielte. „Am Ende müssen wir froh sein, diesen einen Punkt noch geholt zu haben“, bilanzierte Trumpfheller.
Fürth/Krumbach lag nach nur zehn Minuten bereits mit 2:7 hinten, stabilisierte sich dann und kam kurz vor der Pause noch zum 14:14 (29.). Nach dem Seitenwechsel legte Rüsselsheim meist knapp vor, aber die Gastgeber ließen sich nicht mehr abschütteln. „Leider ist es uns nicht gelungen, einmal in Führung zu gehen. Das hätte wohl die nötigen Kräfte noch mal freigesetzt“, so der Coach. Den Schlusspunkt setzte Malte Jäckel 40 Sekunden vor dem Ende mit dem 30:30-Ausgleich, danach ließ die Fürther Deckung nichts mehr zu.
HSG Fürth/Krumbach: Henrik Richter, Dorn - Metzger (4/3), Matthis Jäckel (2), Malte Jäckel (1), Koch (8/2), Camcioglu (2), Raabe (2), Schüle, Meiß (3), Prahst (3), Kaiser (2), Lannert (3).
HSG Fürth/Krumbach II - HSG Rüsselsheim/Bauschheim II 40:34 (23:16)
Ihre Pflicht erfüllt haben die Bezirksliga-Handballer der HSG Fürth/Krumbach II mit einem 40:34 (23:16)-Heimsieg gegen den Liga-Vorletzten HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten II. „Das war über weite Strecken eine sehr ordentliche Leistung“, fand Fürths Trainer Norbert Metzger. Insbesondere die Chancenverwertung war diesmal deutlich besser als zuletzt. „Im Rückraum haben wir mit viel Druck gespielt und entsprechend gut getroffen“, lobte der Coach die Haupttorschützen Andreas Schmitt, Fabio Raabe und Max Lannert, die zusammen auf 26 Tore kamen.
In der ersten Hälfte dauerte es bis zum 14:12 (18.) ehe der Knoten platzte und die Odenwälder über 17:12 auf 23:16 zur Pause davonzogen.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste noch einmal auf drei Tore heran (27:30, 43.), doch dann befreite sich Fürth/Krumbach mit einem Zwischenspurt zum 34:28 (47.). „Das haben wir dann konsequent und mit gutem Tempo zu Ende gespielt“, so Norbert Metzger.
HSG Fürth/Krumbach II: Lindner, Richter - Schmitt (7), Daubner (1), Bormuth, Marquard, Sattler (1), Schütz (2), Weber (3), Volk (1), Raabe (11/3), Lannert (8), Krämer (4), Gehron (2). mep