„Ein ziemlich gebrauchter Tag“ für den SV Fürth
SV Fürth verliert gegen Gruppenliga-Tabellenführer FSG Riedrode mit 2:4. FC Fürth feiert Auswärtssieg mit einem Traumtor von Adamek.
Fürth. „Es war ein insgesamt ziemlich gebrauchter Tag für uns“, blickte Jochen Ingelmann missmutig auf die 2:4 (1:2)-Niederlage seines SV Fürth im Heimspiel gegen den Spitzenreiter der Fußball-Gruppenliga. Die FSG Riedrode, mit vier Siegen aus vier Partien angereist, zeigte am Sonntag zwar ebenfalls nicht ihre Topleistung, zog die Partie nach einem zwischenzeitlich starken Comeback der Gastgeber aber schließlich auf ihre Seite.
„Wir bringen uns durch Konzentrationsfehler und kollektives Abwehrversagen wieder um alles, nachdem wir uns vorher so zurückgekämpft haben“, haderte Ingelmann. Der makellose Primus legte durch Sinan Schuchmann (11.) und Rojhat Akcan (26.) zeitig vor, ehe Fürth sich kurz vor der Pause im Spiel zurückmeldete. Nach einem Foul an Yannick Marx bekam der SV einen Elfmeter, den Leon Weise zum 1:2 verwandelte (43.).
Nach der Halbzeit schaffte die Heimelf tatsächlich den Ausgleich. Jure Vucic steckte auf der rechten Seite durch für den eingewechselten Toni Vucic, dessen Flanke Björn Kabel nur mehr eindrücken brauchte (73.). Ein schöner Spielzug, von denen es aber insgesamt zu wenig gab. Demgegenüber standen zu viele „krasse Fehler“, wie Ingelmann bemängelte. Und so brachte Kevin Siegler Riedrode zum 3:2 (80.) wieder auf Kurs. „Das Spiel am Mittwoch hat auch einfach viel Kraft gekostet. Das war uns heute anzumerken“, sagte der SV-Trainer mit Blick auf das 1:1 in Unterzahl gegen den FC 07 Bensheim.
SV Fürth: Hummel - Geissinger, J. Vucic, Böhmer (54. A. Vucic), Kabel, Eckstein, Incirkus (68. Babic), Jöst, Weise, Flohr, Marx.
Tore: 0:1 Schuchmann (11.), 0:2 Akcan (26.), 1:2 Weise (43./FE), 2:2 Kabel (73.), 2:3 Siegler (80.), 2:4 (87.).
TSV Altheim - FC Fürth 1:3 (0:1)
Dem ersten Saisonsieg vor Wochenfrist bei Vizemeister VfR Fehlheim (2:1) ließ der FC Fürth am Sonntag den nächsten Erfolg in der Fremde folgen: Beim TSV Altheim feierte die Elf von Trainer Ralf Ripperger einen verdienten 3:1 (1:0)-Erfolg – auch weil Andreas Adamek nach der Pause ein echtes Traumtor auspackte und gegen den zu weit vor dem Kasten stehenden Altheimer Torwart nach einer Balleroberung aus rund 45 Metern zum 2:0 für die Gäste vollendete (69.). „Er macht das überragend“, lobte Ripperger. Mit einem Lob bedachte er nicht zuletzt die eigene Defensive um den umsichtigen Neuzugang Dominik Knauer, die im unangenehmen Auswärtsspiel auch in einer gegnerischen Drangphase kurz vor der Pause letztlich Herr der Lage blieb. Und da war ja noch Doppelpacker Jan Gebhardt, der nach einer halben Stunde einen Pass von Mert Yapicilar stark mitnahm und seine Aktion an einem Gegenspieler vorbei mit dem 1:0 für den Aufsteiger krönte (31.).
„Wir haben in Hälfte eins gut verteidigt und hatten ein gutes Umschaltspiel“, ergänzte Ripperger, der zudem die Effektivität des Neulings hervorhob. So ließ sich Gebhardt seine nächste Chance in der ausgeglichenen, intensiv und hitzig geführten zweiten Halbzeit nicht entgehen, war nach starker Vorarbeit von Luca Sielmann, der auf der rechten Seite zwei Gegner düpierte, mit dem 3:0 zur Stelle (83.). Der postwendende Gegentreffer nach einer Ecke fiel nicht mehr groß ins Gewicht (85.). Nach dem zweiten Auswärtssieg in Folge peilt der FC Fürth jetzt direkt den dritten an, wenn am Donnerstag das Gastspiel bei der SG Wald-Michelbach wartet (19.30 Uhr). Den Rücktritt des SG-Trainerduos nahm Ripperger überrascht auf. „Ich kenne beide sehr gut. Es ist super schade, dass sie jetzt die Reißleine gezogen haben.“
FC Fürth: Ihrig - Gehbauer (82. Kaffenberger), Sielmann, Yapicilar (63. Jaija), Gensel (75. Gärtner), Nerabi, Ernst, Knauer, Adamek, Deriy (46. Landzettel), Gebhardt.
Tore: 0:1 Gebhardt (31.), 0:2 Adamek (69.). 0:3 Gebhardt (83.), 1:3 Odeh (85.). dbe