FSV Rimbach: Schon beim ersten Testspiel macht es „Klick"
Kontinuität und Beständigkeit führen den FSV Rimbach zur Meisterschaft in der Kreisliga A. Acht Siege zum Saisonstart ebnen frühzeitig den Weg. Trainer Marcel Reibold geht - und die neue Runde wird schwer.
Rimbach. Das ist selten. Mitte der A-Liga-Hinrunde 2025/26 hatte sich bereits abgezeichnet, dass der FSV Rimbach gute Chancen hat, am Ende ganz oben zu stehen. Das ist jetzt zwei Spieltage vor Schluss auch eingetreten. Mit dem 2:0-Sieg bei der SG Hammelbach/Scharbach machten die Rimbacher am vergangenen Donnerstag ihr Meisterstück. Das Geheimnis? Der FSV hat ganz einfach kontinuierlich gut gespielt und sich auch von den wenigen Rückschlägen nicht beirren lassen.
Keine Durststrecke
Der 38-jährige Trainer Marcel Reibold sagte immer wieder: „Meine Mannschaft tritt nach wie vor locker auf, hat an ihrer Spielfreude nichts eingebüßt.“
Die personell mindestens genauso gut aufgestellte Konkurrenz aus Aschbach, Brandau/Gadernheim, Trösel oder Affolterbach hat dagegen immer wieder Rückschläge oder Durststrecken hinnehmen müssen. Hinzu kam, dass Rimbach von größeren, längeren Verletzungen verschont geblieben ist. Reibold: „Die Trainingsbeteiligung war durchweg gut. Die einzelnen Spieler waren lernwillig, die Mannschaft hat die Vorgaben umgesetzt.“ Noch ein Jahr zuvor sah es ganz anders aus. Nach dem dritten Platz zur Winterpause wurde Rimbach durchgereicht: „Uns hatte die Seuche erwischt“, kommentierte Reibold die damalige Situation mit unzähligen Verletzungen und Ausfällen.
Bereits im Sommer kam alles anders. Der frühere Spielertrainer Amir Duric kehrte zurück und wurde Co-Trainer. Das war Gold wert. Neben eigenen Toren bediente er seine Mitspieler vorzüglich. Dennis Proyer, Janis Zielonkowski und ein reaktivierter Jonas Olejniczak hießen die anderen Neuzugänge. Mit der Vorbereitung und dem ersten Testspiel „hat es Klick gemacht, kehrte das Selbstbewusstsein zurück“.
Acht Siege zum Start
Rimbach legte einen Superstart mit acht Siegen in Folge hin. Das war schon mal ein Ausrufezeichen für die Konkurrenz. Die erste Niederlage am neunten Spieltag gab es ausgerechnet beim damals bedrängten TV Lampertheim. Bis dato wurde erst ein zweites Mal verloren, in Affolterbach. Neben zwei Unentschieden in Fehlheim und in Rodau wurde das Unentschieden zu Hause gegen den schärfsten Verfolger Aschbach quasi wie ein Sieg gefeiert: Der Ausgleich fiel erst in der Nachspielzeit. Zudem folgte noch das Heim-Unentschieden gegen die SG Brandau/Gadernheim mit dem Gegentor in letzter Minute – der erste Matchball wurde verpasst.
Dieses Mal ging es auch nach der Winterpause erfolgreich weiter. Der Abstand zu den Verfolgern wuchs und wuchs. Wie geht es weiter? Reibold hat bereits zum Ende der Hinrunde angekündigt, dass er aus familiären Gründen aufhören wird. Sein Nachfolger ist der befreundete Oliver Zeug (Trainer der SG Hammelbach/Scharbach), mit dem er zusammen bei der Soma der SG Wald-Michelbach spielt. Reibold weiß, dass für jeden erfolgreichen A-Ligisten die folgende Runde in der Kreisoberliga eine große Herausforderung darstellt. Das hat die Vergangenheit leider schon zu oft gezeigt. Reibolds Einschätzung: „Das wird nicht einfach. Doch ich bin davon überzeugt, dass die Jungs die Qualität haben, auch dort mitzuhalten, zumal – Stand jetzt – niemand den Verein verlassen wird.“ mk