Gruppenliga: Erstes Heimspiel, erster Sieg für den SV Fürth
Nils Eckstein verwandelt einen Freistoß zum 2:1-Sieg des SV Fürth gegen den FC Alsbach. SG Wald-Michelbach verliert in Fehlheim. FC Fürth ist mit Punkt nicht zufrieden.
Fürth. Im dritten Anlauf hat es für den SV Fürth gegen den FC Alsbach endlich geklappt: Nach den beiden Niederlagen in der Vorsaison revanchierte sich die Elf von Jochen Ingelmann am Sonntag im ersten Heimspiel der neuen Saison mit einem 2:1 (1:1)-Sieg – einem laut Trainer verdienten Dreier: „Wir haben uns gerade in der ersten Hälfte viele Chancen erspielt, was im erwartet schweren Spiel gegen einen tief stehenden Gegner keine Selbstverständlichkeit war. Die Jungs waren geduldig, haben es oft gut ausgespielt“, lobte Ingelmann – auch wenn der Lohn zunächst ausblieb.
Der junge Jonas Flohr machte über links viel Betrieb, initiierte immer wieder gute Szenen. Lars-Eric Schwinn ließ eine frühe Großchance liegen, als er am quasi leeren Tor vorbeischoss (10.). Eine Chance ähnlicher Güte vergab Nicolas Böhmer, einer von mehreren zuvor vermissten Spielern, die jetzt wieder mitmischten. Trotz der Fürther Vorteile waren es jedoch die Gäste, die zum 1:0 vorlegten. „Der Klassiker: Die einen haben die Chancen, die anderen machen das Tor“, wie Ingelmann zum Treffer von Simon Engelhardt nach einem Umschaltmoment anmerkte.
Auf den Rückstand reagierte sein Team aber exzellent. Toni Mahl, der nächste Jungspund, setzte sich rechts durch und flankte in die Mitte, wo ein Alsbacher den Ball nur mit der Hand geklärt bekam. Den fälligen Strafstoß versenkte Schwinn links unten zum 1:1 (40.). Nach der Pause wurde das Spiel offener. Fürth hatte nicht mehr die Kontrolle der ersten 45 Minuten – gelangte aber durch einen Standard auf die Siegerstraße. Böhmer arbeitete im Zweikampf gut nach, wurde von Ahmad Alghabbash gefoult und der schon verwarnte Alsbacher musste mit Gelb-Rot runter (71.). Damit nicht genug: Den folgenden Freistoß traf Nils Eckstein aus über 25 Metern wunderbar zum 2:1 in den rechten Knick (72.) – die Entscheidung.
SV Fürth: Hummel - Geissinger, Böhmer (37. J. Vucic), Schumacher, Flohr, Mahl (83. Thaller), Schwinn, Eckstein, Incirkus (86. Orhan), Jöst, Weise.
Tore: 0:1 Engelhardt (37.), 1:1 Schwinn (40./HE), 2:1 Eckstein (72.).
VfR Fehlheim - SG Wald-Michelbach 5:0 (3:0)
Nach der heftigen 1:6-Heimklatsche zum Auftakt gegen Aufsteiger Seckmauern legte die SG Wald-Michelbach beim letztjährigen Vizemeister ordentlich los, ließ defensiv zunächst wenig zu und kam vorne zu zwei sehr guten Chancen. Kim Naas war zwei Mal allein durch, schoss nach einer Viertelstunde knapp über den VfR-Kasten und köpfte wenig später nach einem langen Ball in die Arme des Torwarts, weil er vermutete, dass dieser sein Tor bereits verlassen hatte.
Auf der Gegenseite brachte ein Elfmeter die bis dahin mehr als passablen Gäste daraufhin aus dem Konzept und auf die Verliererstraße: SG-Torwart Sven Helfrich griff zum Foul, als er im Begriff war, vom Gegner umkurvt zu werden. Den fälligen Strafstoß versenkte Marc Perchner zum 1:0 (33.), dem Anfang vom Ende für die Gäste: „Die erste halbe Stunde haben wir es ziemlich gut gemacht. Nach dem 0:1 ging es dann leider wie schon letzte Woche Schlag auf Schlag“, haderte SG-Co-Spielertrainer Andreas Lerchl ob des folgenden Fehlheimer Doppelschlags durch Evangelos Politakis (37.) und erneut Perchner (38.). Damit war bereits eine Vorentscheidung gefallen.
Nach der Pause hielten die personell geschwächten Gäste, bei denen noch mal Jannik Oberle als Aushilfskraft mitmischte und zu den Besten s gehörte, wieder etwas erfolgreicher dagegen. Zwei weitere VfR-Tore durch Paul Herbel (68.) und Fabien Frick quasi mit dem Abpfiff konnten sie vor rund 120 Zuschauern aber nicht verhindern. Offensiv war ein Freistoß des kurz zuvor eingewechselten Fabio Sattler, der abgefälscht an der Latte landete (81.), die größte Gelegenheit für Wald-Michelbach, das nach zwei heftigen Startniederlagen auf einen Befreiungsschlag am Mittwoch im Heimspiel gegen den TSV Altheim hofft.
SG Wald-Michelbach: Helfrich - Langner (67. Guarino/85. Schwinn), Beisel, D. Dörsam, Trares (79. Sattler), Schmitt (51. Albert), Oberle, Jahn, Ripper, Naas (80. Brauch), I. Dörsam.
Tore: 1:0 Perchner (33./FE), 2:0 Politakis (37.), 3:0 Perchner (38.), 4:0 Herbel (68.), 5:0 Frick (90.+2).
TSV Seckmauern - FC Fürth 1:1 (1:1)
Vier Tage nach der Heimniederlage im ersten Gruppenliga-Spiel gegen den SV Groß-Bieberau holte Aufsteiger FC Fürth am Sonntag den ersten Punkt. Im Aufsteiger-Duell beim TSV Seckmauern kam die Elf von Ralf Ripperger zu einem 1:1 (1:1)-Unentschieden, nach dem der Gästetrainer festhielt: „Bei mir überwiegt ganz klar die Enttäuschung der Freude über den ersten Punkt. Es war keine gute Leistung von uns, wir hatten dennoch eine Vielzahl an guten Torchancen – das muss gerade auswärts eigentlich zum Sieg reichen“, klagte der 35-Jährige. Zumal sein FC die Endphase nach einer Gelb-Roten Karte für TSV-Akteur Jason Fuchs (64.) in Überzahl bestreiten durfte. Doch vorne fehlte den Fürthern bei ihren Aktionen, die es in beiden Halbzeiten gab, irgendwo immer der letzte Pass oder sie kamen einen Schritt zu spät. „Die letzte Entschlossenheit war oftmals nicht vorhanden“, monierte Ripperger.
Nach einer frühen mehrminütigen Unterbrechung wegen der Verletzung von Seckmauerns Marvin Friedrich – sogar der Krankenwagen musste kommen - war es daraufhin die Heimelf, die das erste Tor erzielte - ausgerechnet durch Spielertrainer Lucas Oppermann, der bis 2024 anderthalb Jahre beim FC Fürth tätig gewesen war. Der 38-Jährige hatte schon am ersten Spieltag beim 6:1-Kantersieg bei der SG Wald-Michelbach drei Mal genetzt. Im ersten Heimspiel profitierte er gegen die nicht konsequent genug agierende Fürther Abwehr von der Vorarbeit von Joel Prostmeyer (19.). Die Gäste kamen danach zeitnah durch Ole Gärtner zu ihrem ersten Saisontor und 1:1-Ausgleich (27.). Trotz guter Chancen sollten keine weiteren Tore folgen. Zur Pause musste Ripperger einen Wechsel im Tor vornehmen, nachdem Stammkeeper Sebastian Kempf nach einer Aktion ein Stechen im Oberschenkel verspürt hatte. Für ihn kam Pascal Schmitt, der die Karriere eigentlich beendet hat, wegen des Einsatzes von Jakob Ihrig in der 1b aber als Ersatz mitgekommen war. In der Nachspielzeit gab nach einer Notbremse von Tim Zöller an Adamek den zweiten Platzverweis für den TSV (90.+6). Am Ausgang änderte das nichts mehr. „Die Ausbeute zum Start ist für uns zu wenig, nachdem wir auch am Mittwoch hätten gewinnen können“, resümierte Ripperger. FC Fürth: Kempf (46. Schmitt) - Gehbauer, Landzettel, Sielmann (78. Gensel), Nerabi, Knauer, Adamek, Turzer, Gärtner (85. Yapicilar), Gebhardt, Jaija (85. Ernst).
Tore: 1:0 Oppermann (19.), 1:1 Gärtner (27.). dbe