HSG Weschnitztal macht Sonderschichten
Die HSG Weschnitztal trainiert auch viel im athletischen Bereich, um dem Tabellenvierten Ettlingen ein Bein zu stellen. Fürther Männer haben Probleme, eine Mannschaft zusammenzubekommen.
Weschnitztal. Nach einem spielfreien Wochenende sind am Samstagabend (19 Uhr) die Oberliga-Handballer der HSG Weschnitztal wieder gefordert. Sie empfangen den Ligavierten HSG Ettlingen und wollen versuchen, dem Favoriten ein Bein zu stellen. „Wir wissen, dass wir Außenseiter sind und gehen mit dem nötigen Respekt die Aufgabe an“, erklärt Weschnitztals Spielertrainer Gerrit Fey.
Spielfreie Zeit gut genutzt
Dass er mit seiner Mannschaft nur noch Drittletzter ist, möchte er am liebsten ausblenden und das Positive in den Vordergrund stellen: „Wir haben die spielfreie Zeit genutzt, um intensiv zu arbeiten und auch Sonderschichten einzuschieben“, so der Coach. Besonders im athletischen Bereich wurde nachgelegt: „Die Körperlichkeit muss zurückkehren. Es geht jetzt darum, auch die extra Meter zu gehen und uns damit selbst aus der Abwärtsspirale zu befreien“, gibt sich Fey kämpferisch.
Dabei kann er auch auf sein Team bauen, das sich selbst in die Pflicht genommen hat: „Wir wissen alle, was wir es besser machen müssen. Es liegen schon turbulente Wochen hinter uns, aber jetzt richten wir den Blick nach vorne und wollen unsere Stärken zeigen“, erinnert der Spielertrainer an die Trennung von Coach Marcus Gutsche und die damit einhergehenden Umstrukturierungen. Alle Spieler würden aber hervorragend mitziehen und Vollgas geben. „Auch wenn bei uns – wie bei eigentlich allen Mannschaften – derzeit die Krankheitswelle umgeht, sind immer viele Spieler im Training. Das läuft wirklich gut“, findet Fey. Gegen Ettlingen wird Weschnitztal nach aktuellem Stand in seiner derzeitigen Bestbesetzung antreten können.
Jan-Niklas Weis hat noch etwas Knieprobleme und hat etwas dosiert trainiert, wird aber wohl ebenso mit dabei sein, wie die zuletzt krankheitsbedingt fehlenden Spieler. „Es sieht personell gut aus“, so der Spielertrainer, der nun auch den Schwung aus dem jüngsten 32:32-Remis gegen den Tabellendritten Heidelsheim mitnehmen möchte. „Die Richtung stimmt und daran wollen wir jetzt anknüpfen“, strahlt Gerrit Fey Zuversicht aus.
Zuschauerunterstützung nötig
Dass der Tabellenvierte durchaus in Reichweite der Odenwälder ist, das zeigte sich schon im Hinspiel: Bis zur Pause dominierte Weschnitztal Anfang Oktober, führte phasenweise mit fünf Toren, wurde dann aber nach der Pause regelrecht überrannt. „Entsprechend wissen wir, dass das eine schwere, aber nicht unlösbare Aufgabe wird. Wir haben beide Gesichter von Ettlingen gesehen und auch unsere beiden Gesichter gezeigt“, fasst es Fey zusammen und baut nun in eigener Halle auch wieder auf die Zuschauer: „Wir brauchen unbedingt wieder solch eine Unterstützung von den Rängen, wie zuletzt gegen Heidelsheim. Dann ist alles drin.“
Richtungsweisend für die Fürther Frauen
Vor einem richtungsweisenden Auswärtsspiel stehen am Sonntag (15 Uhr) die Handballerinnen der HSG Fürth/Krumbach. Als Bezirksoberliga-Tabellenführer fahren sie zum Liga-Vierten SG Egelsbach und wollen unbedingt den ersten Sieg des Jahres feiern.
Zur Erinnerung: Vor zwei Wochen kassierten die Odenwälderinnen beim TV Büttelborn nach einer ganz schwachen zweiten Hälfte ihre erste Saisonniederlage (30:31), am vergangenen Wochenende bekamen sie die Punkte gegen Schlusslicht Langen kampflos. Der Vorsprung auf den Tabellenzweiten SV Erbach beträgt noch drei Punkte.
Jetzt also Egelsbach. Das Hinspiel ist HSG-Trainer Daniel Werner noch bestens in Erinnerung, war es doch das letzte Spiel vor der Weihnachtspause und damit der letzte „echte“ Sieg seiner Mannschaft. Mit 28:24 gewann Fürth damals, musste sich mächtig strecken und hatte vor allem mit Kaja Lehmann Probleme. Die Spielmacherin Egelsbachs traf nicht nur selbst achtmal, sondern wusste auch ihre Mitspielerinnen gut in Szene zu setzen. „Sie ist stark im Eins-gegen-eins, kann aber auch aus dem Rückraum werfen“, so Daniel Werner. „Sie müssen wir in den Griff bekommen.“ Der Coach, der in seiner derzeitigen Bestbesetzung auflaufen kann, ist sich aber auch sicher: „Wenn wir unser Spiel über 60 Minuten durchdrücken können, dann werden wir die zwei Punkte mit nach Fürth nehmen.“
Nicht ganz so zuversichtlich blickt Ingo Trumpfheller, Trainer der Bezirksoberliga-Männer der HSG, auf das Heimspiel gegen die HSG Rüsselsheim/Bauschheim am Samstagabend (19 Uhr). „Personell sieht es nicht so rosig aus“, gibt er zu und hatte sogar eine Spielverlegung angefragt, die aber nicht zustande kam. Nils Klink und Philip Mink weilen im Urlaub, David Fischer ist weiterhin verletzt und Matthis Jäckel ist krank. Dazu kommt, dass auch noch Malte Jäckel Rückenbeschwerden hat und auch sein Einsatz mehr als fraglich ist. „Wir werden unseren Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft auffüllen müssen“, so Trumpfheller, der erst kurzfristig wissen wird, wer wirklich spielen kann. „Das macht es natürlich nicht einfach. Aber klar ist auch, dass egal, wer auf der Platte steht, wir den Kampf annehmen müssen.“
Verbessert werden soll insbesondere die Chancenverwertung. „Jetzt ist schon etwas Druck im Kessel“, gibt Trumpfheller mit Blick auf den zehnten Rang und 8:20 Punkte zu. „Damit der nicht noch höher wird, muss ein Sieg her“, gibt er sich vor der Partie gegen den punktgleichen Elften kämpferisch. Die Bezirksliga-Mannschaft der HSG Fürth/Krumbach II hat bereits ab 17 Uhr am Samstag als Liga-Elfter den Zwölften HSG Rüsselsheim/Bauschheim II zu Gast. „Mit der Einstellung und Leistung, die wir am vergangenen Wochenende gegen Tabellenführer Griesheim zeigten und auch eine Woche zuvor bei der knappen Niederlage gegen Biblis, können wir dieses Spiel gewinnen“, sieht Fürths Trainer Norbert Metzger seine Mannschaft gewappnet. mep