Kreisoberliga: Wieder viel Frust bei der SG Unter-Abtsteinach
Das 1:1-Unentschieden beim Aufsteiger Starkenburgia Heppenheim ist zu wenig für die SG Unter-Abtsteinach. VfL Birkenau kommt in der Nachspielzeit zum Ausgleich. SV Lörzenbach sorgt für Überraschung.
Unter-Abtsteinach. Die SG Unter-Abtsteinach kam beim Kreisoberliga-Aufsteiger Starkenburgia Heppenheim nur zu einem Remis. Damit hat der vermeintliche Titelfavorit erst einen Punkt nach zwei Spielen. SGU-Trainer Marcus Lauer zeigte sich nach dem 1:1 (0:1) auch entsprechend frustriert. „Wir müssen uns wirklich hinterfragen, ob wir auch alle an das gleiche Ziel glauben“, sagte der Coach und machte klar: „Wir müssen uns einfach an den Plan halten. Beim Gegentor haben wir wieder nicht gut verteidigt.“
Die Heppenheimer standen tief, verteidigten aber kompakt und gingen nach einer Standardsituation in Führung. Im Anschluss an einen Freistoß stand Luca Schemel im Strafraum der Unter-Abtsteinacher plötzlich frei und traf zum 1:0 (14.). „Das war wieder einmal symptomatisch“, ärgerte sich Lauer. Die SG übernahm dann die Spielkontrolle, erspielte sich aber nur wenige Torchancen aus dem Spiel heraus.
Lauer wechselte vor dem Wiederanpfiff zweimal aus und brachte in der 50. Minute den dritten Einwechselspieler. Die SG wurde dann auch immer stärker, Nach einem Eckball gelang Mats Gärtner der bis dahin verdiente Ausgleich (68.). Die Unter-Abtsteinacher drückten danach auf den Siegtreffer, mussten aber immer wieder auf die gefährlichen Konter der Starkenburgia aufpassen. Letztlich war es ein verdientes Unentschieden für Heppenheim.
SG Unter-Abtsteinach: Darffour - Wolff, Lelek, Siefert (46. Solak), Berhe (46. Güder), Erik Anhölcher, Cermjani, Dolicanin (50. Efstathiou), Gärtner, Muca, Nils Anhölcher.
Tore: 1:0 Schemel (14.), 1:1 Gärtner (68.).
SSG Einhausen - SV Unter-Flockenbach II 2:0 (2:0)
Die Unter-Flockenbacher hatten die erste gute Chance des Spiels. Ein Schuss Markus Moh Amar ging am Gehäuse vorbei (4.). In der Folge wurde Einhausen stärker. Tim Utermann kam nach einer Ecke frei zum Schuss, doch ein Unter-Flockenbacher Abwehrbein rettete auf der Linie (23.). Kurz nach dem Seitenwechsel hatte die SSG dann Erfolg. Tom Großfeld konnte den Ball im Strafraum der „Flockies“ annehmen und erzielte mit einem Volleyschuss das 1:0 (50.). Der SV Unter-Flockenbach II machte dann auf. Einhausen wartete auf Konter. Felix Krauß scheiterte am Torwart Dominik Urbanek, der den Ball noch an die Latte lenkte (63.). Doch offensiv taten sich die Gäste schwer. Letztlich sorgte Thorben Knaup mit seinem Kopfballtreffer nach Flanke von Daniele D’Ignoti sieben Minuten vor Schluss zum 2:0 (83.) für die Entscheidung.
„Wir wissen gar nicht so richtig, warum wir verloren haben. Wir haben im ersten Durchgang gut gespielt, leider unsere Chancen nicht genutzt, im zweiten Durchgang ist dann in unserem Spiel der Faden gerissen“, sagte Yannick Cezane, der Unter-Flockenbacher Co-Trainer, der eigentlich selbst spielt, aber nach einem Schlüsselbeinbruch derzeit nur von außen helfen kann.
SV Unter-Flockenbach II: Urbanek - Mayer, Mulaj (63. Döner), Adamek (78. Kreß), Moh Amar, Kamuff, Ervin Beka, Endrit Beka, Scott (25. Gunt), Dechert, Sielmann.
Tore: 1:0 Großfeld (50.), 2:0 Knaup (83.).
FC Groß-Rohrheim - VfL Birkenau 3:3 (2:1)
Der VfL Birkenau wartet auch nach dem dritten Saisonspiel auf den ersten Sieg in dieser Spielzeit. Wenigstens reichte es für den vermeintlichen Meisterschaftsfavoriten nach zuvor zwei Niederlagen wenigstens für einen Zähler. „Damit muss man nach dem Spielverlauf auch zufrieden sein“, sagte Trainer Daniel Hahn. Die Birkenauer gingen zunächst mit 1:0 (37.) in Front. Nach einem Eckball von Niklas Halblaub gelang Marc Laudenklos die Führung. Die Groß-Rohrheimer hatten Ende der ersten Hälfte eine Drangphase. Nicolas Urso verwertete in der Nachspielzeit eine Flanke zum 1:1 und nach einer Kombination erzielte Mehmet Caner das 2:1 (45.+3).
Der VfL Birkenau kam mit viel Wut im Bauch aus der Halbzeitkabine. Doch die Groß-Rohrheimer zeigten sich sehr effektiv in der Offensive und erhöhten auf 3:1 (67.). Johann Wogawa brachte den VfL mit einem satten Schuss auf 2:3 (67.) wieder heran. Birkenau drückte weiter, hatte aber Glück, dass Keeper Nico Kahlenberg sein Team im Spiel hielt. In der langen Nachspielzeit gelang Florian Frölich praktisch mit dem letzten Angriff der Partie noch das 3:3 (90.+8). „Der Gegner hat durch unsere Fehler die Treffer erzielt. Unser Torwart hat uns im Spiel gehalten, das war unser Glück“, sagte VfL-Trainer Daniel Hahn, der betonte: „Wir haben viel Glück gehabt, wir müssen weiter an unseren Fehlern arbeiten. Wenn wir es nicht schaffen, hier besser zu werden, kommen wir da unten so schnell heraus.“
VfL Birkenau: Kahlenberg - Wogawa, Niklas Wolk, P. Wolk, Jan Luca Tschunt, Morr (77. Frölich), Fabio Tschunt, Niklas Halblaub, Laudenklos, Hick (51. Möck), Romagnolo.
Tore: 0:1 Laudenklos (37.), 1:1 Urso (45.+1), 1:2 Caner (45.+3), 3:1Hassanzada (53.), 3:2 Wogawa (57.), 3:3 Frölich (90.+8). bol
Totalversagen der KSG Mitlechtern
Die KSG Mitlechtern verlor ihr Auswärtsspiel in der Fußball-Kreisoberliga bei der SG Lindenfels/Winterkasten doch überraschend deutlich mit 0:5 (0:3). Nach dem letztwöchigen Sieg beim SV Lörzenbach in der Vorwoche hatte sich das Team von Trainer Ronny Sauer eigentlich auch in Lindenfels etwas ausgerechnet. Doch bei der KSG war der Wurm drin. Die Platzherren machten von Beginn an viel Druck. Noah Fiedler gelang die 1:0-Führung (13.). Lennart Schneider erhöhte nur kurze Zeit später auf 2:0 (22.). Die KSG kam auch in der Folge überhaupt nicht ins Spiel und machte zu viele Fehler. Fiedler legte nach einer knappen halben Stunde das 3:0 nach. Kurz nach Wiederanpfiff gelang Noah Fiedler auch der vierte Treffer (49.). Christopher Schröder traf dann noch in der Nachspielzeit zum 5:0.
„Das war ein Totalversagen auf der ganzen Linie“, sagte KSG-Teamchef Achim Tremper. Und auch Trainer Ronny Sauer monierte: „Bei uns hat nichts gestimmt. Einsatz, Ehrgeiz, Laufbereitschaft und Körpersprache waren unterirdisch und so kann man nicht in ein Kreisoberliga-Spiel gehen. Ich bin maßlos enttäuscht von der Mannschaft und kann mir ein solches Auftreten nicht erklären. Ich weiß, dass es keiner mit Absicht macht, aber das war heute ein Offenbarungseid.“
SG Lindenfels/Winterkasten: Daum - Hördt, Sossna, Langer, Michael Kredel, Sebastian Kredel, Fielder (81. Bauer), Bechtel, Prikel (66. Schröder), Stanka, Schneider (83. Weißensteiner).
KSG Mitlechtern: Schmitt - Jonas Bitsch, Knecht (40. Clemens Kilian), Jens Klein (72. Röhrig), Hirsch, Renkewitz (40. Maurizio Müller), Hohrein, Carsten Bitsch (86. Schuster), Fetsch (46. Gücüyener), Dippel, Felix Klein.
Tore: 1:0 Fiedler (13.), 2:0 Schneider (22.), 3:0, 4:0 Fiedler (29, 49.), 5:0 Schröder (90.+1). bol
SV Lörzenbach siegt in Lorsch
Für die Überraschung des dritten Spieltags in der Fußball-Kreisoberliga sorgte der SV Lörzenbach. Nach dem enttäuschenden Auftritt beim 0:3 im Heimderby gegen die KSG Mitlechtern zeigte die Mannschaft die von Trainer Ron Hachenberger geforderte Reaktion und siegte völlig unerwartet mit 1:0 bei der hoch gehandelten Tvgg. Lorsch, die die ersten beiden Begegnungen noch souverän gewonnen hatte. Und das auch verdient, wie Spielausschussmitglied Armin Schwarz betonte: „Wir hatten noch mehrere klare Chancen und hätten höher gewinnen können, auch wenn wir am Ende ein bisschen Glück hatten.“
Neuzugang Firat Marankoz brachte die von Beginn an hellwachen Gäste schon nach zwölf Minuten mit 1:0 in Führung. Und die Lörzenbacher hätten diese ausbauen können, denn Yannick Schwarz und Tim Krauß kamen frei zum Abschluss, konnten aber den Lorscher Torhüter Nico Ernst nicht überwinden. Auch nach dem Wechsel hatten die Lörzenbacher, die sich in der Defensive sehr stabil zeigten, die besseren Gelegenheiten, doch abermals Krauß und Silas Zeiß konnten aus ihren klaren Kontermöglichkeiten keinen Profit schlagen.
So wurde es am Ende doch noch einmal eng, als die Lorscher zur Schlussoffensive ansetzten. Aber auch diese Druckphase überstanden die Gäste und so durften sie schließlich den nicht einkalkulierten Dreier mit nach Hause nehmen.
SV Lörzenbach: Pfeifer, Ripper, Mades, Brabandt, Wurtz, Schwarz (60. Adler), N. Kilian, Krieger, Zeiß, Krauß, Marankoz (70. Hiller).
Tor: 0:1 Marankoz (12.). jün