Nils Arras ist nach 13 Monaten Verletzungspause beim FC Fürth zurück
Andreas Adamek erzielt drei Tore für den FC Fürth gegen Geinsheim, der den Klassenerhalt in der Gruppenliga feiert. Der SV Fürth hofft auf die Relegation.
Fürth. Der FC Fürth hat sich in der Fußball-Gruppenliga mit einem 4:2 (1:1)-Heimsieg gegen den SV Geinsheim aus der Saison verabschiedet. Matchwinner war Andreas Adamek, der gleich dreimal traf – darunter per direkt verwandeltem Freistoß sehenswert zum vorentscheidenden 3:2.
Der abstiegsbedrohte SV Geinsheim begann aggressiv und setzte die Mannschaft von FC-Trainer Ralf Ripperger mit hohem Pressing zunächst unter Druck. Die Gastgeber hatten damit anfangs einige Probleme. Mit zunehmender Spielzeit bekam der FC Fürth die Partie jedoch immer besser unter Kontrolle – auch, weil Geinsheim dem hohen Aufwand bei großer Hitze Tribut zollen musste.
Adamek brachte den FC in der 20. Minute in Führung, ehe Seidel für die Gäste ausglich (32.). Nach der Pause entwickelte sich eine offene Partie: Sielmann erzielte das 2:1 für Fürth (70.), doch Losert glich nur fünf Minuten später wieder aus. Dann folgte der große Auftritt von Andreas Adamek. Der Fürther traf in der 77. Minute per Freistoß aus 23 Metern Torentfernung direkt und unhaltbar ins Toreck zum 3:2. Nur zwei Minuten später machte er mit seinem dritten Treffer alles klar.
Geinsheim bewies trotz der Niederlage Moral und durfte sich am Ende verdient über den Klassenerhalt freuen.
Der FC Fürth verabschiedete vor dem Spiel Jan Gebhardt, Kristof Deriy und Fisnik Jaija. Zudem feierte Nils Arras nach 13 Monaten Verletzungspause sein Comeback und stand 25 Minuten auf dem Platz. Überschattet wurde der Tag von einem schweren Arbeitsunfall eines Fußballers der SG Wald-Michelbach.
FC Fürth: Dahlke, Gehbauer, Landzettel, Sielmann, Nerabi, Ernst, Adamek, Turzer, Kaffenberger, Gebhardt, Jaija. Eingewechselt: Gärtner, Arras, Deriy, Wolpert.
Tore: 1:0 Adamek (20.), 1:1 Seidel (32.), 2:1 Sielmann (70.), 2:2 Losert (75.), 3:2, 4:2 Adamek (77., 79.).
VfB Ginsheim - SV Fürth 6:2 (3:2)
Der SV Fürth hat derweil trotz einer deutlichen 2:6 (2:3)-Niederlage beim Meister VfB Ginsheim weiter die Chance auf die Relegation zum Klassenerhalt in der Gruppenliga.
Trainer Jochen Ingelmann musste stark ersatzgeschwächt antreten. Fünf Stammkräfte fehlten, zudem hatte der SVF kaum Wechselmöglichkeiten. Bei großer Hitze entwickelte sich insgesamt „kein Leckerbissen“, wie Ingelmann sagte.
Der bereits feststehende Meister aus Ginsheim spielte befreit auf und profitierte dabei auch von zwei Treffern aus aus Sicht der Fürther abseitsverdächtiger Position. Nach Toren von Lutz (21.), Özer (22.) und Czepecha (27.) lag der SVF früh mit 0:3 zurück. Doch Fürth zeigte Moral: Dolicanin (29.) und Schumacher (33.) verkürzten noch vor der Pause auf 2:3.
Mit Wiederanpfiff wurde der SV Fürth stärker. „Zwischenzeitlich hat es danach ausgesehen, als ob da etwas gehen kann für uns“, sagte Ingelmann. Doch Ginsheim hatte einen starken Torhüter, zeigte sich eiskalt im Abschluss und entschied die Partie mit dem 4:2 endgültig. Özer traf danach noch ein weiteres Mal, Wiesenaecker setzte den Schlusspunkt.
„Ans Limit gehen“
Trotz der Niederlage hat der SV Fürth am letzten Spieltag gegen den Tabellenzehnten Viktoria Griesheim alles in eigener Hand. Mit einem Heimsieg würde der SVF sicher die Relegation zum Klassenerhalt erreichen und FC 07 Bensheim müsste absteigen. „Wenn wir gegen Griesheim gewinnen, dann sind wir sicher in der Relegation“, sagte Ingelmann. „Wir müssen jetzt nochmal ans Limit gehen – wir müssen es erzwingen.“ jaz
SV Fürth: Hummel - Geissinger, Böhmer, Dolicanin, Schumacher, Schwinn, Kabel, Kempf, Elenberger, Flohr, Marx. Eingewechselt: Incirkus, Tekgezen, Dreißigacker.
Tore: 1:0 Lutz (21.), 2:0 Özer (22.), 3:0 Czepecha (27.), 3:1 Dolicanin (29.), 3:2 Schumacher (33.), 4:2, 5:2 Özer (59., 66.), 6:2 Wiesenaecker (84.).