Fußball

Ole Gärtner soll die Offensive beleben

26-Jähriger wechselt im Sommer von der TSG 62/09 Weinheim zum FC Fürth.

Ole Gärtner, hier noch im Trikot der TSG 62/09 Weinheim, wechselt im Sommer aus dem Badischen nach Hessen und wird den FC Fürth in der Offensive verstärken. Foto: ZIP Import
Ole Gärtner, hier noch im Trikot der TSG 62/09 Weinheim, wechselt im Sommer aus dem Badischen nach Hessen und wird den FC Fürth in der Offensive verstärken.

Ganz aufgegeben hat sich der FC Fürth im Abstiegskampf in der Fußball-Gruppenliga zwar noch nicht, doch angesichts des Rückstands von 14 Punkten auf den Abstiegsrelegationsplatz und 15 in den verbleibenden fünf Spielen zu vergebenen Zählern ist die Hoffnung auf den Klassenerhalt wohl nur noch rechnerischer Natur. Dass die Fürther am vergangenen Sonntag die Partie gegen RW Walldorf II aufgrund personeller Engpässe absagen musste, nährt diese auch nicht gerade. Während heute Abend das Nachholspiel gegen die TSV Auerbach auf dem Programm steht, laufen ungeachtet der aktuellen Situation die Planungen für die nächste Saison. So kann der Verein zwei Neuzugänge vermelden, darunter auch einen Hochkaräter.

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Ab Sommer wird der gebürtige Hornbacher Ole Gärtner das Trikot der Rot-Weißen tragen. Der 26-Jährige wechselt vom badischen Verbandsligisten TSG 62/09 Weinheim nach Fürth und soll dort mit seiner Schnelligkeit und Torgefährlichkeit das Offensivspiel beleben. Gärtner hat das Fußballspielen in der Jugend des VfL Birkenau gelernt und schaffte beim Kreisoberligisten auf Anhieb den Sprung in die erste Mannschaft.

Von der SGU zur TSG

Aufgrund seiner Qualitäten wurden dann auch höherklassigere Vereine auf ihn aufmerksam und es folgte zunächst der Wechsel zur SG Unter-Abtsteinach, ehe er sich nach deren Rückzug aus der Verbandsliga den Weinheimern anschloss, bei denen er mit seinen Toren einen maßgeblichen Teil dazu beitrag, dass sich die TSG nach der Winterpause aus der Abstiegszone befreite und am vergangenen Wochenende den Klassenerhalt sichern konnte.

„Wir sind natürlich froh, einen Spieler wie ihn verpflichten zu können, da er fußballerisch flexibel in der Offensive einsetzbar ist. Zudem passt er menschlich gut in unser Team. Wir hoffen, dass er in der nächsten Saison ein entscheidender Faktor sein wird, um eine erfolgreiche Saison spielen zu können“, erklärt FC-Sportvorstand Marco Knapp auf Anfrage unserer Sportredaktion.

Den Kontakt zu Gärtner konnte der FC über seinen Spieler Tim Gensel knüpfen, wie Knapp berichtet. „Die beiden sind gut befreundet“, erklärt der Sportvorstand und wertet dies auch als ein Zeichen dafür, dass „sich unsere Jungs aktiv in die Gestaltung der Mannschaft einbringen“.

Zudem kann Knapp von einem vielversprechenden Rückkehrer berichten. Aus der Gruppenliga spielenden A-Jugend der Heppenheimer Starkenburgia wechselt Jose Luis Rothenstein zum FC. „Er hat bereits bei uns in der Jugend gespielt und soll nun bei uns die nächsten Schritte in seiner Entwicklung gehen“, merkt Knapp dazu an.

Als Abgänge stehen bereits Timo Heuß und Felix Scheidel fest, die beide aber nur wenige Einsätze hatten. Schwerwiegender ist der Verlust von Daniel Kaffenberger, der über Jahre hinweg ein Leistungsträger war und nun aber eine Pause einlegen will. „Er wohnt aktuell in Mainz, da ist der Weg nach Fürth einfach zu weit“, erklärt Knapp. Der Kader für die nächste Saison steht zum großen Teil, es sollen aber noch ein, zwei weitere Spieler verpflichtet werden“, erklärt der Sportvorstand zum aktuellen Stand der Planungen und macht deutlich, dass „der Kader auf jeden Fall breiter sein wird als in dieser Saison“.

Nachholspiel gegen Auerbach

Nachdem die Fürther die Punkte aus der Partie am vergangenen Sonntag kampflos den Walldorfern überlassen mussten, können sie für das Nachholspiel am heutigen Donnerstagabend (19.30 Uhr) gegen die TSV Auerbach wieder eine Mannschaft stellen. „Am Sonntag fehlten uns urlaubs- und beruflich bedingt drei Spieler, die nun wieder auflaufen können“, erläutert Knapp.

Wollen die Gastgeber die minimale Chance auf den Klassenerhalt noch nutzen, sind drei Punkte gegen die Auerbacher Pflicht. Der Aufsteiger hat selbst auch noch nicht den Verbleib in der Gruppenliga in der Tasche, er steht aktuell auf dem Abstiegsrelegationsplatz zwölf und hat vier Punkte Rückstand auf Rang elf, aber auch sechs Punkte Vorsprung auf Platz 13. Mit einem Auswärtserfolg könnte Auerbach den Rückstand nach oben auf einen Zähler verkürzen und sich weiter Luft auf die Abstiegsplätze verschaffen.

„Wir sind auf jeden Fall bestrebt, in den restlichen Spielen noch das eine oder andere Erfolgserlebnis zu haben und wollen deshalb auch gegen Auerbach punkten“, erklärt Knapp. Es fallen zwar einige verletzte und angeschlagene Spieler aus, darunter auch weiterhin Spielertrainer Lucas Oppermann, aber mit der zur Verfügung stehenden Mannschaft soll auf jeden Fall etwas geholt werden.