Handball

Rumpf-Sieben der HSG Weschnitztal rettet einen Punkt

Die HSG Weschnitztal gleicht gegen die TG Eggenstein nach einem 16:25-Rückstand in der 40. Minute noch zum 29:29 aus. Die HSG Fürth/Krumbach zeigt das beste Auswärtsspiel.

Für Trainer Marcus Gutsche und die HSG Weschnitztal war das Unentschieden gegen die TG Eggenstein ein hartes Stück Arbeit. Foto: Fritz Kopetzky
Für Trainer Marcus Gutsche und die HSG Weschnitztal war das Unentschieden gegen die TG Eggenstein ein hartes Stück Arbeit.

Mit einer riesengroßen Energieleistung rettete die HSG Weschnitztal am Samstagabend noch ein 29:29 (11:18)-Unentschieden gegen die TG Eggenstein und bleibt damit auch nach 19 Saisonspielen ungeschlagen und mit 36:2 Punkten souveräner Tabellenführer. Doch bis der eine Punkt in trockenen Tüchern war, musste Trainer Marcus Gutsche gehörig zittern, „aber ich habe immer daran geglaubt, dass wir das noch schaffen“, betont er, auf den 16:25-Rückstand 20 Minuten vor dem Ende angesprochen.

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Die Weschnitztaler traten mit gerade einmal sieben Feldspielern und zwei Torhütern an, nachdem einige Akteure sich krank oder verletzt abgemeldet hatten. Für Patrik Sedlacek ist sogar die Saison schon beendet, er wird sich einer Schulter-Operation unterziehen müssen. „Mir war klar, dass das heute zu einem ganz großen Teil Kopfsache sein wird, und tatsächlich waren wir bis zur 45. Minute kopfmäßig nicht da“, haderte Gutsche, lobte dann aber umso mehr die tolle Moral und den unbändigen Willen, den seine Rumpftruppe anschließend an den Tag legte.

Eggenstein – als Viertletzter krasser Außenseiter, aber glänzend eingestellt – verschleppte konsequent das Tempo, beraubte Weschnitztal damit auch dem schnellen Umschaltspiel. Erst als sich Torhüter Nils Heckmann in der Schlussphase steigerte, ging ein Ruck durch die HSG-Mannschaft. Tor um Tor kamen die Odenwälder heran, verkürzten von 16:25 auf 20:26 (46.), aber beim 22:29 zehn Minuten vor dem Ende schien ihnen die Zeit davonzulaufen. Dann nutzten sie eine Zeitstrafe der Gäste, um auf 25:29 zu verkürzen (53.), und selbst nach einer Auszeit Eggensteins blieben die Weschnitztaler nun in der Spur, verkürzten zum 28:29 (57.). 22 Sekunden vor dem Ende traf Timo Zehrbach zum umjubelten Ausgleich. Nach einem schnellen Ballgewinn hatte die HSG sogar noch einen Wurf auf das Gästetor, doch es blieb beim Remis.

„Wir wissen, dass wir heute über weite Strecken nicht gut waren und die Art und Weise, wie wir bis zur 40. Minute aufgetreten sind, hat mir nicht gefallen. Aber wir wollen das Positive nach vorne stellen und das ist der Kampfgeist und die Moral. Wir sind weiter ungeschlagen. Darauf kommt es an“, betonte Marcus Gutsche nach der Schlusssirene.

Wichtig sei nun, dass in der neuen Woche das Training wieder besser läuft, nachdem in der vergangenen sogar eine Einheit mangels Spieler abgesagt werden musste. „Wir hatten bislang eine herausragende Saison und jetzt haben wir auch diese schwierige Situation gemeistert“, erklärt Gutsche, „und darauf können wir auch ein Stück weit stolz sein.“

HSG Weschnitztal: Nils Heckmann (1), Saul - Mitrovic (8/3), Clemens (1), Dietrich (5), Niklas Zehrbach (3), Timo Zehrbach (3), Lars Heckmann (1), Wiegand (5), Hammann (2). mepTSV Modau

TSV Modau - HSG Fürth/Krumbach 26:22

Eine starke kämpferische Leistung reichte den Handballern der HSG Fürth/Krumbach im Bezirksoberliga-Spitzenspiel nicht aus. In den letzten zehn Minuten geriet das Team von Trainer Sebastian Eisenhauer beim ambitionierten Tabellenzweiten TSV Modau ins Hintertreffen, unterlag letztlich mit 22:26 (13:13).

„Ich kann den Jungs heute absolut keinen Vorwurf machen. Alle haben klasse gekämpft, und ich denke, das war unser bestes Auswärtsspiel in dieser Runde“, zeigte sich Eisenhauer trotz der ärgerlichen Niederlage –beim 20:20 (51.) war noch alles drin – versöhnlich gestimmt. Dies lag auch daran, dass den Fürthern angesichts arger personeller Probleme im Vorfeld kaum etwas zuzutrauen war. Mit Markus Koch, Lars Richter und Luca Kilian fehlten etliche Leistungsträger, weitere Akteure waren angeschlagen ins Spiel gegangen. Als bereits nach zwölf Minuten David Fischer noch eine harte Rote Karte kassierte, waren die Alternativen extrem dünn. Ganz wichtig wurde nun auch Moritz Weber, der aus der zweiten Mannschaft aushalf und sich mit fünf Treffern glänzend einbrachte. „Er hat das klasse gemacht“, lobte Sebastian Eisenhauer.

In den ersten 20 Minuten legte Modau knapp vor, nach dem 8:10 drehte Fürth das Resultat zum 12:11 und fortan entwickelte sich eine völlig offene Partie mit wechselnden Führungen. Letztmals lag die HSG dann beim 19:18 (47.) vorne. „Danach fehlte uns im Angriff die Kraft, da wurden einige Male schlechte Entscheidungen getroffen“, musste Eisenhauer erkennen. Die Defensive rackerte aber weiter und so geriet Fürth/Krumbach erst nach dem 21:22 (57.) noch entscheidend mit 21:25 und schließlich 22:26 ins Hintertreffen.

HSG Fürth/Krumbach: Henrik Richter, Hebling - Beye (6), Matthis Jäckel (3), Schuricht (4/1), Renner, Fischer, Weber (5), Mink, Malte Jäckel, Kaiser (4).

TSV Modau II - HSG Fürth/Krumbach II 32:32

Mit einem leistungsgerechten 32:32 (16:18) musste sich Handball-A-Ligist HSG Fürth/Krumbach II beim TSV Modau II zufriedengeben. Nach einer ersten Hälfte mit wechselnden Führungen schienen die Gastgeber beim 20:16 (33.) etwas Oberwasser zu bekommen, doch schon vier Minuten später hatte das Team von HSG-Trainer Ingo Trumpfheller zur eigenen 21:20-Führung gekontert (39.). Fortan blieb es eng, beim 32:31 80 Sekunden vor dem Ende brachte Nils Klink die Fürther noch einmal in Führung, doch 25 Sekunden vor dem Ende egalisierte Modau.

HSG Fürth/Krumbach II: Alexander Schmitt, Lindner - Andreas Schmitt, Schütz, Baumgartl, Klink (2), Malte Jäckel (4), Meiß (6), Herdner (1), Weber (1), Raabe (8), Camcioglu (5/1), Schüle (5/1), Jäger. mep