Handball

SV Erbach wirft Trainer Waldemar Rack vor dem Spiel gegen Heppenheim raus

Paukenschlag in der Frauen-Bezirksoberliga: Der SV Erbach trennt sich von Trainer Waldemar Rack und hat schon einen Nachfogler. Heppenheims Trainer Jozef Skandik will vielleicht ganz aufhören.

Vor dem Derby gegen den HC VfL Heppenheim hat der SV Erbach Trainer Waldemar Rack entlassen. Foto: Marco Schilling
Vor dem Derby gegen den HC VfL Heppenheim hat der SV Erbach Trainer Waldemar Rack entlassen.

Heppenheim/Erbach. Derbyzeit in der Frauenhandball-Bezirksoberliga: Am Sonntag um 16 Uhr empfängt der HC VfL Heppenheim den SV Erbach. Dabei geht es natürlich ums Prestige, aber in der Tabelle nur noch für ein Team um etwas: Die Erbacherinnen brauchen Punkte, um den Klassenerhalt zu sichern. Dabei kam es im Vorfeld zu einem Paukenschlag: Vor den letzten drei noch ausstehenden Partien trennte sich der SVE von Trainer Waldemar Rack.

Der erfahrene Übungsleiter hatte zuvor dem Verein schon mitgeteilt, in der kommenden Runde nicht mehr zur Verfügung zu stehen. „Das hatte nur bedingt mit der Entwicklung hier zu tun. Vielmehr ging es mir darum, dass ich die Zeit mit meiner Familie stärker nutzen möchte“, erklärt der Coach. „Ich wollte einfach eine Pause machen, vielleicht auch ganz als Trainer aufhören.“

Die Ereignisse überschlagen sich

Doch dann überschlugen sich die Ereignisse und die jüngste 28:30-Niederlage im Kellerduell bei der SKG Roßdorf sollte schon der letzte Einsatz Racks als Erbacher Trainer gewesen sein. Einmal wurde noch miteinander trainiert, danach teilte man Rack die Entscheidung mit, die Runde ohne ihn zu Ende bringen zu wollen. Und das möglichst erfolgreich, was unter den aktuellen Voraussetzungen bedeutet, noch den Klassenerhalt zu erreichen. Aktuell hat der SVE drei Punkte Vorsprung auf Schlusslicht Darmstadt bei noch drei ausstehenden Partien – darunter der direkte Vergleich mit den Darmstädterinnen. Auf Nachfrage wurde neben der schwierigen sportlichen Situation, die mit einem sehr dünnen Kader und einer von Rack immer wieder beklagten schwachen Trainingsbeteiligung einhergeht, auch die „verschlechterte Stimmung“ innerhalb des Teams genannt.

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Immerhin: Einen neuen Trainer für die nächste Spielzeit haben die Erbacherinnen bereits, allerdings wurde mit diesem vereinbart, dies erst nach der Runde bekanntzugeben. Natürlich würden die Erbacherinnen am liebsten schon gegen Heppenheim punkten, um den ganz großen Druck erst einmal abzuschütteln und vor allem, um wichtiges Selbstvertrauen zu tanken. Doch da hat ein Ex-Coach von ihnen etwas dagegen: HC VfL-Trainer Jozef Skandik. „Natürlich wollen wir das Derby gewinnen. Das wäre noch ein schönes Abschiedsgeschenk für mich“, meint er, der bekanntlich nach der Runde sein Amt niederlegt und sogar davon ausgeht, überhaupt nicht mehr als Trainer zu arbeiten: „Ich mache das jetzt lange genug. Ich denke, es reicht“, so Skandik, der zumindest für die kommende Saison definitiv kein Engagement annehmen wird und bereits Anfragen abgelehnt hat. mep