Fußball

Bei der SG Hammelbach/Scharbach muss alles passen

Nach Platz vier in der vergangenen Saison unterschätzt die SG Hammelbach/Scharbach in der Fußball-Kreisliga B niemand mehr. Allerdings gibt es Abgänge. Trainer Oliver Zeug sagt, wie es weitergehen kann.

Auf Jan Bauer (rechts) und Simon Schröder kann die SG Hammelbach/Scharbach nicht verzichten.    Bild: Philipp Reimer Foto: Philipp Reimer Photography
Auf Jan Bauer (rechts) und Simon Schröder kann die SG Hammelbach/Scharbach nicht verzichten. Bild: Philipp Reimer

Viel hat nicht gefehlt, da wäre der SG Hammelbach/Scharbach der Durchmarsch in die Fußball-Kreisliga B gelungen. Bis zum Schluss hielt der Aufsteiger das Meisterschaftsrennen spannend, am Ende holte die Spielgemeinschaft aber vier Punkte zu wenig.

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„Die Chance zum Aufstieg war da“, sagt Trainer Oliver Zeug im Rückblick. Aus verschiedenen Gründen ging der Mannschaft aber „die Puste aus“, wie Zeug sagt, sodass mann hinter den beiden Aufsteigern FV Hofheim und FSG Riedrode II sowie dem SV Affolterbach Vierter wurde. Die Hammelbacher hatten – wie alle anderen Mannschaften auch, gibt Zeug zu – mit Ausfällen zu kämpfen. „Doch im Gegensatz zu anderen Vereinen, die einen breiteren Kader haben, können wir das nicht immer kompensieren“, meint der 51-jährige Trainer, der 2019 in Hammelbach übernahm, und ist gerade deswegen stolz darauf, dass sein Team alles reinwarf und nicht vorschnell aufsteckte.

Hoffen auf Schröder und Bauer

Seit der Winterpause fehlte beispielsweise der unverzichtbare Simon Schröder, der seine Verletzung immer noch nicht voll auskuriert hat. Zeug hofft auf seine schnelle vollständige Genesung, denn er braucht Schröder genauso wie Jan Bauer. Der Torjäger steckte wegen seines Hausbaus etwas zurück. „Ich hoffe, dass er noch einmal voll angreifen kann, denn Jan ist für mich ein kompletter Stürmer“, sagt Zeug. Überhaupt hat er gute Spieler in der Mannschaft und ein funktionierendes Gerüst. In der Abwehr hat sich der erst 19-jähriger Finn Unger zum Stammspieler entwickelt, neben ihm steht mit Co-Spielertrainer Fabian Wiegand viel Erfahrung. Lucas Trautmann ist auf der Zehn gesetzt, die Qualitäten der Brüder Jan und Steffen Impe sind hinlänglich bekannt.

"Jeder nimmt uns jetzt richtig wahr." Oliver Zeug

Kim Wolf ist noch verletzt

Im Tor wird es allerdings eine Änderung geben, nachdem Kim Wolf eine Verletzung auskurieren will, was unter Umständen etwas dauert. Lars Oberle will zudem kürzertreten.

Torwart Kim Wolf (rechts) muss bei der SG Hammelbach/Scharbach  erst eine Verletzung auskurieren. Bild: Fritz Kopetzky Foto: ZIP Import
Torwart Kim Wolf (rechts) muss bei der SG Hammelbach/Scharbach erst eine Verletzung auskurieren. Bild: Fritz Kopetzky

Vom KSV Reichelsheim kam mit Kevin Fix ein 20-jähriger Torwart, der aber zuletzt pausiert hatte. Er bekommt mit Till Eberle aus der einen Kontrahenten aus der eigenen Jugend. Leon Marschner wechselt ebenfalls aus Reichelsheim in den Überwald, auch der 22-Jährige fängt wieder an und ist ein Allrounder, der im Mittelfeld eingesetzt werden kann. Der 18-jährige Eric Schahn aus der Jugend des SV Fürth ist ebenfalls ein Mittelfeldspieler. Ole Klotz, Tobias Hallermeier und Nico Schwöbel haben schön länger kein Fußball mehr gespielt und fangen wieder neu an. Die SG Hammelbach/Scharbach konnte also den Kader verbreiten. Gerade auf die jungen Spieler freut sich Zeug, „denn sie passen genau in unser Anforderungsprofil“.

Denni Glesmann tritt kürzer

Es gibt allerdings mit Robert Iwnizkij, der zum FC Ober-Abtsteinach zurückgekehrt ist, auch einen Abgang. „Jeder Spieler tut uns weh“, sagt Zeug. Und besonders, wenn mit Denni Glesmann eine tragende Säule der vergangenen Jahre aus familiären Gründen kürzertreten möchte. Sein Pass bleibt aber in Hammelbach.

„Jeder nimmt uns jetzt richtig wahr“, weiß der Trainer, dass im Gegensatz zum Aufstiegsjahr die Konkurrenz die Hammelbacher gleich auf dem Zettel hat. Von daher hütet sich Zeug davor, vom Aufstieg zu reden. Wenn Platz vier bestätigt werden kann, wäre das ein Erfolg. Immerhin gibt es einige Unwägbarkeiten wie die kleine Klasse mit nur 13 Mannschaften. Wer da nicht gleich abliefert, der kann den Rückstand kaum aufholen. Auf der anderen Seite ist das aber auch eine Chance für den, der einen Lauf bekommt. Mit SV Affolterbach und FSV Zotzenbach sieht Zeug die üblichen Verdächtigen im Favoritenkreis. Seine Mannschaft soll sich in der B-Liga gut etablieren. Sollte es tatsächlich mehr sein, „dann muss einfach alles passen“, formuliert es Zeug, und jeder müsse immer an seine Grenzen gehen.

Verzögerter Start

Nicht optimal ist jetzt schon einmal der verzögerte Rundenstart, der erst am Mittwoch, 23. August, mit dem Heimspiel gegen die SG Hüttenfeld stattfindet. Die Partie vom ersten Spieltag wurde verlegt, am zweiten Spieltag sind die Hammelbacher regulär spielfrei. Danach kommt der SV Kirschhausen, ehe es zum TSV Hambach geht – auch eine Mannschaft, der traditionell einiges zugetraut wird.

In der zweiten Mannschaft, die in der D-Liga spielt, hat Spielertrainer Andre Greulich mit dem 26-jährigen Nico Freudl einen neuen Co-Spielertrainer bekommen. Das sorgt für Entlastung und gibt Freudl die Chance, „den nächsten Schritt zu gehen“, sagt Zeug.