26. Spieltag

Abstiegsbedrohte Hertha holt 1:1 beim SC Freiburg

Hertha BSC vergibt beim 1:1 in Freiburg die Chance, aus der Abstiegszone zu springen. Ein Joker sichert aber immerhin einen Punkt - und beendet eine monatelange Negativ-Serie.

Kevin-Prince Boateng (vorne) konnte mit Hertha einen Punkt aus Freiburg mit nach Berlin nehmen. Foto: Philipp von Ditfurth/dpa
Kevin-Prince Boateng (vorne) konnte mit Hertha einen Punkt aus Freiburg mit nach Berlin nehmen.

Freiburg (dpa) -  Hertha BSC hat seine Auswärtspleiten-Serie im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga beendet und mit dem 1:1 (0:0) beim SC Freiburg zumindest ein Remis geholt.

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Damit gelang der Mannschaft von Trainer Sandro Schwarz vor 34.700 Zuschauern im Breisgau dank des Ausgleichs von Jessic  Ngankam  (77. Minute) der erste Punkt in der Fremde seit Mitte September. Achtmal nacheinander hatte die Hertha auswärts zuletzt verloren. Die Berliner verharren zwar auf dem Abstiegsrelegationsrang, holten anders als die Konkurrenten VfB Stuttgart und FC Schalke 04 aber immerhin einen Zähler. 

Vincenzo Grifo hatte die Freiburger zunächst per Freistoß in Führung gebracht (52.) und damit für das 999. Bundesliga-Tor der Badener gesorgt. Am Ende verpassten die Breisgauer von Coach Christian Streich das erhoffte Erfolgserlebnis für ihre Ambitionen auf einen internationalen Startplatz vor dem Doppelpack gegen den FC Bayern München. Am Dienstag geht es für Freiburg in München um den Einzug ins DFB-Pokal-Halbfinale. Vier Tage später ist das Münchner Starensemble zum Bundesliga-Duell in Freiburg zu Gast.  

Für die Berliner geht es mit einem schwierigen Heimspiel gegen RB Leipzig weiter. Im Freiburger Europa-Park-Stadion hatte Hertha-Trainer Schwarz seine Startelf nach dem schwachen Auftritt beim 1:3 in Hoffenheim vor der Länderspielpause gleich auf sechs Positionen verändert. 

Im Mittelfeld war überraschend Routinier Kevin-Prince Boateng erstmals seit dem ersten Spieltag von Beginn an auf dem Platz. «Er war immer ein wichtiger Bestandteil der Mannschaft», begründete Schwarz vor dem Anpfiff bei Sky. Boateng sei in der Lage, «in schwierigen Momenten einen klaren Kopf zu behalten».

Die Partie spielte sich zunächst vor allem im Mittelfeld ab und wurde erst Mitte der ersten Hälfte etwas schwungvoller. Die beste Chance hatten dabei die Gäste aus der Hauptstadt nach rund einer halben Stunde: Lucas Tousart flankte in den Strafraum. Der belgische Nationalstürmer Dodi Lukebakio kam zum Kopfball, der aber knapp über das Tor strich (32.). 

Die Freiburger taten sich schwer, Chancen herauszuspielen. Zu Abschlüssen kamen die Gastgeber zweimal nach Standards: Ein Freistoß von Grifo stellte Hertha-Torhüter Oliver Christensen allerdings nicht vor Probleme (26.). Nach einer Ecke kam Lucas Höler an den Ball (27.), schoss aber aus kurzer Distanz zu unplatziert.

Nach dem Seitenwechsel nutzten die Freiburger dank Spezialist Grifo ihre Standardstärke dann aus: Boateng brachte Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein zu Fall. Grifo zirkelte den Ball nicht über die Mauer, sondern tippte ihn zunächst nur an, ließ ihn von Nationalspieler Christian Günter stoppen und traf dann durch Berliner Beine flach in die Torwartecke.

Auf der Gegenseite waren die Berliner dann schnell nah dran am Ausgleich. Lukebakio scheiterte noch am niederländischen Torhüter Mark Flekken (56.), den Kopfball von Tousart klärte Höler auf der Linie. Die Einwechslung von Ngankam machte sich dann bezahlt. Der Stürmer setzte sich gegen Jonathan Schmid durch und ließ die Berliner über den Ausgleich jubeln.