Leichtathletik

Lückenkemper überlegen zum Sieg - Weber bejubelt Hattrick

Gina Lückenkemper sprintet mit großem Vorsprung zum nächsten Titel. Speerwurf-Europameister Julian Weber untermauert mit seinem Hattrick Medaillenambitionen für die WM. Eine Sache wurmt ihn.

Gina Lückenkemper gewann den 100-Meter-Titel in 11,03 Sekunden. Foto: Sven Hoppe/dpa
Gina Lückenkemper gewann den 100-Meter-Titel in 11,03 Sekunden.

Kassel (dpa) - Gina Lückenkemper ist in der WM-Saison weiter blitzschnell unterwegs. Die Doppel-Europameisterin von München stimmte sich bei den deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Kassel mit ihrem überlegenen 100-Meter-Sieg weiter auf die Weltmeisterschaften im kommenden Monat ein.

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Speerwurf-Europameister Julian Weber und die Olympia-Zweite mit dem Diskus, Kristin Pudenz, zeigten sich bei ihren Meistertiteln vor 13.000 Zuschauern bei über 30 Grad im Auestadion ebenfalls gut in Form. Am Sonntag küren die Leichtathleten weitere Titelträger, Höhepunkt ist der Weitsprung-Auftritt von Malaika Mihambo.

Lückenkemper, WM-Dritte mit der Sprintstaffel, legt in diesem Jahr konstant gute Zeiten hin, siegte diesmal in 11,03 Sekunden und zeigte sich damit sehr zufrieden. «Ich habe mir für heute schon vorgenommen gehabt, eine reguläre 10 zu laufen. Ich glaube auch, dass es eigentlich möglich gewesen wäre, aber der Tag war für uns am Ende doch lang mit den drei Runden», sagte Deutschlands «Sportlerin des Jahres» im ZDF mit Blick auf ihr Tagespensum.

International sind die Amerikanerin Sha'Carri Richardson und die Jamaikanerin Shericka Jackson der Maßstab, die bei fast parallelen Wettkämpfen 10,71 und 10,65 Sekunden sprinteten. Lückenkemper hofft auf einen Finalplatz bei den Weltmeisterschaften vom 19. bis 27. August in Budapest.

Weber: «Die 90 Meter sind eine gewisse Blockade»

Weber will in Ungarns Hauptstadt um die Medaillen mitkämpfen. Mit 88,72 Metern kam er bis auf 82 Zentimeter an seine Bestweite heran. Weltweit ist er damit in diesem Jahr Zweitbester hinter dem Tschechen Jakub Vadlejch, der schon 89,51 Meter warf. «Die 90 Meter sind eine gewisse Blockade. Ich habe die drin und will die auch werfen», sagte Weber, der mit dem Titel den Meister-Hattrick perfekt machte. «Da geht auf jeden Fall noch was, da wird noch was kommen», versprach der Mainzer im ZDF.

Pudenz untermauerte ihre Position als Nummer eins unter den deutschen Diskuswerferinnen. «Wir sind wieder auf dem richtigen Weg nach so ein paar Wettkämpfen, die mir nicht ganz gefallen haben», sagte die EM-Zweite aus Potsdam nach dem Sieg mit 65,98 Metern. Ihre 2019 gestartete Titelserie hielt an.

Hochspringer Potye eine Klasse für sich

Im Hochsprung war der EM-Zweite Tobias Potye eine Klasse für sich. Der Münchner meisterte souverän 2,27 Meter und verpasste im letzten Versuch nur denkbar knapp eine persönliche Bestleistung von 2,31 Metern. «Es ist ein super Start in die zweite Saisonhälfte», sagte Potye, der bei der WM mit einem Platz in die Top 5 liebäugelt.

Insgesamt hofft der Deutsche Leichtathletik-Verband auf ein besseres Abschneiden als in Eugene, als es einmal Gold und einmal Bronze gegeben hatte. «Ich denke, dass wir dieses Jahr einige Eisen im Feuer haben. Ich hoffe, dass die entsprechend brennen und erfolgreich sein werden», sagte Präsident Jürgen Kessing.